Uni-Proteste: Bis Freitagabend muss Audimax geräumt sein
11.11.2009 | 18:40 Uhr 2009-11-11T18:40:00+0100Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Uni Duisburg Essen, hat am Mittwochnachmittag angekündigt, dass protestierende Studenten die besetzten Hörsäle an beiden Standorten zu räumen hätten. Das bestätigte Uni-Sprecherin Beate Kostka.
Die Hörsäle würden dringend für Klausurvorbereitungen benötigt. Gleichzeitig betonte Radtke, wie wichtig weiter führende Gespräche zwischen Studenten und Uni-Vertretern seien. Der Dialog solle fortgesetzt werden. Die protestierenden Studenten hätten "viele wichtige Fragen" angesprochen, die "auch im Rektorat auf der Tagesordnung" stehen.
Seit Dienstag halten Studenten die Audimaxe in DU und E besetzt. Sie protestieren gegen die Studiengebühr und das so genannte "Bachelor'"-System, das Studiengänge in BA und MA aufteilt. Die Proteste werden von der offiziellen Studentenvertretung "Asta" nicht unterstützt, aber toleriert.
22:50
Die Linke solidarisiert sich? Na so was aber auch, das wundert mich aber jetzt...
@Manuellus: Klein beigeben wohl kaum aber die derzeit aufgeheizte Stimmung auf beiden Seiten darf nicht eskalieren und das wird geschehen. Anfang Dezember werden Klausuren geschrieben und derzeit werden Studenten daran gehindert ihre Vorlesungen und Übungen zu diesen Klausuren zu besuchen. Kann ja auch nicht das Ziel sein...
17:52
LINKE Essen solidarisiert sich mit Studierenden
Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes DIE LINKE. Essen hat sich gestern solidarisch mit den Zielen des Studentenstreiks erklärt. Wörtlich heißt es in einer einstimmig verabschiedeten Resolution:
„DIE LINKE. Essen solidarisiert sich mit der Forderung der streikenden StudentInnen im Audimax der Universität Duisburg-Essen und anderswo nach einem gebührenfreien Studium und der Abschaffung der Bachelor / Master-Studiengänge als Instrument zur Ökonomisierung von Bildung und Wissenschaft.
Wir fordern freien Zugang zu Bildung und selbstbestimmtes Lernen! Wir fordern das Rektorat der Universität Duisburg-Essen auf, weiterhin den Dialog mit den Studierenden zu führen und von einer Räumung des Audimax abzusehen.“
Nach Informationen des Kreisverbandes DIE LINKE Essen hat das Rektorat den Studierenden die Frist gesetzt, bis zum kommenden Freitag um 18.00 Uhr die Besetzung des Audimax zu beenden.
„Wir appellieren an das Rektorat, weiter den Dialog mit den Studierenden zu suchen“, so Cornelia Swillus-Knöchel, Sprecherin des Kreisverbandes. „Eine gewaltsame Räumung durch die Polizei würde die Missstände nicht lösen, gegen die die Studentinnen und Studenten völlig zu Recht protestieren.“
08:55
War ja super das Gespräch mit dem Direktor!
Wenn ihr mit euren Problemen in die Fachschaften und die Hochschulpolitik geht, wenn ihr Alles zum Senat zum Asta und so weiter übermittelt, dann hört man euch ebenso zu. Bli bla blub! Dort hat man nur eine Mitbestimmung. 33000 Studenten, die dort ihre Meinung stellen dürften, werden dort einfach überstimmt von den kleinen Minderheiten. Das kann doch nicht sein.
Man kann uns verstehen, dass wir sauer werden.
Na toll und nun?-.- Sollten wir jetzt etwa klein beigeben und einfach weiter machen wie vorher?
Quatscht keinen Unsinn und bewegt mal richtig! In 20 Städten dieses Landes gibt es Proteste und Besetzungen. Wenn sich das ausweitet, dann muss gehandelt werden!