Essen. Die Universität Duisburg-Essen hat gegen eine muslimische Doktorandin Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Die junge Frau hatte ein Plakat einer studentischen Ausstellung mit einer Schere zerstört und so einen Eklat ausgelöst. Uni-Rektor Ulrich Radtke sagt: „Das Verhalten der Studentin ist in keiner Weise zu rechtfertigen.“
Die Uni Duisburg-Essen hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet gegen eine muslimische Doktorandin, die Ende des vergangenen Monats das Exponat einer studentischen Ausstellung mit einer Schere zerstört hatte.
Die Schau mit anspruchsvollen Comics („Graphic Novels“) war daraufhin wenige Tage vor ihrem offiziellen Ende vorzeitig abgebrochen worden. Dieser Vorgang hatte unter dem Schlagwort „Plakat-Eklat“ bundesweite Aufmerksamkeit erfahren.
Die Doktorandin hatte sich über einige Motive beschwert mit Verweis auf ihre „religiösen Gefühle“. Die Ausstellung war beendet worden, weil die Sicherheit der Bibliotheksmitarbeiter auf jeden Fall gewährleistet bleiben sollte, hieß es.
Uni-Rektor Ulrich Radtke berichtet jetzt, dass die junge Frau einen Anhörungs-Termin bei der Hochschulleitung habe verstreichen lassen. Jetzt sei Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet worden. Radtke: „Das Verhalten der Studentin ist in keiner Weise zu rechtfertigen.“ Radtke bittet um Verständnis für die Verzögerung: „Dass eine Reaktion nicht von heute auf morgen geschehen kann, ist nur schwer zu vermitteln. Wir halten es aber für selbstverständlich, sich zunächst sachkundig zu machen.“
17:31
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17:28
Nícht die Universität (Opfer) sondern der religiöse Fundamentalismus (Täterin) ist zu kritisieren.
Und, mit dieser Einstellung darf niemand an einer Universität eines demokratischen Rechtsstaates promoviert werden - sollte eigentlich selbstverständlich sein.
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Und jetzt schnell wieder löschen!
17:27
"Die Doktorandin hatte sich über einige Motive beschwert mit Verweis auf ihre „religiösen Gefühle“.
?
Sachbeschädigung gilt seit neuestem als Beschwerde? Interessant.
17:21
Da ist es wieder, dass unterschiedliche Maß für Christen und Mohammedaner. Diesmal in der Kunst.
Während Christen in unseren Medien wie selbstverständliche "Satire" hinnehmen müssen, die Ihre Religion grob beleidigt (Fall Kebekus), verfallen die Verantwortlichen - hier der Rektor - erst einmal in Schockstarre, wenn es sich um eine "importierte" Religion handelt.
Für mich stellt sich die Frage nach der Motivation.
- Hatte der Rektor möglicherweise Angst vor Racheakten durch Anhänger der friedvollen Religion?
- War es ein politisches Taktieren, weil er einen Eklat, der in seiner Ablösung mündet, befürchtete?
- Schätzt er nicht die Freiheit der Kunst?
...oder versucht er den Weg des geringsten Widerstands zu gehen?
Satire hinnehmen. Und gerade am Beispiel Kebekus zeigt sich doch, daß sie es auch nicht tun.
17:06
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16:49
Nun ja, man brauchte sicher etwas Zeit - und vor allen Dingen Rat von sachkundigen Experten - um die Angst vor der eigenen Courage zu überwinden.
16:47
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16:43
Sicherlich -und hierzu wird auch die wiederholte Berichterstattung beigetragen haben können- gibt es auch von anderer Seite her bereits Strafanzeigen gegen die betreffende "Doktorandin" oder die Staatsanwaltschaft Essen hat gar von sich aus ein Verfahren eingeleitet, weshalb die Universität noch ungeschickter ausgesehen hätte, wäre ihrerseits eine Strafanzeige unterblieben; siehe im übrigen § 303 StGB, http://dejure.org/gesetze/StGB/303.html, denn hier hat es vor ein paar Jahren eine Veränderung gegeben, siehe http://lexetius.com/StGB/303#2. Früher war öffentliches Interesse erforderlich oder ein Antrag, heute wird die Staatsanwaltschaft tätig, wenn Sie davon erfährt. Und das müßte längst der Fall sein.
16:38
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16:37
Meine Güte, wie durchsichtig und albern ist das denn jetzt? Man muss nur an die beißende Kritik am Verhalten der Uni an dieser Stelle (Kommentare in der WAZ) in den Tagen danach denken, um zu sehen, dass die Uni jetzt nicht freiwillig reagiert, sondern das Nichterscheinen der Studentin dazu nutzt, doch noch das Gesicht zu wahren. Zudem ist bereits Strafanzeige seitens eines Rechtsanwalts gestellt worden, weil die Uni eben nichts gemacht hat.