Unfallflucht wegen einer Busreise - Bewährungsstrafe für Rentner

Das Essener Landgericht verurteilte einen 71-jährigen Essener zu zwei Jahren auf Bewährung.
Das Essener Landgericht verurteilte einen 71-jährigen Essener zu zwei Jahren auf Bewährung.
Foto: Oliver Müller / WAZ FotoPool
Wegen versuchten Totschlags und fahrlässiger Körperverletzung hat das Landgericht Essen einen 71-Jährigen Essener zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Im Juni 2011 hatte der Mann in Sprockhövel einen 51-Jährigen angefahren und schwer verletzt auf der Straße liegen lassen.

Essen/Sprockhövel.. Wegen versuchten Totschlags und fahrlässiger Körperverletzung bei einem schweren Verkehrsunfall hat das Landgericht Essen einen 71-jährigen Rentner aus Essen zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

Der Mann hatte am 23. Juli 2011 gegen 4.30 Uhr die Schwelmer Straße Richtung Schwelm befahren. Dabei erfasste er einen 51-jährigen Mann aus Sprockhövel, der auf der Fahrbahn zu Fuß nach Hause lief, und verletzte ihn schwer.

Autofahrerin rettete Verletztem das Leben

Im Anschluss entfernte sich der Unfallfahrer mit seinem Wagen vom Unfallort und ließ das Opfer auf der Fahrbahn liegen. Noch am selben tag trat der heute 71-Jährige eine zuvor gebuchte Busreise an. Dass der Sprockhöveler den Unfall lebend überstand, hatte er einer Frau zu verdanken, die kurz nach dem Vorfall die Unfallstelle passierte, sich um den Mann kümmerte und die den Rettungsdienst rief. Ohne ihre Hilfe wäre der Verletzte wahrscheinlich verblutet oder überrollt worden.

Sein Fehlverhalten erklärte der Unfallfahrer mit einem Blackout. Zudem habe er die Lage damals falsch eingeschätzt, insbesondere die Schwere der Verletzungen.

Als strafmildernd wertete das Gericht, dass der Rentner, der jahrzehntelang als Krankenpfleger gearbeitet hatte, voll geständig und in seinem Leben bisher strafrechtlich nicht auffällig geworden war. Zudem verhängte das Gericht eine Geldbuße von 2.500 Euro gegen den Mann. (Mit Informationen von dapd)

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