Üppige GSE-Gehälter haben Nachspiel in der Politik
12.11.2012 | 12:01 Uhr 2012-11-12T12:01:00+0100
Essen. Das 49-Prozent-Plus in der Chefetage der Stadttochter GSE hat ein Nachspiel in der Politik. SPD und CDU zeigen sich "unglücklich" über die Entwicklung und fordern eine Erklärung für den Gehaltssprung.
Der für 2011 durchgeboxte exorbitante Gehaltssprung um 49,1 Prozent bei den beiden Geschäftsführern der Gesellschaft für soziale Dienstleistungen (GSE) hat bei den Fraktionsspitzen von SPD und CDU für Kopfschütteln gesorgt: Verglichen mit anderen Sozialgesellschaften auch im Essener „Konzern Stadt“ sei die Anhebung „wohl in Ordnung“ gewesen, verteidigte SPD-Fraktionschef Rainer Marschan gestern im NRZ-Gespräch. Gleichwohl sei das satte Plus bei der zu 90 Prozent städtischen Firma „ein bisschen unglücklich – angesichts der Kürzungen, über die wir derzeit sprechen“.
Hörbar irritiert zeigte sich gestern auch CDU-Fraktionschef Thomas Kufen: „Unsere Vertreter im Aufsichtsrat haben uns erklärt, dass man diesen Gehaltssprung erklären kann – also werden wir diese Erklärung auch einfordern.“ Dem Vernehmen nach war die Entscheidung im Aufsichtsrat der GSE, wo neben Vertretern von SPD, CDU und Grünen auch Geschäftsführer von Sozialverbänden sitzen, keineswegs einstimmig verabschiedet worden.

12:00
Was mutet man Lokalpolitikern zu, die sich erst durch hunderte Seiten eines Haushalts mühen müssen, dann über Stellenkürzungen entscheiden sollen, sogar versuchen, noch Rationalisierungspotentiale zu finden, und dann das? Hinter dem Rücken entscheiden andere, wohin das große Geld fliessen soll, ohne dass überhaupt davon etwas ruchbar wurde. Danke NRZ dass dieser Klüngel aufgedeckt und öffentlich gemacht wurde. Jetzt kommt es darauf an, die Strukturen zu verbessern, damit so etwas nicht mehr passiert.
10:36
muß die Parteizugehörigkeit beim Vorstand und Aufsichtsrat genannt werden.
Ein kleines weiteres Beispiel:
In Werden konnte und kann die Allbau bauen auf Teufel komm heraus, niemand nahm und nimmt daran Anstoß! Als Thyssen-Krupp bauen wollte, war das Geschrei wegen der Verkehrslage riesengroß, besonders von den Grünen!
Christoph Kerscht (Stellv. Vorsitzender)
Mitglied des Rates der Stadt Essen von den Grünen!
Ein Schelm der etwas böses dabei denkt!
07:47
Es wäre halt wichtig den AR mit Fachleuten und nicht mit Verwaltungsleuten und Politikern, die kaum in der Lage sind selbständig zu denken, zu besetzen.
Aber in dieser Stadt ist ja Ruhe die oberste Bürgerpflicht.
Der OB denk, wie er selbst sagt, immer vom Ergebniss her - welches Ergebnis?? Kennt einer eines?
Nur ja keine intensive oder gar intellektuelle Diskussion. Alles schön auf BLÖD Niveau lassen, zu allem Ja - Sagen und immer Nicken, dabei den Lobbyisten und CDU Anwälten ja nicht widersprechen, dann wird man auch auf einen todsicheren Bundestagswahlkreis gewählt, oder die Liste für den Rat hält einen netten Platz vor.
Ihr seid auf das Wohl der Essener Bürger vereidigt, nicht auf das Wohl der Stadtverwaltungsmitarbeiter!!
Aber wahrscheinlich ist dieser Kommentar jetzt schon wieder "Verwaltungsbasching" und dass mag der Stadtdirektor ja nicht, wie er bekennt.
14:44
Hat alles kein Nachspiel. Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Richtig!
14:14
Ein solcher Anstieg der Gehälter ist völlig absurd! Würde vergleichsweise ein Monteur der Fa. X argumentieren die Monteure der Fa. Y bekommen 50% mehr er würde nur ein müdes Lächeln von seinem Vorgesetzten ernten. Je höher die Etage umso häufiger werden Lebensrealitäten, die der Durchschnittsbürger erlebt ad absurdum geführt! Wurden die beiden GF´s unter Einsatz roher Gewalt gezwungen bis dato zu "Hungerlöhnen" zu arbeiten?? Welche Parteiseilschaften haben diese Erhöhung ermöglicht??
13:31
Am besten sollten alle städtischen Mitarbeiter auf allen Ebenen in Zukunft für einen Euro im Monat arbeiten. So bekommt man keinen Ärger mit dem Bürger und sicherlich das beste Personal, denn die durch Personalflucht freiwerdenden Stellen werden gewiss gerne von all denen, die vom öffentlichen Dienst eine besondere Engeltzurückhaltung verlangen besetzt werden.
Also dann schon mal los mit den Bewerbungen.
Bei ihrem Humor wird mir schlecht.
13:02
Schlage vor, dass Bochumer Ermittlerteam um Fr. Ottilie zur Aufklärung nach Essen zu entsenden. Die haben unter dem Soko-Decknamen "Steiger Award" vorgemacht wie effektive Aufklärung geht.
In keinem Fall die Dortmunder einschalten, die sind mehr mit ihren eigenen, internen Querelen beschäftigt.