Über den Kampf ins Spiel

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Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Messe-Chef Oliver P. Kuhrt hat Recht, wenn er die Reifen-Messe nicht einfach aufgibt. Aber die Kleinarbeit beginnt erst.

Das ist doch mal eine gute Nachricht für die leidgeprüfte Messe Essen: Messe-Chef Oliver P. Kuhrt hat sich einen starken Partner gesucht, um die Reifen-Messe in Essen halten zu können und will mit diesem Zusatzargument den Kampf um die Aussteller aufnehmen, die viele Jahrzehnte mit diesem Standort bestens gefahren sind.

Es hat den Anschein, als ob mit Kuhrt nun endlich ein Geschäftsführer gefunden wurde, wie ihn die Messe Essen in ihrer permanent schwierigen Lage braucht: strategisch geschickt, kreativ und stark in der Kommunikation.

Die mühsame Kleinarbeit am Kunden beginnt allerdings erst jetzt. Der untreu gewordene Reifenverband wird natürlich alles versuchen, um möglichst viele Branchenvertreter nach Köln zu ziehen, was mindestens teilweise auch gelingen dürfte. Die Messe Essen muss dagegen ihre bekannten Vorteile in die Waagschale werfen und kann - wenn alles gut geht - bald immerhin teilsanierte Hallen präsentieren.

Natürlich könnte man fragen: Muss dieser Konkurrenzkampf sein? Wenn es eine realistische Chance gibt - ja! Die Alternative wäre der Totalverlust einer lukrativen Leitmesse.