Tusem: Tischtennis beim Nachwuchs gefragt

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Margarethenhöhe..  Im Handball gilt der Tusem für den Nachwuchs als die Vorzeige-Adresse, doch auch im Tischtennis blicken die Tusem-Verantwortlichen mit einigem Stolz auf die Ergebnisse des zurückliegenden Jahres, vor allem aber auf eine florierende Jugendförderung: Bei einer Feier zum Jahresende für die gut 80 Mädchen und Jungen der Tischtennis-Abteilung zeigten sich die Verantwortlichen, allen voran Stephan Verhoven, Marc Schmidt und Sportwart Hans Fuchs, jedenfalls mehr als zufrieden: „Das alles macht Mut für die Rückrunde, wir haben einige gute Teams am Start“, sagt Stephan Verhoven, der für Essens stärksten Tischtennis-Nachwuchs auf 2015 blickte. Und dabei auch die Frage beantwortete, warum im Essener Süden, im Schatten der erfolgreichen Damen-Bundesligamannschaft, die Kids auf ambitioniertes Tischtennis stehen.

Andere Essener Vereine kämpfen darum, wenigstens eine Schüler- oder Jugendmannschaft an den Start zu schieben – beim Tusem sind es gleich zehn Nachwuchs-Teams, die Punkte machen. Westdeutschlands zweitaktivster Tischtennis-Verein (insgesamt 22 Mannschaften) hat offenbar den richtigen Mix gefunden: Spaß am Tischtennis als Freizeit- oder Ausgleichssport, bis hin zur Chance, in einem engagierten Umfeld Leistungssport zu betreiben. Als Aushängeschild der Tusem-TT-Abteilung gilt vor allem die 1. Jungenmannschaft in der Verbandsliga, der höchsten westdeutschen Jugendliga. Das Team hat gute Aussichten, die Qualifikation zur Westdeutschen Jugendmeisterschaft zu schaffen.

Stephan Verhoven verweist auf ein zuverlässiges Eltern- und Betreuer-Team: „Ohne sie würden wir es nicht schaffen. Ohne diese Hilfe wäre der Spielbetrieb so nicht möglich.“ Die Zusammenarbeit in der Tischtennis-Abteilung sei einer der Gründe für die gute Nachwuchsarbeit beim Tusem, meint der Jugendwart: „Wir beschäftigen uns mit den Mädchen und Jungen, wir versuchen, die Eltern einzubinden und wir legen Wert darauf, dass die Schüler und Jugendlichen mit Spaß bei der Sache sind. Dazu gehören auch Angebote neben dem Tischtennis.“

Einfach nur eine Halle aufzuschließen und ein paar Platten hineinzustellen, das reiche schon lange nicht mehr. Im Training will der Verein die Spieler fördern, freitags ist dazu extra eine eigene Gruppe eingerichtet worden: „Wer bereit ist, Disziplin und Einsatz zeigt, den unterstützen wir sofort.“ Das gilt ebenso für den schulischen Bereich: „Die Schule geht vor Training, das ist ganz klar.“

Als Beleg für die gute Arbeit sieht Verhoven auch die beiden Mädchen-Teams – Tusem ist hier der einzige Essener Verein mit zwei Mannschaften. Während sich die I. in der Bezirksliga A behauptet, steht bei der II. Mädchen zwei Klassen tiefer der Einstieg in den Tischtennis und der Spaß im Vordergrund.