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TÜV-geprüfter Uni-Jazz Die Formation

08.02.2008 | 19:48 Uhr

Die Big Bandits, das Jazzorchester der Uni Duisburg-Essen, feiert heute 15. Geburtstag in der Philharmonie. Stargast ist Andy Haderer, erster Trompeter der WDR Big Band

INTERVIEWManches Jazzpflänzchen an der Ruhr blüht ?im Verborgenen. So auch das Jazz-Orchester der Universität Duisburg-Essen, die Big Bandits. Das feiert heute um 20 Uhr in der Philharmonie seinen 15. Geburtstag. WAZ-Mitarbeiter Sven Thielmann, sprach mit Bandleader Nils Powilleit über das Ensemble engagierter Hobby-Jazzer.

Ein Jazz-Orchester hat nicht jede Uni. Wie kam es zur Gründung der Big Bandits?

Powilleit: Mehr oder weniger zufällig trafen sich 1993 einige Leute um den Schlagzeuger Christian Precht, die Spass am Jazz hatten und ein Instrument spielten. Die Idee einer Big Band lag da nahe.

Die Besetzung zusammen zu bekommen, war sicher nicht ganz einfach?

Powilleit: Nein, das hat gedauert. Zwar gab's damals noch eine Musikausbildung an der Essener Uni, aber nur für die Primarstufe. Lauter Blockflöten, aber kaum Blechbläser.

Wie haben Sie die gefunden?

Powilleit: Per Mund-zu-Mund-Propaganda und mit Aushängen überall. Es war in den ersten Jahren schwer, gute Leute zu bekommen.

Ist das heute immer noch ein Problem?

Powilleit: Nein, mittlerweile haben wir uns einen so guten Ruf erspielt, dass wir, wenn mal jemand ausscheidet, sofort problemlos Ersatz finden.

Sind die Musiker eigentlich alle Hochschulangehörige?

Powilleit: Die meisten, wobei das quer durch alle Fachbereiche geht. Bei uns jazzen Maschinenbauer neben Sozialwissenschaftlern. Natürlich gibt's auch einige Musiklehrer.

Und wie ist das musikalische Niveau?

Powilleit: Ausgesprochen hoch, finde ich. Was nicht nur daran liegt, dass wir jede Woche proben. Regelmäßig laden wir bekannte Big Band-Spezialisten ein, wie etwa Ack van Royen oder Bart van Lier.

Mit beachtlichem Erfolg . . .

Powilleit: Das kann man so sagen: Wir wurden 1999 Landessieger beim Orchesterwettbewerb des Deutschen Musikrats und bekamen außerdem den Sonderpreis des TÜV Rheinland als bestes Jazzorchester.

Und das Repertoire . . .?

Powilleit: Das ist breit angelegt, bunt gemischt und reicht vom Swing eines Count Basie über Funk und JazzRock.

Alles selbst arrangiert?

Powilleit: Nein, da verlassen wir uns auf Arrangements von bewährten Kollegen aus den USA, aber natürlich auch auf das tolle Material von Peter Herbolzheimer.

Heute abend feiern Sie den 15. Geburtstag der Big Bandits in der Philharmonie mit einem besonderen Gast . . .

Powilleit: Andy Haderer, der 1. Trompeter der WDR Big Band, wird uns als Solist bei einigen wunderschönen Stücken begleiten. Letztes Wochenende hatten wir einen spannenden Workshop mit ihm, wo wir auch einige Balladen eingeübt haben, die unsere Sängerin Bianca Körner ins Rampenlicht stellen.

Was wünschen Sie sich zum Jubiläum der Big Bandits?

Powilleit: Weiterhin so viel Spass mit 20 tollen Musikern und für unsere Konzerte heute in der Philharmoni und morgen in der Börse Wuppertal, einen vollen Saal. 1993 gründete Christian Precht an der Uni die Big Bandits. Drei Jahre später übernahm der damals 23jährige Saxophonist Nils Powilleit die Leitung. Inzwischen ist die erfolgreiche Big Band aus Hobby-Jazzern, die bereits wichtige Wettbewerbe gewann, sogar ein e.V. Konzertkarten: Tel: 81 22-200

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