Türken wollen kein „Wegwerf-Artikel“ sein

Aus der WAZ:.  „Am Holunderweg 44 in Bredeney – in der Nähe des türkischen Generalkonsulats – hat die TDF, die „Föderation demokratischer Vereine der Arbeiter aus der Türkei in Europa“, eine Übersetzungs- und Betreuungsstelle eingerichtet. Sie arbeitet mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Arbeiterwohlfahrt zusammen und ist die einzige Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Von den 140 000 Türken in Nordrhein-Westfalen, von denen 8700 in Essen leben, werden täglich etwa 100 in der Beratungsstelle erwartet. „Wir wissen, dass wir viele Probleme zu lösen haben“, sagt Dolmetscher Haydar Dihme. Es geht vor allem um Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, um Härtefälle, wenn zum Beispiel die Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert wird, obwohl vom Betrieb die Bereitschaft zur Weiterbeschäftigung vorliegt. „Türkische Arbeiter sind kein Wegwerf-Artikel“, empören sich die Betreuer in der Beratungsstelle. Zurzeit bemüht sich der TDF-Vorstand, die Kontakte zum Arbeitsamt zu verbessern.“