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"Treuestrom" soll Sicherheit bringen

28.04.2008 | 15:50 Uhr

RWE Rhein-Ruhr mit neuen Angeboten.Der "intelligente Zähler" kommt

Diese Prognose fällt ihm nicht schwer: "Die Strompreise werden weiter steigen", so der Leiter der Niederlassung Essen der RWE Rhein-Ruhr AG, Dr. Lothar Oelert.

RWE Rhein-Ruhr erhöhte den Strompreis im Grundtarif zum 1.1.2008 um 1,42 auf 20,11 Cent je Kilowattstunde, das bedeutet für den typischen Haushaltskunden 6,6 Prozent mehr Kosten im Jahr. Begründet wurde diese Erhöhung mit den gestiegenen Beschaffungskosten, aber auch mit politisch gewollten Kosten. Oelert: "75 Prozent des Strompreises sind staatlich beeinflusst. Den größten Anteil am Strompreis machen die Steuern und staatliche Abgaben mit 39 Prozent aus. Rund ein Drittel des Preises sind die Netzentgelte und die Messkosten. Die eigentlichen Energiekosten belaufen sich auf 21 Prozent, und vier Prozent verbleiben für die Deckung der Vertriebskosten."

3,6 Prozent Kunden hat RWE Rhein-Ruhr 2007 an Mitbewerber verloren. Um der Verunsicherung der Kunden entgegen zu steuern, bietet RWE ab sofort Preissicherheit im Grundversorgungstarif und neue Stromprodukte für individuelle Wünsche an. In der Grundversorgung gibt es erstmals eine Preissicherheit bis zum 31. März 2009. Wer sich für den "RWE-Treuestrom" entscheidet (bislang 45 000 in der Region), erhält eine Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2010. Dabei können die Kunden jährlich ihren Vertrag kündigen. Vergünstigungen gibt es auch bei "Strom Pur" und "Naturstrom".

Mehr Transparenz und Sicherheit für die Kunden soll auch der "intelligente Zähler" bringen, der zunächst in einem Pilotprojekt in Mülheim getestet wird. Mit diesem neuen digitalen Zähler kann der Kunde regelmäßig seinen Verbrauch kontrollieren und entsprechend reagieren. Für diese neue Zählerwelt sollen ihm keine Kosten entstehen.

Das Regionalzentrum Ruhr betreibt das Stromnetz für eine Gesamtfläche von 300 Qua-dratkilometern mit 780 000 Einwohnern in Essen und Mülheim. Insgesamt befinden sich im betreuten Netz über 125 000 Strom-Hausanschlüsse. RWE investiert jährlich in Essen und Mülheim 25 Millionen Euro, überwiegend in den Ausbau und die Instandhaltung der Netze. Dr. Heinrich Hoppe-Oehl, seit Anfang 2008 neuer Leiter des Regionalzentrums Ruhr der RWE Rhein-Ruhr Netzservice GmbH, spricht von einem "hohen Niveau der Versorgungsqualität". Die jährlichen Stromausfallzeiten lägen hierzulande bei unter 25 Minuten pro Kunde, im europäischen Durchschnitt seien dies über 140 Minuten. Auch in die Hochspannung werde erheblich investiert.

Von Hans-Walter Scheffler

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