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Tödlicher Streit um Sex-Praktiken

05.12.2007 | 20:10 Uhr

KRIMINALITÄT. Treffen homosexueller Männer endete mit Blutbad: Messerstecher (19) handelte aus Notwehr, so die Ermittler.

Ein heftiger Streit über sexuelle Praktiken zwischen zwei schwulen Männern hat in Steele ein tödliches Ende genommen: Der 19-jährige Raphael R. stach am Dienstagabend in seiner Wohnung an der Straße Eschenburg mit einem Küchenmesser mehrfach auf den 34 Jahre alten Christian M. ein. Der Duisburger brach zusammen und verblutete auf dem Küchenboden. Er erlitt eine Vielzahl von Stichen.

Raphael R. verständigte Polizei und Nachbarn. Doch nach seiner vorläufigen Festnahme kam der 19-Jährige gestern wieder auf freien Fuß. "Die von dem jungen Mann geschilderte Notwehrsitutation ist nicht zu widerlegen", sagte Staatsanwalt Bernd Schmalhausen nach Abstimmung mit der Polizei und vorbehaltlich weiterer Ermittlungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen haben sich die beiden homosexuellen Männer übers Internet verabredet, sie chatteten seit zwei Wochen regelmäßig. Am Dienstag trafen sie sich das erste Mal. In der Wohnung des Mehrfamilienhauses wollten sie sich näher kommen. Ihre Sex-Praktiken hatten sie vorab verabredet. Doch der 34-Jährige "wollte die vereinbarte Variante nicht", so Schmalhausen. Raphael R. will in Panik geraten sein, als der ältere Mann ihn massiv bedrängte und gegen die Wand stieß.

Da ging seine Hand zum Messerblock, mit der Klinge wollte er seinen Gegenüber auf Distanz halten. Als der erste Stich in die Brust den Mann nicht stoppen konnte, kam es offenbar zu einem so genannten Notwehr-Exzess aus Angst: Mehrfach stach der 19-Jährige zu, auch als das Opfer bereits wehrlos am Boden lag.

Einige Verletzungen erlitt Christian M., als er bereits tot war, ergab die Obduktion der Leiche in der Rechtsmedizin.

JÖRG MAIBAUM

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Kommentare
23.12.2007
10:24
Tödlicher Streit um Sex-Praktiken
von ltd. | #6

Eventuell solltet ihr alle das was ihr denkt dem Staatsanwalt mitteilen damit der endlich mal aufwacht. Für Christian

21.12.2007
01:10
Tödlicher Streit um Sex-Praktiken
von @EinBekannter@ | #5

Notwehr??? :(

Gemäß der bürgerlichen Presse, die mehr und mehr zum Verlautbarungsjournalismus tendieren, sollte wenigstens der

zwischen-den-Zeilen-lesende-Leser

die Schilderungen der Polizei/ Staatsanwaltschaft kritisch hinterfragen und demnach nur zur Kenntnis nehmen. Der Glaube an den so genannten wahren Stories fällt auch mir aus logischer Sicht schon einfach schwer. Zu viele Ungereimtheiten bleiben um den 19-jährigen Messerstecher rein zu waschen.

20.12.2007
22:03
Tödlicher Streit um Sex-Praktiken
von hekubar | #4

nicht zu vergessen ist in dieser grausamen situation der schmerz und die ungewissheit der angehörigen, deren einzige information eben diese presseberichte sind. auch denen werden keine endgültigen informationen weitergeleitet. hier heisst es: interpretieren und abwarten, bis es einmal eine verhandlung gibt und solange versuchen, sich nicht zu zermatern an eben solchen berichten, die dem gesamten wesen und der persönlichkeit des christian m. widersprechen.

liebe justiz: ist das denn eine faire und gangbare lösung für die beteiligten und angehörigen? ich glaube nicht!!!

sicherlich ändert all das an dem ergebns und der endgültigkeit der tatfolgen nichts, aber es macht einen gehörigen unterschied, ob christian als täter, oder als opfer gestorben ist.

ich will hoffen, dass christian seinen frieden findet und auch nach seinem tod gerechtigkeit erfährt.

c u in heaven!!!

20.12.2007
00:50
Tödlicher Streit um Sex-Praktiken
von ruhrgebeat | #3

wie gut das die szene überschaubar is und man jeden früher oder später trifft.hätte doch die eine oder andere frage an den 19-jährigen täter.

20.12.2007
00:39
Tödlicher Streit um Sex-Praktiken
von Paroli Magazin Oberhausen | #2

Ich frage mich welche Situation, mit Notwehrexzess beschrieben wird. Es hört sich eher nach einer Hinrichtung an.Da hat es wohl mal wieder ´ne kranke S/M Sau, dank unserer Gesetzgebung, geschafft sich auf Kosten eines einzelnen aus zu leben. Grüsse an den Kannibalen von Rothenberg, du bist wohl doch nicht so einsam wie du glaubst.

13.12.2007
00:56
Tödlicher Streit um Sex-Praktiken
von Josef Gedönsmann | #1

Notwehr? Notwehrexzess??

Es ist erschütternd! Da treffen sich Zwei, die es eigentlich miteinander treiben wollen, und einer endet als Getöteter in einem Leichenschauhaus.
Viel erschütternder aber sind bei der Geschichte die offiziellen Meldungen von Staatsanwaltschaft und Polizei – und das, was sich mit deren Hilfe sonst noch so alles herausfinden lässt.
Und dass die Presse - selbst die schwule Presse - ihre journalistischen Fähigkeiten darauf beschränkt, zu replizieren, was die Behörden verkündet haben, ohne sich einmal die Mühe zu machen, etwas mehr über den Fall zu erfahren: auch das erschütternd und bestürzend.
Aber der Reihe nach.
Am Vormittag des 05.12.07 berichten Staatsanwaltschaft und Polizei Essen in einer gemeinsamen Presseerklärung, dass am Vorabend gegen 20.00 Uhr das Treffen zweier Homosexueller, welche sich über das Internet kennen gelernt hatten, tödlich geendet sei.
Dabei erfahren wir in dieser kurzen Pressemeldung allerlei Details: Den Ort, den Stadtteil und die Straße in der derjenige der beiden wohnt, in dessen Wohnung das (erstmalige!) Treffen stattfand. Wir erfahren die Vornamen der beiden – Raphael, der Wohnungsinhaber und Christian der Gast. Von ihrem Nachnamen erfahren wir nur jeweils den ersten Buchstaben, dafür aber das Alter: 19 der eine und 34 der andere.
Zu einem Streit soll es gekommen sein, und zu verbalen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf Christian, der Gast, seinen Gastgeber Raphael in der Küche an die Wand gestoßen haben soll, der darauf hin mit einem Messer auf Christian eingestochen haben soll. Sich mit tödlichen und mehrfachen (!) Messerstichen dagegen zu wehren, an die Wand gestoßen zu werden, das klingt nun ganz und gar nicht nach einer angemessen Wahl der Mittel, welche Raphael zu seiner Verteidigung gegen den Angriff Christians wählte. Und da den Autoren der Pressemeldung Korrektheit und Vorsicht im Umgang mit Begriffen und Fakten unterstellt werden darf, muss davon ausgegangen werden, dass der Angriff Christians heftiger oder aggressiver nicht gewesen sein wird, als sein Gegenüber gegen die Wand zu stoßen. Denn soviel ist sicher: der vermeintlich Angegriffene hätte in diesem Zusammenhang allenfalls übertrieben, aber wohl kaum untertrieben.
Nachdem Christian von den Messerstichen zusammengebrochen war, wurde die Polizei gerufen und Nachbarn zur Hilfe geholt. Aber jede Hilfe kam zu spät, Christian verstarb noch in der Wohnung. Es werde geprüft, hieß es noch, ob Raphael aus Notwehr gehandelt habe. Von Notwehrexzess war sogar die Rede – man wollte sich gar nicht vorstellen, was damit wohl gemeint war. Halten wir also fest: Weil der eine den anderen gegen die Wand stößt, sieht der keinen anderen Weg aus der Situation als den anderen niederzustechen, und das sogar tödlich. Kein Hinweis auf einen Kampf, kein Hinweis darauf, dass Christian sich gegen die Messerstiche gewehrt hätte. Nur dass das Ganze mitten in der Woche am frühen Abend in der Küche der Wohnung eines Neunzehnjährigen Raphael in Essen stattfand.
Und man fragt sich, was wohl passiert sein muss, dass ein neunzehnjähriger, wildgewordener Junge einen fremden Gast, von dem er ja immerhin besucht werden wollte, und den er angesichts der Uhrzeit vermutlich gerade mal ein paar Stunden kannte, so schnell zu Tode sticht? Wahrscheinlich ist sogar, dass sie sich erst seit Minuten kannten, denn die Küche dürfte wohl zu den Orten gehören, an dem man sich eher zu Beginn eines solchen ersten Treffens von Chat-Bekanntschaften aufhält, als zu späterer Stunde.
Nun, mehr erfährt man nicht und es bleibt das Gefühl, dass alles irgendwie merkwürdig klingt.
Dank der wenigen aber hilfreichen Details der Pressemeldung kann man sich nun selbst auf die Suche machen und wird schnell fündig: Die Zahl schwuler Chatforen ist nicht so riesengroß, und wer mit der schwulen Internet-Szene auch nur ein wenig vertraut ist, der kennt die blaue schwule Internetwelt, der man wie üblich als Mitglied, bzw. User beitreten muss, um mit anderen Usern in Kontakt zu treten. Anders als bei vielen anderen Internet-Foren muss man hier aber nicht als Mitglied angemeldet sein, um nach Usern zu suchen und kann auch ihr User-Profil einsehen, in dem so mancher der hier gerade versammelten oder als User registrierten zuweilen erschreckend offenherzig, mancher gar mit weit geöffnetem Allerwertesten sein Innerstes und Persönlichstes preisgibt. Sofern der User dies nicht für Nicht-User, also den Rest der Internetwelt, gesperrt hat.
Keine fünf (5) Minuten brauchte es, bis das Profil von Raphael gefunden war. Das war zeitnah mit Hilfe der Suchfunktion des Forums möglich, und in dem man sich alle 19-jährigen User in Essen anzeigen ließ, die am Tag des Ereignisses zum letzten Mal online waren. Sollte es dieses Forum gewesen sein, musste er unter den schätzungsweise 50 neunzehnjährigen Usern sein. Üblicherweise trägt man dort einen Nick-Name, ein Pseudonym, das zumeist mehr oder weniger eindeutig Auskunft über den Gemütszustand, die sexuelle Präferenz oder Phantasie gibt. Aber manche User sind so redselig und offenherzig, dass sie auch ihren Namen nennen, nachdem sie im Profil ihre halbe Lebensgeschichte erzählt haben, offenbar in der Annahme, wer all das bis zum Ende gelesen hat, der verdiene es auch, das man persönlich wird und seinen Namen nennt. Der geneigte Beobachter weiß, dass dies vor allem junge naive Menschen tun – vielleicht ist ja auch Raphael darunter. Und man muss sich nur durch wenige Profile neunzehnjähriger Essener klicken, um auf das eines Jungen zu stoßen, dessen Nickname hier nicht genannt werden soll. Nur so viel: er zeugt von Macht- und Herrschaftsfantasien, die man nicht unbedingt bei einem neunzehnjährigen Vermuten würde, aber ohne die Tatsache, dass mit größter Wahrscheinlichkeit dieser Bursche, dessen Schwarzweißportrait-Foto großformatig von der Seite geladen werden kann, vor knapp 15 Stunden einen Chat-Partner erstochen hat, vielleicht als jugendliche Spinnerei abtun würde.
Es ist das einzige, in dem ein Vorname genannt wird und so zahlreich dürfte dieselbe Kombination von Name, Alter und Stadt nicht sein. Zivildienstleistender sei er, gibt er an. Und auch was sonst noch in diesem Profil zu lesen steht, möchte auf den ersten Blick als das phantasielose Gebrabbel eines jugendlichen Unentschlossenen erscheinen - vor besagtem Hintergrund wird es bemerkenswert. Er sei noch nicht lange in Essen, steht dort, und bezeichnet sich in seinem Profil selbst als bitchig, eigenwillig und zu einem gesunden Maße sogar als egozentrisch und bösartig. Die Angaben zu sexuellen Vorlieben lässt er nicht offen, sondern teilt sie dem geneigten Leser, ja der Öffentlichkeit (denn sein Profil ist auch für Nichtmitglieder sichtbar) durchaus bereitwillig mit und scheint sein Profil auch rege zu nutzen, wenn man dies aus der stattlichen Zahl von immerhin mehr als 11.400 (!) Besuchern seines Profils schließen kann.
Dieser Junge also, der von sich selbst sagt er sei nuttig, egozentrisch und bösartig, soll also nur in Notwehr gehandelt haben, als er einen 34-jährigen, in seine Wohnung eingeladenen Chatpartner in einem Exzess zu Tode stach? Fragezeichen?

Am folgenden Tag erscheinen weitere Pressemitteilungen, die staunen lassen. Der Junge ist wieder auf freiem Fuß. Man habe ihn ausführlich verhört, er habe glaubhaft vermittelt, in Notwehr gehandelt zu haben. Die Fragezeichen mehren sich, liest man auch den Rest der Mitteilungen und Artikel. Um Sexpraktiken sei es gegangen. Genauer gesagt darum, dass Christian sich nicht an die Vereinbarungen habe halten wollen. Und dass Raphael der sich bedrängt gefühlt hatte, sich nicht anders zu helfen wusste, als mit einem massiven Einsatz von Messern, so die Polizei, auf sein Gegenüber einzustechen, selbst als er schon tot war. Nicht nur, dass längst kein Angriff mehr erfolgte, von dem man auch jetzt noch nicht viel mehr sagt, als dass Raphael von dem älteren Mann bedrängt und gegen die Wand gestoßen worden war. Nicht nur, dass Christian bereits reglos am Boden gelegen hatte, als Raphael immer noch Messer in seinen Körper trieb. Er hatte bereits aufgehört zu leben, und immer noch hieb Raphael mit dem Messer auf ihn ein. Und das nennt man Notwehr? Und was muss man sich unter einem massiven Einsatz von Messern vorstellen?
Schmiss er die ersten fort, weil sie nicht scharf genug waren? Brach die Klinge ab? Ließ er sie stecken? Von einem wilden Kampf, in dem die Messer flogen, ist keine Rede. Wenn ich mich in so großer Not glaube, dass ich mich mit dem Messer verteidigen muss, lasse ich meine Waffen fallen? Vom massiven Einsatz der Messer eines Messerblocks ist die Rede – wie oft greift man in einer Notwehrsituation zum Messerblock? Eine Notwehr, die nicht zu widerlegen sei, so wird der zuständige Staatsanwalt keine 24 Stunden später zitiert. Dabei kannte man vermutlich nur die Sicht Raphaels, denn es ist kaum anzunehmen, dass man sich bereits ein umfassendes Bild desjenigen gemacht hatte, der dabei sein Leben gelassen hatte und nicht mehr für sich sprechen konnte. Oder hatte man schon die Angehörigen verhört, den Computer des Opfers durchgesehen, seine sonstigen Kontakte befragt, oder was auch immer dazu angetan ist, den Charakter eines Menschen zu erfassen, der einen bisher fremden Menschen in dessen Wohnung zwecks eines zuvor verabredeten Sextreffens besucht, und diesen noch in der Küche auf eine Weise bedrängt, die einen tödlichen Gegenangriff erklärt? Man hat den Eindruck, die Rollen von Opfer und Täter werden vertauscht – der Getötete wurde zum Täter erklärt, noch bevor die Aussage der Notwehr überhaupt hätte widerlegt werden können. Und der eigentliche Täter wird zum Opfer – und aus der Haft entlassen. Hoffentlich zumindest mit der Auflage, sich in psychiatrische Behandlung zu begeben – denn wer in Angstsituationen so reagiert, wird eines solche dringend benötigen.
Dank der nun vorliegenden Meldungen lässt sich auch das wahrscheinliche User-Profil Christians ausfindig machen. Die Informationen über Alter, Stadt, Login und ein paar Nachfragen im virtuellen Umfeld der vermutlichen Protagonisten führen schnell zu dem (wahrscheinlichen) Profil eines blonden 34-jährigen, harmlos wirkenden Handwerkertypen, dessen Profil nicht die geringsten Anzeichen von Aggression oder Gewaltbereitschaft aufweist, außer in einem zitierten, vermeintlichen Bild-Zeitungs-Artikel über einen Schwulen, der seinen Mann durch den Fleischwolf drehte.

All das stimmt nachdenklich: ein einmaliges Zustechen mit einem einzelnen Messer wäre als Überschreitung der Notwehr, die gesetzliche Definition des Notwehrexzesses, denkbar – bei einer so extremen Messerstecherei nur einer Person gegen einen unbewaffneten und dessen Leichnam fällt es schwer, an Notwehr zu glauben. Zudem der Tatort (Küche), die Tatzeit und die angenommen kurze Dauer des Besuchs.
Raphael scheint, kaum dass er aus der Haft entlassen worden war, die virtuelle Gemeinschaft aufgesucht zu haben. Sein Profil und diejenigen Profile, zu denen man sich durchklicken kann, sind eine reichhaltige Quelle. Die Vorstellung mutet sonderbar an: gestern noch hier mit einem gechattet, der sich so scheußlich benommen hatte, dass man ihn umbringen musste, nun wieder zuhause und schon wieder online. Mal eben noch Nachrichten abrufen, bevor die Küche gewischt wird? Oder den Freunden mitteilen, dass man womöglich auf unbestimmte Zeit verreisen muss? Aber vermutlich war es eher die eingesetzte Mordkommission, die sich als Raphael einloggte um sich ein Bild zu machen von denjenigen Personen, von denen der eine einen anderen umgebracht hat, weil er obwohl er ein so furchtsamer Mensch ist, sich mit einem fremden Mann (dass der 15 Jahre älter war mag vielleicht in der heterosexuellen Welt von Bedeutung zu sein, in der schwul-virtuellen Welt ist das eines der Suchkriterien von Jungs wie Raphael oder seinem Partner) in der eigenen Wohnung zum Sex verabredet hatte. Und von dem er sich so bedrängt gefühlt hatte.
So wie man hoffentlich auch das Profil Christians ansehen wird, um etwas über ihn zu erfahren – beispielsweise ob er auf die Einhaltung verabredeter Sex-Praktiken gedrängt hätte, und selbst bei einem Griff zum Messer nicht die Flucht vor einem offensichtlichen Irren ergreift. Und wie ein Irrer muss wohl sein, wer nicht einmal Hilfe ruft, die in einem Mehrfamilienhaus nicht weit sein kann, stattdessen aber sich im Exzess mit dem Messer verteidigt, auch als die vermeintliche Notwehrlage längst nicht mehr vorliegt.

Einen weiteren Tag später ist das Profil Raphaels nicht mehr auffindbar, auch das seines Freundes nicht mehr.

Auch von Christian wird man keine neuen Informationen mehr finden.
Das letzte ist seine Traueranzeige, die anhand der Pressemeldungen wiederum leicht zu finden ist...

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