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Thomas Plaßmann illustriert Buch des Generalvikars Pfeffer

13.03.2016 | 07:00 Uhr
Thomas Plaßmann illustriert Buch des Generalvikars Pfeffer
Generalvikar Klaus Pfeffer (links) stellt sein neues Buch „Hab' Mut zur Lockerheit! Vom Glück des Glaubens" vor. Der Karikaturist Thomas Plaßmann hat das Werk illustriert.Foto: Kerstin Kokoska

Essen.  Das Buch „Hab’ Mut zur Lockerheit!“ verbindet die biblischen Radiobeiträge des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer mit Karikaturen von Thomas Plaßmann.

Ein Flugzeug im freien Fall, die Spitze nach unten stürzt es aus dem Himmel in Richtung Erde. Links die Sprechblase: „Wer weiß, wozu es gut ist...“, rechts die Antwort: „Sein Vertrauen möchte ich haben.“ Ja, Gottes Wege sind unergründlich und so manches Schicksal ist als Christ schwer zu begreifen. In seinen Radiobeiträgen für „Kirche im WDR“ greift der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer Problematiken der Religion auf und versucht, den christlichen Glauben mit dem alltäglichen Leben zu verbinden. Seine Beiträge hat er nun in einem Buch zusammen gefasst: „Hab’ Mut zur Lockerheit. Vom Glück des Glaubens“ heißt es und ist gespickt mit Zeichnungen des Essener Karikaturisten Thomas Plaßmann , wie der der abstürzenden Maschine.

Über 35 Geschichten sind es geworden, geordnet nach sechs Themen, bebildert mit 19 Plaßmann-Zeichnungen. Die Idee, Pfeffers Sprechstücke zu bündeln und zu verschriftlichen, kam von dem Essener Verleger Gregor Meder, der Pfeffers Gedanken regelmäßig im Radio hört. „Eine Herzensangelegenheit“ sei dieses Projekt, denn Pfeffers Texte, die fand er schon immer „richtig gut“, sagt Buch-Experte Gregor Meder.

"Regt mich das an?"

Generalvikar Klaus Pfeffer, einst Volontär bei der Lokalzeitung in seiner Heimat Neuenrade, versucht, die Kirche auch den „Normalsterblichen“ näher zu bringen, wie er sagt. „Viele sortieren die Kirche in eine verstaubte Kiste und wissen gar nicht, dass man auch so lockere Texte schreiben kann.“

Die Sprache ist dabei natürlich eine andere als auf der Kanzel. Näher an der Alltagssprache bewegt sich Pfeffer im Radio und scheut sich dabei nicht, die wunden Punkte der Kirche offen zu legen. In seinem Beitrag „Berührt“ berichtet er über eine Frau, die ihn um Rat bittet, wo sie sonntags zur Kirche gehen kann. Die Gottesdienste seien „einfach nur langweilig: überall nur Wüste“. Plaßmann spitzt diesen Gedanken in seiner Karikatur zu: Ein Gottesdienst, wenige Besucher und einer davon mit der Gedankenblase an eine Wüste, die außer Sand und Steinen nur einen Kaktus und den Schädel eines toten Hörnertiers zeigt.

Plaßmann kannte einige Radiobeiträge von Pfeffer; als er die Texte vor sich hatte, war ihm schnell klar, dass er sich an dem Projekt beteiligen möchte: „Für mich steht immer die Frage im Mittelpunkt: Regt mich das an? Bei Klaus Pfeffers Worten tauchte sehr unmittelbar etwas in mir auf.“ Dem Generalvikar gefielen die Karikaturen sofort: „Ich hab’ mir gedacht: Ja, der hat’s verstanden.“

Linda Heinrichkeit

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Thomas Plaßmann illustriert Buch des Generalvikars Pfeffer
Thomas Plaßmann illustriert Buch des Generalvikars Pfeffer
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2016-03-13 07:00
Essen, Generalvikar, Thomas Plaßmann, Karikatur, Buch
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