Texttafel erinnert an die Eisenbahn-Geschichte in Rüttenscheid

Bei der Aufstellung des alten Formflügelsignals an der ehemaligen Grugabahntrasse vor der Orangerie hatte Rolf Fliß, Ratsherr der Grünen, vor geraumer Zeit zugesagt, sich um eine Texttafel zu kümmern, die die Geschichte der Eisenbahn auf dem heutigen Gruga-Radweg erläutert.

Mit Hilfe der Sparda-Bank West, die die Tafel finanzierte, der EABG, die schon das alte Signal vom Güterbahnhof Nord überarbeitet und aufgestellt hatte, sowie der Text- und Fotorecherchen von Rolf Fliß konnte nun die Erläuterungstafel in Edelstahl der Allgemeinheit übergeben werden.

So begann der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Heißen – Rüttenscheid – Steele Süd am 1. August 1872 und erlebte mit der Druckerei Girardet und den Zechen Ludwig und Langenbrahm eine große und auch wirtschaftliche Bedeutung.

Zechenschließungen

Bedingt durch die Zechenschließungen und die beginnende Motorisierung mit Pkw wurde erst 1865 der Personenverkehr und Mitte der 1990er-Jahre auch der Güterverkehr eingestellt. Letzte Bahnkunden waren unter anderem der Schrotthändler Ludwig in Rellinghausen, die Firma Rommenhöller Kohlensäure an der Sabinastraße sowie das Steag-Heizwerk an der Walpurgisstraße in Rüttenscheid.

Ratsherr Rolf Fliß setzt auf die weitere Entwicklung: „Auf dem Rommenhöller-Gleis wird hoffentlich bald von Grün und Gruga ein Radweg angelegt, um Bergerhausen mit dem Gruga-Radweg attraktiv und kreuzungsfrei zu verknüpfen.“

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