Taxifahrer klopft Fußmatte an Rettungswagen im Einsatz ab

Während die Feuerwehr Essen in einem Rettungswagen einer Patientin das Leben rettete, klopfte am Wagen ein Taxifahrer seine Fußmatten aus.
Während die Feuerwehr Essen in einem Rettungswagen einer Patientin das Leben rettete, klopfte am Wagen ein Taxifahrer seine Fußmatten aus.
Foto: Martin Möller
Was wir bereits wissen
Kaum zu glauben: Ein Essener Taxifahrer hat seine Fußmatten an einem Rettungswagen der Feuerwehr abgeklopft, um diese zu reinigen. Während der Mann die Matte abklopfte, kämpften darin ein Notarzt und ein Sanitäter um das Leben einer Patientin mit Atemnot.

Essen.. Die Situation ist so skurril, dass man darüber nur den Kopf schütteln kann: Ein Taxifahrer hat am vergangenen Donnerstag seine Fußmatten an einem Rettungswagen der Feuerwehr Essen ausgeschlagen. Das Brisante: Während der Mann seine Matten reinigte, kämpfen die Einsatzkräfte im Inneren des Wagens um das Leben einer Patientin.

Gegen 14 Uhr waren Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und Rettungswagen (RTW) unter dem Stichwort "Atemnot" in den Stadtteil Holsterhausen gerufen worden. Sofort war klar: Die Patientin brauchte eine notfallmedizinischen Versorgung. Im RTW wurde sie hinter geschlossenen Türen behandelt.

Plötzlich dumpfe Geräusche und leichte Erschütterungen

Dass der Rettungswagen im Einsatz war, konnte man von außen gut erkennen: Wie die Feuerwehr erklärte, war im Wageninneren das Licht ein-, die Warnblinkanlage draußen angeschaltet. "Auch für den absoluten Laien also deutlich erkennbar, dass hier gerade etwas im Gange ist und es sehr wahrscheinlich einen guten Grund für die Aktivitäten im Fahrzeug geben wird", teilte Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen mit.

Plötzlich nahmen die Einsatzkräfte dumpfe Geräusche und eine leichte Erschütterung wahr. Ein Feuerwehrmann stieg aus und sah einen Taxifahrer, der gerade die Fußmatten seines Taxis auf dem hinteren Trittbrett des RTW ausgeschlagen hatte.

"Auf freundliche Ansprache gab der Mann an, er habe viel Arbeit, die Matten seien jetzt aber richtig sauber, legte sie in sein Fahrzeug zurück und wartete, freundlich lächelnd, auf seinen nächsten Fahrgast", so Mike Filzen, Sprecher der Essener Feuerwehr. Der Patientin geht es übrigens wieder besser.