Taxi-Minijobber müssen zuerst gehen

Der Interessenverband für Mietwagen und Taxiunternehmen hat sich Ende vergangener Woche getroffen, um eine erste Bilanz zum Thema gesetzlicher Mindestlohn zu ziehen: „Einige Mehrwagenunternehmen haben Minijobber entlassen, die neben ihrem richtigen Job noch Taxi gefahren sind“, sagte Volker Lohmeier, Vorsitzender des Interessenverbandes für Mietwagen und Taxiunternehmen.

Weitere Kündigungen wollen die Unternehmer jedoch noch abwarten – mindestens bis Ende März. „Die Preiserhöhung gibt es erst seit acht Tagen und wir wollen jetzt erst einmal sehen, wie die Karneval-Tage laufen“, sagte Lohmeier. Bis jetzt bleiben 95 Prozent aller Fahrten bestehen. Einzig in der Nachtschicht wurde das Angebot etwas ausgedünnt. „Statt fünf Autos stellen die Unternehmer nur noch drei Wagen ab.“

Die meisten Kunden hätten bislang Verständnis für die Erhöhung der Preise gezeigt. Viele von ihnen hätten die Mindestlohn-Debatte verfolgt. „Nur wenige haben Unverständnis gegenüber unserer Preiserhöhung gezeigt, das hat uns positiv überrascht“, erklärte Volker Lohmeier.