Tausende „Graue Wölfe“ in der Gruga-Halle
20.11.2011 | 12:30 Uhr 2011-11-20T12:30:00+0100
Essen. Bei der Jahrestagung der „Grauen Wölfe“ am Samstag in der Gruga-Halle blieb die Lage ruhig. Zu spontanen Gegendemonstrationen kam es nicht. Stattdessen skandierten schon Kinder lautstark und schwenkten Fahnden. Mitglieder aus ganz Deutschland und sogar Frankreich und Holland reisten an.
Tausende Türken kamen am Samstag zur Tagung der vom Verfassungsschutz beobachteten „Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Deutschland“, besser bekannt als „Graue Wölfe“ in der Grugahalle zusammen. Sogar Busse aus Frankreich und Holland machten in Essen Halt.
Die Grauen Wölfe sind eine extrem nationalistische Partei in der Türkei, die es sich zum Ziel setzt, eine Großmacht der Turkvölker zu schaffen, die vom Balkan bis nach China reicht. In den 1970er Jahren war sie Regierungspartner in der Türkei. In dieser Zeit gab es Aktionen der Regierung gegen linke Oppositionelle. Zu ihren erklärten Feinden gehören die kurdischen Befreiungskämpfer, Juden, Christen, Armenier, Griechen, Kommunisten, der Vatikan und die USA. In entsprechenden Gruppierungen in Deutschland sieht der Verfassungsschutz ein Hindernis für die Integration der Türken.
Nach Angaben der Polizei blieb die Lage sehr ruhig. Gegen-Demonstrationen waren nicht angemeldet worden und auch ein spontaner Protest blieb aus. Lautstark skandierten die Mitglieder in türkischer Sprache und schwenkten Fahnden. Die Halle war für 6.500 Menschen gebucht worden. Es war bereits das dritte Mal, dass die umstrittene Gruppierung ihre Tagung in der Grugahalle abhalten durfte . Im Vorfeld hatten viele Politiker aus Essen die Genehmigung kritisiert. Oberbürgermeister Paß hatte am Freitag angekündigt, prüfen zu lassen, wie die Vermietung an rechtsextreme Gruppen in Zukunft vermieden werden kann.
Was bei dem Kongress tatsächlich besprochen wurde, bleibt wohl im Dunkeln - die Presse wurde der Halle verwiesen. Einer der Teilnehmer verglich die Veranstaltung mit dem „deutschen Karneval“. Es sei eine Art Folklore, bei der sich die Gruppe aus Deutschland mit Tanz und Gesang vorstellen. Zu den Feindbildern der von übersteigertem Nationalismus geprägten „Grauen Wölfe“ zählen Juden und Homosexuelle. Aus diesem Grund war auch der Verfassungsschutz am Samstag vor Ort.
16:42
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16:16
bin kein Ausländerfeind, aber die nationalistischen Töne und radikalen Gesinnungen, egal aus welcher Richtung, machen mir ernsthafte Sorgen.
14:32
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14:19
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14:17
eine Variante des Wattenscheider Gänsereitens zu sein bei der aus Tierschutzgründen statt Gänsen Menschen verwendet werden.
14:14
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14:03
die die Freiheit der anderen nicht respektieren.
Was treibt Menschen nur an anderen Menschen vorzuschreiben wie sie zu leben haben und welchem Götzen sie anbeten.
Das ist leider ein Phänomen das nicht nur auf Grau Wölfe zutrifft, sondern auch in abgemilderter Form viele Machtmenschen um treibt.
13:50
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Auch wenn es jetzt keine Straßendemos gab...
http://gruenerkv-essen.de/aktuelles/lesen/nachricht/gruene-graue-woelfe-raus-aus-der-grugahalle.html
http://gruenerkv-essen.de/fileadmin/user_upload/verbaende/kv_essen/polit-Themen/rechte-szene-etc/ParteiContraGraueWoelfe-Gruga-Resolution-11-2011.pdf
Übrigens waren die Seiten schnell zu finden! Also! Bevor man hier irgendwelche Unterstellungen aus der Hüfte geschossen verbreitet - erst mal gucken um schlauer zu werden!!!
13:39
Der Artikel könnte ein paar Details beinhalten. Es sollte doch für die Presse möglich sein, zumindest die öffentlichen Ausrufe zu beschreiben.
Auch sollte es bei 6500 Teilnehmern möglich sein, Inhalte der Veranstaltung zu erfahren.
Wie ist die Gruppe eigentlich rechtlich in Deutschland organisiert? Ist es bei politischen Massenveranstaltung nicht Pflicht, auch der Presse Zugang zu schaffen?
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13:39
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