Tariferhöhung der EVAG stößt auf Empörung

Am 15. Januar 1965.  veröffentlichte die WAZ folgenden Bericht: „Die neuen EVAG- Tarife haben in der Bevölkerung lebhafte Kritik ausgelöst. Besonders die teilweise krassen Erhöhungen der Wochen- und Schülerkarten sind mit Widerspruch und sogar Empörung aufgenommen worden“. Die Benutzer dieser Karten gehörten, was auch von der EVAG eingestanden wird, zu den treuesten Kunden der Straßenbahn. Andererseits würden diese Karten als „Sozialtarife“ und damit als eine finanzielle Belastung des öffentlichen Verkehrsmittels gelten. Ein Vater aus Haarzopf beklagte, dass er die erneute Verteuerung um fast ein Drittel belastender empfinde, als noch zwei Jahre zuvor, als die Schülerkarte ebenfalls verteuert wurde. Er schrieb: „Die tägliche Fahrt meiner beiden Söhne zur Schule in der Stadtmitte kostet mich demnächst im Monat rund 36 DM, das sind 9 DM mehr als bisher.“

Auch von denjenigen Eltern, deren Kinder einen relativ kurzen Weg zur höheren Schule haben, wird die Verteuerung der Karte für zwei Teilstrecken um mehr als die Hälfte auf 3,10 DM als überhöht empfunden.