Mittendrinn im Rüttenscheider Nachtleben
01.09.2011 | 12:00 Uhr 2011-09-01T12:00:00+0200
Essen.Eine Kneipe zwischen Alm und Eule eröffnen? Wurde Gastwirt Stefan Romberg anfangs belächelt, hat sich das Mittendrinn mittlerweile fest in der Rüttenscheider Gastronomie etabliert. Das ist nicht nur dem doppelten „n“ zu verdanken.
Er sagt von sich selbst, er sei „Rüttenscheider, nicht Essener“: Als Gastwirt Stefan Romberg vor vier Jahren das Mittendrinn an der Klarastraße eröffnete, belächelte ihn sogar der für seine Offenheit bekannte Kneipen-Dino Hannes Schmitz . Zwischen Institutionen wie der Eule und der Alm eine neue Kneipe aus der Taufe zu heben, hielten viele für eine Schnapsidee. „Sie können ihren Namen ja nicht mal richtig schreiben“, raunzte ihn damals eine ältere Dame an. Dabei war und ist das doppelte „n“ Absicht. Daran stört sich heute keiner mehr: Nicht nur der gebürtige Hagener Romberg hat sich in Rüttenscheid integriert. Auch sein „Kneiporant“ ist tatsächlich in der Mitte angekommen.
Nachdem er von 2004 bis 2007 den Löwen in der Essener Innenstadt führte, wurde es Zeit für etwas Neues. Eine Kombination aus Restaurant und Kneipe für alle Generationen war das ehrgeizige Ziel des damals 28-Jährigen. „Ich wollte keine versnobte Bar. Die Einrichtung ist schlicht aber zum Wohlfühlen, die Küche mit Gerichten wie Schnitzel, Flammkuchen und Currywurst sehr bodenständig“, erklärt Romberg sein Konzept. Außergewöhnlich ist hingegen die Whisky-Karte: 40 Sorten, größtenteis aus Schottland, hat das Mittendrinn im Programm. „Das hat sich aber eher aus meinem persönlichen Hobby heraus entwickelt“, sagt er.
Von der Wirtschaft in die Wirtschaft
Über einen Getränkelieferanten erfuhr er von der leerstehenden Immobilie in Rüttenscheid. Mehr als 20 Jahre war dort ein griechisches Restaurant zuhause, dessen Überreste erst einmal entfernt werden mussten. Verspielter Stuck und veraltete Bausubstanz brachten Romberg und seine Helfer ziemlich ins Schwitzen. Mit einem gelungenen Einstand ebnete er sich dann wohl den Weg ins Nachtleben, wie er sich erinnert: „Ich habe freitags den Mietvertrag unterschrieben. Am darauf folgenden Rosenmontag haben wir die erste Party mitten in der Bauruine gefeiert.“
Dabei ist Romberg ein klassischer Quereinsteiger. Nach Lehre zum Bürokaufmann und BWL-Studium merkte er schnell, dass es ihn eher „von der Wirtschaft in die Wirtschaft“ zieht. Diese Entscheidung wurde von seinen Stammgästen in diesem Jahr mit dem „Rü-Award“ für die beste Kneipe quittiert, der Königsklasse des Rüttenscheider Gastronomiepreises.
„Rüttenscheid nicht in Entwicklung stoppen“
Um Gäste anzulocken, setzt der 32-Jährige auch auf außergewöhnliche Aktionen: Seit drei Jahren hat sich der Sonntagsbrunch etabliert, bei dem jeder zahlen kann, was er möchte. Am 3. September steht eine Poolparty mit Kinderplanschbecken ins Haus, im Januar soll - gern bei Schnee - angegrillt werden. „Man muss sich eben immer etwas einfallen lassen“, sagt Romberg. Dabei ist er nicht nur hinterm Tresen, sondern auch im Internet ein fleißiger Netzwerker.
Als Bezirksbürgermeister Roy den ersten Vorstoß wagte, die Außengastronomie zu beschränken und im Christinenpark zu vereinheitlichen , machte Romberg bei Facebook mobil. Mehr als 2000 Menschen haben sich seiner Gruppe „Pro Außengastronomie Rüttenscheid“ mittlerweile angeschlossen. „Ich tue das für den Stadtteil, der immer weiter wächst und darin nicht beschränkt werden sollte. Den Kuchen teilen wir Gastronomen untereinander auf. Aber wir haben natürlich alle Interesse daran, dass dieser Kuchen größer wird“, sagt Stefan Romberg.
00:21
Mittendrinn mach ich manchmal einen dicken -na wat wohl- hin.
23:30
Rüttenscheid ,, ja super, wenn nicht diese ekelhafte Stauder-Plörre wäre.
Biertest.de
00:53
...die wahrheit wird euch frei machen! und - wer sich selbst nichts gönnt (außer ner geleasten karre von b..) wem kann der freund sein??
00:49
bäähh!!!!! die wahrheit wird euch frei machen! wer sich selbst nichts gönnt (außer ner geleasten karre) wem kann der freund sein??
16:40
#3 essenkenner
Ja die ersten Jahre des Löwen waren nicht besonders, die Qualität der Speisen ließ Wünsche offen. Jetzt ist es zwar immer noch kein Bürgerliches Lokal, aber den Anspruch hat man dort auch nicht. Dafür schmeckt das Essen aber jetzt und man fühlt sich gut aufgehoben.
#2 stauderpils
Der Rüttenscheider #1 angelhairkater verkennt die Situation Rüttenscheids innerhalb der Stadt Essen, denn Rüttenscheid ist zur zweiten Mitte Essens avanciert und gehört nicht mehr den Rüttenscheidern alleine.
Diese Erfolgsgeschichte dürfte sicherlich viele Rüttenscheider stolz machen, sie bringt aber auch den Fokus und Menschen ins Viertel. Rüttenscheid ist das Feier- und Flanierviertel, ist Verwaltungs- und Einkaufsstadt von Essen. Wer z.B. letztes We abends auf der Rü rund um das Giradet unterwegs war, der konnte feststellen, dass Essen endlich auch ein Nachtleben hat, welches nicht nur in den Clubs oder Kneipen, sondern auch auf der Straße stattfindet, wenn auch nicht bis in die Morgenstunden. Und das findet glücklicher Weise nicht auf Pommesbudenniveau statt und hat Stil.
Die Entwicklung und der ganze Trubel in Rüttenscheid tun der gesamten Stadt gut und bringen ein Stück mehr Lebensqualität nach Essen. Die Wichtigkeit des Viertels sieht man auch daran, dass immer neue Konzepte der Gastronomen zu erst hier getestet werden. Ich denke, dass trotz aller Lobeshymnen noch Potenzial nach oben ist und ich hoffe, dass sich noch weitere tolle Kneipen, Bars, Restaurants oder Clubs hier nieder lassen.
09:50
wenn ich da lese ich bin rüttenscheider, nicht essener! (gesagt von einem hagener) wird mir schon schlecht! die waz sollte sich mal für die vorgeschichte interessieren (der löwe am kopstadtplatz) den der saubermann einmal führte!
22:42
Der Mehrwert für Rüttenscheid besteht mit Sicherheit aus dem vielfältigem Angebot an Kneipen, Restaurants und Geschäften. Gemütlicher als die Innenstadt - Stilvoller als die Kö :-). Ein Szeneviertel. Wenn man betrachtet wieviele Jobs in Rüttenscheid durch die Gastronomie geschaffen werden ist das schon aller Ehren wert. Auch Vermieter von Wohnungen freuen sich über steigende Mieteinnahmen. Das Kneipenviertel ist in Rüttenscheid zu einer wirtschaftlichen Institution geworden. Hier werden Geschichten geschrieben...Jeden Tag. @angelhairkater Eine Meinung die gegen mindestens 2000 steht.
07:53
Mein Gott, schon wieder so ein Artikel über einen, der zu Lasten der in Rüttenscheid wohnenden Bewohner meint Geschäfte machen zu müssen. Die Presse muss sich fragen lassen, warum sie eigentlich weder vernünftig recherchiert noch ausgewogen berichtet.
Na, wie ist es denn ausgegangen im Christinenpark?? Es wird vereinheitlicht und die unberechtigt genutzten Fläche werden zurück geführt. Weitere Ausweitungen der Gastronomie wird es dort nicht geben.
Welch arrogante Aussage Den Kuchen teilen wir Gastronomen untereinander auf. Es wird Zeit, dass die Gebühren drastisch steigen und die öffentlichen Kosten zu 100% auf die gastronomischen Verursacher umgelegt werden.
Diese Gastronomen ruinieren langfristig Rüttenscheid. Wen interessieren denn nur 2.000 Leute, bei einem privaten Datensammler?
Alles soll und muss mit Augenmaß passieren. Leider ist das in den letzten Jahren verloren gegangen.
Hoffentlich bleibt die Politik bei ihrer Haltung!