Homosexuelle Vielfalt auf dem Kennedyplatz
04.08.2010 | 11:59 Uhr 2010-08-04T11:59:00+0200
Essen.Unter dem Motto „Pott voller Vielfalt“ feiern Schwule und Lesben am Samstag auf dem Kennedyplatz in Essen den Christopher Street Day. Dabei soll es politischer werden - im September treffen sich die Homosexuellen mit Ruhrbischof Overbeck.
Einen „Pott voller Vielfalt“ wollen Aidshilfe, das Forum Essener Lesben und Schwule (FELS) sowie der Verein „Essen Andersrum“ am Samstag auf dem Kennedyplatz anrichten. Der „Christopher Street Day“ (CSD) Ruhr ist die größte einschlägige Party des Ruhrgebiets.
Zu den Höhepunkten des Programms gehört neben einem Unterhaltungsprogramm auf zwei Bühnen von 12 bis 22 Uhr ein öffentlicher Polit-Talk. Dort werden sich Politiker zum Beispiel mit der Förderung eines lesbisch-schwulen Jugendzentrums in Essen beschäftigen.
„Der Christopher-Street-Day ist zwar bunt und knallig, aber wir wollen daran erinnern, dass wir vor allen Dingen aus politischen Motiven auf die Straße gehen“, erklärt der Vorsitzende des Homosexuellenvereins „Essen Andersrum“, Dietrich Dettmann. Deshalb erhält auch Stadtdirektor Christian Hülsmann den „Akzeptanzpreis“ des Vereins, weil er sich für die Fortschreibung des städtischen Handlungsprogramms eingesetzt hat. Zweiter Preisträger ist FELS-Mitbegründer Wolfgang Berude.
Gedenken an die Opfer der Loveparade
Neben dem Programm auf der Hauptbühne findet im Rahmen der „Regenbogen-Party“ auch das „Kino-Special“ in der Lichtburg statt. Hier werden drei Filme ausgestrahlt, die sich mit den Problemen von homosexuellen Männern und Frauen in der heutigen Gesellschaft befassen.
„Es ist ein bisschen politischer geworden“, sagt Dettmann über den Ruhr-CSD. Auch durch Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck. Dieser hatte sich im Frühjahr in der Talkshow „Anne Will“ zum Thema Homosexualität geäußert und diese als „widernatürlich“ bezeichnet. Die Essener Schwulen und Lesben haben sich mit dem Bischof nach verschiedenen Protestaktionen zu einer Aussprache am im September verabredet. „Wir erhoffen uns von dem Treffen eine sachliche Diskussion“, sagt Klaus-Peter Hackbarth von der Aids-Hilfe Essen. FELS-Sprecher Horst Schmitz geht weiter: „Wir erwarten eine Entschuldigung.“ Wie immer wird beim CSD der Aids-Opfer gedacht. Und diesmal auch den Opfern der Loveparade.
Samstag, 7. August, 12 bis 22 Uhr, Kennedyplatz. 15.45 Uhr Podiumsdiskussion, 17.30 Uhr Verleihung des Akzeptanzpreises. Ab 22.30 Uhr Party im „Naked“ an der Rottstraße.
14:52
Der diesjährige CSD war wieder ein gelungenes Fest.
Man kann sich dort als Heteromensch auch immer wohl fühlen, denn man wird in die Gemeinschaft aufgenommen.
Das ist toll!!!!!!
14:50
Ich bin über die Aussage von unserem Bischof
Overbeck empört.
Wie kann er über homosexualität richten. Denke, er hat nicht das Recht über irgendeine Art der Sexualität zu richten und es als Sünde zu bezeichnen.
Das in der heutigen Zeit, er ist wohl fehl am Platze!
Man sollte ihn abwählen.
14:28
verlogen..verlogen:Katholiken,Bibel,Nächsten lieben,
mit euch ist kein blumentopf zu gewinnen.
22:34
Oje,Oje
20:04
Steht doch in der Bibel, wir sollen unseren Nächsten lieben, wie wir uns selber lieben.
17:25
Katholiken sollten aber besser weggucken. :-)
17:04
ich freu mich drauf.
16:05
@2 von Das muss doch mal gesagt werden. , wenn man so denkt, dann darf kein Fest mehr stattfinden.
Wieviele Aids Opfer gibt es pro Jahr?
Wieviele sind im 1.u.2.Weltkrieg umgekommen.
Wieviele tötliche Unfälle, im Strassenverkehr, Arbeit, usw.?
Wieviele Tote überhaupt und das täglich?
Solidarität ist gut, aber bitte in Maßen.
Alles andere ist reine Heuchelei!
Ich bin immer noch tiefbetroffen von den Opfern der Loveparade, aber irgendwann muß das Leben wieder anfangen!
16:00
Ich denke, #2 will diese widernatürliche (Ironie!) Veranstaltung einfach nicht in der Stadt haben und hat versucht das irgendwie zu begründen.
Sollen die Männer und Frauen am Samstag doch ihren Spass haben. Wir leben im Herzen Europas des Jahres 2010, nicht im Mittelalter oder 1940.
Wie sagten nicht noch so viele Artikel? Homophobie ist ein Zeichen von eigener, (unterschwellig) latent vorhander Homosexualität? ^^
Nicht zu ernst nehmen, den Samstag kommen lassen und gut ist.
15:04
@ 2:
genau alles absagen, zu Hause bitte auch nicht mehr lachen (aus Solidarität), keine Komödie im Fernsehen oder Kino anschauen, Fußball sollte dieses Jahr auch gestrichen werden
Spüren manche Leute eigentlich noch was?