Frohnhausens einzige Szenekneipe - das „Anyway“
29.04.2010 | 15:05 Uhr 2010-04-29T15:05:00+0200
Essen.Von Frohnhausern, für Frohnhauser: das „Anyway“ ist für viele Kunden ein zweites Wohnzimmer. „Wir wollten etwas mit Stil und Seele, etwas Eigenes und sehr Spezielles“, sagt Miteigentümer Wolfgang Supp . Rock’n’Roll, gern etwas lauter und härter, kombiniert mit Kunst, das sind die Eckpfeiler der Kneipe.
Es gibt eine Kneipe, die sollte man erfinden - wenn sie nicht schon erfunden wäre, dank Kerstin Supp, ihrem Bruder Wolfgang Supp und Annette Schelinski. Die fragten sich 1995, warum all die schönen Szenekneipen irgendwo, aber nicht in Frohnhausen zu finden seien. „Wir waren und sind Kneipenfans, wollten so etwas auch hier bei uns haben. Fußläufig. Warum müssen wir immer Taxi fahren?“, erinnert sich Annette Schelinski, Frohnhauserin und „nie weg gewesen“. Und so eröffnete das Trio das „Anyway“ an der Berliner Straße 82 Frohnhausens wohl erste und einzige Szenekneipe.
Genau die hatten die drei vermisst, und mit ihnen sicherlich auch „haufenweise junges Volk, das hier in Frohnhausen nicht zuletzt wegen des günstigen Wohnraums lebt“, so Annette Schelinski. Wohnortnah sollte die Kneipe sein, und „das vermitteln, was wir selbst leben“, erinnert sich Wolfgang Supp an die Motivation. „Wir wollten etwas mit Stil und Seele, etwas Eigenes und sehr Spezielles.“
„Anfangs haben wir rund um die Uhr alles selbst gemacht“
Rock’n’Roll, gern etwas lauter und härter, kombiniert mit Kunst, bunt und lebendig, das sind inhaltlich die Eckpfeiler der Kneipe, mitten im Wohngebiet. „Früher gab’s schon mal Stress mit den Nachbarn, aber auch wir sind im Laufe der letzten 15 Jahre etwas leiser geworden“, lacht Wolfgang Supp. Als das Team um Geschäftsführerin Kerstin Supp den Laden übernahm, stellte es innerhalb von vier Wochen erst einmal alles auf den Kopf, strich die Wände farbig, riss die alte Theke raus, drapierte liebevoll Accessoires der besonderen Art in den beiden Räumen.
„Anfangs haben wir rund um die Uhr alles selbst gemacht. Aber dann kam der Punkt, an dem wir uns entscheiden mussten, entweder irgendwann umzufallen oder doch jemanden einzustellen“, sagt Annette Schelinski. Aber das sollte jemand sein, der zum Laden passt. „Was nützt uns jemand, der zig Gläser auf dem Tablett balancieren kann, aber keine Wärme ausstrahlt. Kalt geht gar nicht im ,Anyway’.“ Inzwischen gibt es zwei Angestellte, die passen, auch zu denen, die sich Abend für Abend dort treffen, Menschen, die trinken und Kleinigkeiten essen, die kniffeln, Backgammon oder Billard spielen.
Alle zwei Monate eine neue Ausstellung
Für Kulturfans oder solche, die es vielleicht gerade hier werden wollen, gibt es seit jeher alle zwei Monate eine neue Ausstellung, bei der Künstler ihre Bilder, Fotos oder auch Comics kostenlos dem Publikum präsentieren können. „Das ist inzwischen eigentlich ein Selbstläufer“, sagt Kerstin Supp. Manchmal hängen die Künstler ihre Werke fast unbemerkt auf, manchmal gibt es eine Vernissage mit Musik, Video-Performance oder Lesung.
Live-Musik ist ansonsten rar im „Anyway“. „Hier kann man kein Schlagzeug spielen, schon wegen der Nachbarn, aber unser Ding ist halt Rock’n’Roll“, beschreibt Wolfgang Supp das Dilemma.
Ein großer Fernseher im Theken- und eine Leinwand im Hinterzimmer sorgen für Gemeinschaftserlebnisse der besonderen Art. Sonntags kommen die Gäste zum Tatort-Gucken - „wenn denn einer läuft, sonst geht auch Polizeiruf oder so“, erklärt Annette Schelinski. Fußball läuft so nebenbei und ohne Ton, es sei denn, es ist WM . . .
Das auffallend breite Altersspektrum der Gäste sei durchaus von Vorteil. „Wenn die Jungen nicht nachwachsen würden, wären wir schon ausgestorben. Den ganz Jungen muss man halt schon mal erklären, wie man sich in der Kneipe verhält, aber das klappt schon“, schmunzelt Annette Schelinski. „Die Gäste passen irgendwie aufeinander auf. Und sogar solche, die anderswo stressig sind, sind hier offenbar so vom Geist des ,Anyway’ gepackt, dass es keine Probleme gibt“, weiß Kerstin Supp aus Erfahrung.
15:25
Letztens hab ich mich da richtig volllaufen lassen. War geil! Freu mich schon aufs nächste Mal.
17:55
Lieber ne dunkle Kneipe als nen hellen Arbeitsplatz. Günstig, auch mal wechselnde Biersorten, perfekt für einen gemütlichen & lustigen Abend unter Freunden. Leckere Salattteller mit allet. Und das Portemonnaie leidet auch nicht allzusehr unter einem Besuch. Das Anyway gefällt mir echt gut. Weiter so!
13:11
die kneipe ist top. ich bin da stammgast und gehe schon gut 12/13 jahre hin. in frohnhausen gibt es leider nichts mehr wo es sich lohnt hinzugehen. für einen außengastrobereich dürfte kein platz da sein. :-)
und um über szenekneipen in frohnhausen zu reden. das röger´s bis november 2008 war auch sehr beliebt. klein, aber fein. :-)
die geburtstagsfeier im anyway findet in der regel ende august/anfang september jeden jahres statt.
10:37
Leider fehlt dem Anyway ein Außengastrobereich. Es wäre das Sahnehäubchen für die Gäste. Vielleicht läßt sich da noch was machen, wäre geil.
08:26
Und nicht zu vergessen: Als Szeneladen gab es auch mal das ICH und das MUCKY PUB, beide aber schon lange Geschichte ...
08:24
Die Kneipe unter dem Namen Anyway gibt es allerdings schon seit Anfang/Mitte der 80er. Davor war dort eine Bürgerkneipe namens Dicken am Dom
15:02
Wat is mit dem Anyway sein spektakulären Geburtstagsfeier dies Jahr? Gibbet da schon einen Terminal? Bitte Bekannt machen!
08:14
Kann mich nur anschließen. Super Kneipe, die Atmosphäre gemütlich-authentisch und locker. Und die nette Bedienung vergisst Sonderwünsche schon nach einem Mal nie wieder. Musik natürlich ebenfalls top. Bin gern bei euch!
08:50
Das Essen im Anyway kann ich sehr empfehlen. Es schmeckt sehr gut.
10:24
Danke Anyway! Geile Kneipe mit guter Musik und nettem Personal. Von dieser Art Lokalität müsste es in Frohnhausen mehr geben. Denn wer hat schon immer so viel Bock ach du liebe Zeit nach Rüttenscheid zu gurken? Eine Lücke hat zum Beispiel das Haferkamp hinterlassen.