Feiern zwischen Grabsteinen und Totenschädeln
29.10.2010 | 16:49 Uhr 2010-10-29T16:49:00+0200
Essen.Grauenvolle Gestalten, Fratzen ziehende Kürbisse und leibhaftige Untote: Der Halloween-Brauch aus den USA schwappt nicht nur auf deutsche Straßen, sondern auch in die Clubs. Dort kommt man kaum um schaurig-schöne Partys herum.
Die wohl finsterste Nacht wird ab 22 Uhr mit einer wilden Mischung aus Alternativ, Crossover, New Rock, Indie, Glam Rock, 70er-Punk und Ska im Turock gefeiert. Wer sich gruselig verkleidet, muss keinen Mindestverzehr bezahlen. Außerdem bieten die Barkeeper „blutige“ Cocktails an, um den Durst der Zombies und Vampire zu stillen.
Höllisch laut wird es nur wenige Meter weiter im Cafe Nord: Die Rockabilly-Bands Burma Shave und Creeping Haze spielen dort feinsten Rock’n’Roll, ehe DJ Rockin’ Ace auf die Tanzfläche bittet. Beginn des Live-Konzerts mit anschließender Halloween-Party ist um 20 Uhr
Auch die Zeche Carl verwandelt sich am Samstag in ein Geisterschloss: Stilecht dekoriert mit Särgen, Spinnenweben, Grabsteinen und Totenschädeln beginnt dort um 23 Uhr die „Scary Night“. Partygäste im Halloween-Kostüm sparen sich den Eintritt, alle „Normalos“ zahlen bis Mitternacht sieben, danach neun Euro Eintritt. Zu der Mega-Party werden alle Hallen geöffnet, DJ Reloaded aus Köln hat House und Progressive im Gepäck, auf der zweiten Tanzfläche versorgt DJ Marquez aus Bochum die Horror-Gesellschaft mit Mainstream, Charts und Pop.
Feier-Hölle im Essence
Ein etwas anderes, weil kein typisches Halloween wird im Essence (ab 22 Uhr) inszeniert. PlastikFunktastik & Muschi Beatz gehen für diese Nacht eine Kooperation ein – das kann nur die (Feier-)Hölle bedeuten. Und ein klasse Line up: Soulavengerz, Richard Grey, Lisa Kensington, Plastik Funk, Sven Kaufmann, Toby Montana, Sebastian Phillip und Moe.
Unheimlich vielseitiger Besuch hat sich im Hotel Shanghai angekündigt: Dort ist am Sonntag DJ Riton aus Newcastle zu Gast. Für ein exklusives Set im Shanghai unterbricht er sogar seine Carte Blanche Festival- und Rave-Hallen-Tour. Beginn ist um 23 Uhr.
Zu einer Helden Nacht spezial öffnet die Heldenbar am Sonntag die Tore. Mit dabei sind DJ Segeroth und Culturevulture, die „All Hallows’ Even“ zu einem Abend ohne musikalische Grenzen auserkoren haben. Etwas geruhsamer geht’s im Bahnhof Süd zu, wo die Band „Milchkaffe Blau“ mit melodischem Jazzpop und mehrstimmigem Gesang Melodien Flügel verleiht. Beginn ist um 20 Uhr.
18:03
Huch, das sind ja gruselige historische Erkenntnisse. Odin und Frigg als Hilfsbremser auf der germanischen Halloween-Geisterbahn ...? Da muss erst mal einer drauf kommen. Puuuuh.
11:23
Nun - es muss nichts eingeführt werden, was schon seit Jahrtausenden Bestand hat in good old Germany.
Bevor die katholische Kirche auf germanischem Boden Fuß fassen konnte waren dieser und andere Bräuche an der Tagesordnung.
Interessant dazu der Reformationstag: was Luther bewirkte, war in gewissem Sinne auch eine Teufelsaustreibung. Die bösen Geister der allmächtigen Kirche wurden (ein wenig) vertrieben. Gut, hm?
18:31
Peinlicher Kulturanalphabethismus!!!
Der durch den amerikanisierten Kommerzialisierungwolf gedrehte und bis zur Unkenntlichkeit entstellte Reimport irischer Gebräuch zum ursprünglich christlichen All hallows eve (Allerheiligen), hat hier überhaupt keine kulturelle Tradition und empfinde ich einfach nur als panne.
Wer solchen Unfug hier einfühen will (teils schon in Kindergärten), sollte seinem Kürbis mal mit etwas Kultur- und Geschichtsbewusstsein anreichern.
Amerikanische B-Serien auf RTL2 reichen dafür allerdings nicht aus...
18:30
Krank im Hirn, aber wenn der Grabstein wirklichkeit wird, wird den Idioten einiges klar werden
13:34
Feiern zwischen Grabsteinen und Totenschädeln
Einfach nur Krank