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Essener Band Emma Heartbeat für New Music Award nominiert

24.06.2012 | 10:00 Uhr
Essener Band Emma Heartbeat für New Music Award nominiert
Emma Heartbeat in Aktion - die Essener Band hat seit ihrer Gründung 2008 in unzähligen Clubs im In- und Ausland gespielt.

Essen.  Die Essener Band Emma Heartbeat ist für den New Music Award nominiert, den die ARD-Jugendradioprogramme jährlich an Nachwuchsbands verleihen. Der Preis ermöglichte u.a. Kraftklub den Aufstieg. Emma Heartbeat sind vor allem in den USA und England erfolgreich.

Wo treffen sich zwei talentierte Musiker? Beim BWL-Studium wohl kaum, könnte man meinen. Bei Emma Heartbeat ist das anders - so wie bei der Essener Band ohnehin keine Schublade passt, in die man sie hübsch säuberlich einsortieren und in seinem Musikgedächtnis abspeichern könnte.

Emma und Nils lernen sich an der Uni Duisburg Essen kennen. Während einige ihrer Kommilitonen von Bilanzen, Controlling und Abschreibungen träumen, haben die beiden nur Musik im Kopf. Emma kommt aus einer musikalischen Familie, lernt mit sieben Klavier und nimmt Gesangsunterricht, seitdem sie 14 Jahre ist. Nils steht schon im zarten Alter von sechs Jahren am Schlagzeug. „Das hat sofort gepasst. Wir haben schnell begonnen, Texte zu schreiben, Beats und elektronische­ Einflüsse gemixt, rumprobiert eben“, erinnert sich Emma.

„Ein Fan in den USA hat seine Katze nach mir benannt“

Abstimmung zum New Music Award

1Live und acht weitere junge ARD-Radioprogramme verleihen am 9. September den New Music Award. Zum Vorentscheid in NRW sind neun Bands angetreten.

Abstimmen kann man noch bis Montag, 26. Juni, auf 1Live.de. Die drei Bands mit den meisten Stimmen treten am 28. Juni gegeneinander an, um ihr Ticket nach Berlin zu lösen. In der Jury sitzt u.a. H-Blockx-Gründer Henning Wehland.

Die Gelegenheit ist günstig: Die Internet-Plattform MySpace, auf der sich Bands präsentieren können, erlebt um 2007 ihren Boom. Auch Emma und Nils werden so entdeckt. Ein DJ aus Frankreich nimmt 2008 Kontakt zu ihnen auf, dann geht alles ganz schnell. Zum Duo kommt Feliks hinzu. Auch er spielt Schlagzeug und verleiht der Musik, die Emma als Elektro-Rap und Nils als urbane Popmusik bezeichnet, den finalen Beat.

Zahlreiche Clubauftritte im In- und Ausland folgen. Vor allem in den USA und in England haben Emma Heartbeat eine treue Fangemeinde, die sich im Gegensatz zu manch deutschen Kritikern übrigens nicht über den „German Accent“ beklagt sondern ihn liebt. „Ein Fan in den USA hat seine Katze nach mir benannt. Das ist schon verrückt“, sagt Emma. Bisheriger Höhepunkte waren ihre USA-Tourneen und ein Auftritt beim South by Southwest Festival in Austin im März. Das Musikfestival gilt als eine der größten Nachwuchsbühnen der Welt, die geballte amerikanische Musikindustrie ist dort versammelt.

Ihr abgeschlossenes BWL-Studium kommt ihnen schließlich auch zu Gute - schließlich wissen sie, wie man sich vermarktet. Schon früh gründen Emma Heartbeat ihr eigenes Label. Kai vom Hotel Shanghai ist begeistert von dem Trio, bucht sie für mehrere Clubnächte und das „Never, Never, Neverland “-Festival. Auch 1Live wird früh auf sie aufmerksam.

Als DJ-Legende Klaus Fliehe 2008 einen Mix von ihnen spielt, ist Nils überwältigt: „Mein großes Vorbild spielt unsere Musik. Mehr wollte ich nie erreichen“, sagt der 28-Jährige und lacht. Gut möglich aber, dass das noch längst nicht alles war: Vor zwei Wochen kam der Anruf vom Radiosender, dass Emma Heartbeat für den New Music Award nominiert sind.

Den vergeben die jungen ARD-Radioprogramme jährlich an die beste deutsche Nachwuchsbands. Kraftklub etwa, die mit „Ich will nicht nach Berlin“ bekannt wurden, gelang so der Durchbruch. Erstmal müssen es die Essener nach Berlin ins Finale schaffen - gleichzeitig hätten sie dann einen Platz bei Bochum Total sicher.

Jennifer Schumacher

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2012-06-24 10:00
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