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BMX-Fans weihen ihre Anlage im Kreativdorf ein

24.10.2011 | 10:23 Uhr
BMX-Fans weihen ihre Anlage im Kreativdorf ein
Die neue Außenanlage eröffneten die Mitglieder und Freunde des Vereins „Kreativ Wheels“. Im Bild: Alex Stinshoff. Fotos: Dennis Straßmeier

Essen-Kray.Der Verein „Kreativ Wheels“ hat im Kreativdorf in Kray in Eigenregie neue Trainingsmöglichkeiten für die BMX-Gemeinschaft und Skater geschaffen. Drei Monate bauten sie die Anlage in Eigenregie - ohne Fördergelder. Nun werden Sponsoren gesucht.

Die Rampe rauf, in der Luft wenden, Luftakrobatik, auf der anderen Seite wieder herunter – und das alles mit einer Leichtigkeit, als gäbe es die Schwerkraft nicht. Die Zuschauer neben den Rampen halten zwischenzeitlich schon mal den Atem an, applaudieren begeistert für gelungene Tricks. Die neue Skateranlage des Vereins „Kreativ Wheels“ im Kreativdorf Kray bietet der eingeschworenen BMX-Gemeinschaft endlich wieder die Möglichkeit zum ausgiebigen Trainieren auf passenden Rampen, die sie selbst aufgebaut haben. Zur Eröffnung sind ehemals und noch immer erfolgreiche BMX-Fahrer aus ganz Deutschland angereist.

„Die BMXler wollen ihre Sachen mitgestalten und keine Hochglanzsachen“, sagt Marcel Bauch, der mit Pablo Giuggioloni Träger des Kreativdorfes Kray ist. Er spielt damit auf einige äußerst kostspielige Skateranlagen an, die die Stadt errichten ließ. „Mit den Geldern, die da zur Verfügung gestellt werden, könnten wir hier einen riesigen Park aufbauen.“ Aber die Anlage, die die Mitglieder des Vereins „Kreativ Wheels“ komplett in Eigenregie aufbauten, kann sich durchaus sehen lassen.

„Leider haben wir wirklich Probleme, Sponsoren zu finden“

Auf der großen Außenfläche und einer der Hallen der ehemaligen Kokerei Bonifacius bauten sie sich in den letzten drei Monaten eine Skateranlage, die ihren Vorstellungen entspricht – und das alles ohne irgendwelche Fördergelder.

BMX-Fahrer aus der Umgebung zeigten was sie drauf haben.

„Leider haben wir wirklich Probleme, Sponsoren zu finden“, erklärt Marcel Bauch. Das betrifft nicht nur die Skater, sondern das gesamte Projekt. „Unsere Veranstaltungshalle ist zurzeit komplett geschlossen, weil wir die Umbaumaßnahmen zur Erfüllung der Auflagen der Stadt nicht finanzieren können.“ Sowohl Skater als auch Künstler wünschen sich mehr Unterstützung: „Immerhin bieten wir hier Musikern, Künstlern, Skatern einen Raum, in dem sie sich frei entfalten können.“

Trotz aller Schwierigkeiten lassen sich Träger und Skater nicht abschrecken: „Es war schon eine Menge Arbeit, die Rampenteile aus der Funbox Amalie, wo wir vorher waren, hierher zu schaffen“, gibt Janek Wentzky, Gründer des „Kreativ Wheels“-Vereins und Pro-Fahrer (Profi-Fahrer), zu. „Aber der Aufwand lohnt sich. Es sind so viele Menschen hier und die Anlage wird täglich von Leuten aus ganz Nordrhein-Westfalen genutzt.“

Synergie zwischen Skatern, Musikern und Künstlern wichtig

Drei Monate dauerte es, die Skate-Anlage aufzubauen.

Verein
20 Mitglieder

Der Verein der BMX-Fahrer rund um Pro-Fahrer Janek Wentzky besteht zurzeit aus rund 20 Mitgliedern, die einen Beitrag von 25 Euro im Monat zahlen. Damit finanzieren sie die Miete für die Fläche ihrer Skateranlage, die auch Inlinefahrer oder Skateboarder nutzen können. Neue Mitglieder sind willkommen. Infos: www.kreativdorf.de

Bei der Eröffnung darf natürlich ein Contest nicht fehlen. „Es gibt zwei Disziplinen, die die Klassen der Amateur- und der Pro-Fahrer absolvieren“, erklärt Marcel Bauch. „Den Park und die Mini-Ramp.“ Dabei dauert jeder Run (Durchgang) eine Minute. Ein Lauf besteht aus zwei Runs, in denen die BMX-Fahrer ihr Können unter Beweis stellen müssen. „Für jeden Teilnehmer gibt es einen Preis, den er auch für sein Rad nutzen kann“, betont Bauch. Dabei sind Bremsen, Sättel, kurz: alles, was das BMX-Fahrer-Herz erfreut.

„Uns ist die Synergie zwischen Skatern, Musikern und Künstlern wichtig“, erläutert Marcel Bauch. Das Konzept scheint aufzugehen. Alle 35 Proberäume und die Ateliers sind ausgebucht.

Strand in der Stadt

Auch die BMX-Gemeinschaft kommt nun voll auf ihre Kosten. „Wir wollen hier keinen Profit machen, sondern ein Angebot für Jugendliche schaffen und Spaß haben.“ Wichtig seien die freundliche Atmosphäre und der Dorfcharakter. „Unser Ziel ist es, dass wir Unterstützung erhalten, damit sich das Ganze selbst trägt und wir das Angebot noch erweitern können“, blickt Bauch in die Zukunft. Auch auf eigenen Füßen sind sie bereits weit gekommen.

Jennifer Humpfle

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