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„Wir helfen den Songs auf die Welt“

29.12.2011 | 17:20 Uhr
„Wir helfen den Songs auf die Welt“
Die Band „Henk Reisen“ veröffentlicht ihre EP „Changes“. Das Bild zeigt Thorben Koch, Petra Geldermann und Daniel Plonka (v.l.) im privaten Studio. Foto: Oliver Müller / WAZ FotoPool

Rüttenscheid.   Die Rüttenscheider Band „Henk Reisen“ veröffentlicht neue, selbst komponierte und produzierte Stücke unter dem Titel „Changes“. Auch Live-Auftritte sind für die Zukunft geplant.

„Es gibt so viele Songs, die noch geschrieben werden wollen - auch wenn die Beatles natürlich schon eine Menge weggeschrieben haben“, ist Daniel Plonka (38), Gründer und Kopf der Band „Henk Reisen“ überzeugt. Sieben neue Songs haben es jetzt in die Welt geschafft, sind ab sofort als EP unter dem Titel „Changes“ im Internet erhältlich. In wenigen Tagen gibt’s die Lieder auch auf CD - und sogar auf Kassette. „Für Liebhaber“, schmunzelt Daniel Plonka, der mit „Henk Reisen“ 2005/06 eigentlich als Solo-Projekt gestartet war. Inzwischen hat er sich Sängerin Petra Geldermann und den Gitarristen Thorben Koch mit ins Boot geholt hat.

Der ungewöhnliche Bandname „Henk Reisen“ ist an ein Reisebüro gleichen Namens angelehnt, das früher in Essen existierte. „Mein Spitzname ist seit vielen Jahren Henk, und da es das Reisebüro irgendwann nicht mehr gab und der Name somit frei war, drängte er sich förmlich auf, zumal wir ja auch musikalisch zu immer neuen Ausflügen starten und der Name auch von daher gut passte“, erläutert Plonka.

Die drei Musiker, die alle ursprünglich aus dem klassischen Bereich kommen, bilden den Kern von „Henk Reisen“, holen sich aber bei Bedarf weitere Musiker für Keyboard, Saxofon, Bass, Percussion oder anderes dazu.

Ihre Musik, die entspannt klingt und dabei richtig groovt, nennen die drei „Downbeat-Pop“. „Wir sind sehr vielseitig, greifen neben langsamen Hip-Hop-Beats und Pop-Song-Elementen auch auf Funk, Independent, Electro und Rock zurück“, beschreibt Thorben Koch die musikalische Richtung der Band, die ausschließlich eigene, meist englischsprachige Songs produziert und inzwischen rund 30 Stücke veröffentlicht hat.

„Wir sind keine Live-Band, die auf der Bühne einfach mal loslegt. Uns kommt es auf den Kompositions- und Produktionsprozess an. Das Aufnehmen ist das Interessante“, erklärt Daniel Plonka. In seiner Wohnung an der Eleonora-straße entstehen die Stücke, werden dort eingespielt und abgemischt. Da werden auch mal sieben Gitarren- und 13 Gesangsspuren übereinander gelegt. „Deshalb können wir die Stücke auch nicht eins zu eins live spielen“, so Koch. Dennoch: In Zukunft wollen die drei, eventuell mit Verstärkung, ihre Songs auf eine Live-Version „herunterbrechen“ und erstmals in dieser Formation in kleinen Clubs oder Kneipen spielen. „Wir alle haben Live-Erfahrung, aber mit anderen Gruppen“, sagt Plonka, der Koch in einer Duisburger Band kennengelernt hat und mit Petra Geldermann in einer Elvis- und Beatles-Coverband aktiv ist.

Die Mitglieder von „Henk Reisen“ sehen sich als „Hebammen, die den Songs auf die Welt helfen, welche ganz klare Botschaften aussenden, wie sie klingen wollen“, beschreibt Plonka die Motivation. Und so könne es sein, dass ein von ihm komponierter Song im Zusammenspiel mit den anderen Bandmitgliedern plötzlich eine unerwartete, vielleicht rockige, Richtung nehme.

Die drei Musiker sehen sich als Amateure. „Und das ist gut so, denn so haben wir alle Freiheiten, zu tun, was wir wollen. Wir können uns unseren Rhythmus selbst geben“, sagt Thorben Koch, der als Grafiker arbeitet. Petra Geldermann ist Heilerziehungspflegerin in den Caritas-Werkstätten Gladbeck. Nur Daniel Plonka ist auch beruflich in der Musikbranche tätig, arbeitet im Orchesterzentrum NRW in Dortmund.

Mit „Changes“ behandelt die Band das Thema Veränderungen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. „Für mich persönlich war der Wechsel in letzter Zeit ein großes Thema und das spiegelt sich dann auch in der Musik“, sagt Plonka. Beim gemeinsamen Musik machen gehe es darum, den anderen zu vertrauen. sich zu öffnen, und genau das könne man im Team von „Henk Reisen“ auf jeden Fall.

Elli Schulz

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