Vision vom Rüttenscheider Tor

So könnte das neu gestaltete Rüttenscheider Tor aussehen.
So könnte das neu gestaltete Rüttenscheider Tor aussehen.
Foto: WAZ

Rüttenscheid.. Der Gastronom Igor Albanese will die Grünfläche vor seinem Restaurant am Haumannplatz umgestalten.

Wer von Westen aus über die Hufelandstraße nach Rüttenscheid einfährt, der wird mit imposanten Gebäuden am Straßenrand konfrontiert. Rechts das Polizeipräsidium, links das Landgericht mit der vorgebauten neuen Staatsanwaltschaft. Die kleine Grünfläche inmitten des Justizviertels findet hingegen kaum Beachtung. Sehr zum Leidwesen von Igor Albanese, der dort am Haumannplatz seit 21 Jahren das Restaurant „Leonardo“ betreibt.

Schon vor Monaten hat der 50-Jährige seine Ideen vom Architekturbüro Koschany & Zimmer zu Papier bringen lassen, nun hat er von der Bezirksvertretung und von der Stadt grünes Licht für seine Pläne bekommen. Natürlich mit dem dezenten Hinweis, dass er keinen Cent Zuschuss für sein Projekt erwarten könne. Doch davon war Albanese auch nicht ausgegangen. Er hat bereits mit diversen Unternehmen gesprochen und viel Zustimmung erfahren. 90 000 Euro hat die Stadt als Umgestaltungskosten errechnet. „Ich glaube, es wird billiger“, entgegnet der umtriebige Gas­tronom.

Beim Blick aus dem Fenster seines Restaurants kam Albanese der Gedanke. „Die Insel vor unserem Haus ist wirklich schäbig. Man kann sich dort nicht einmal auf die Bank setzen“, erklärt der gebürtige Kroate. Dabei sei das doch ein bedeutender Platz, eingerahmt von Polizeipräsidium und Landgericht. Und einen Namen hätte er auch schon parat: „Man könnte es Rüttenscheider Tor nennen.“

Schon vor dem positiven Signal aus der Politik hatte Igor Albanese mit einflussreichen Leuten gesprochen. „Die Polizeipräsidentin und die Landgerichtspräsidentin unterstützen meine Pläne“, sagt er. Zudem hätten einige Firmen, darunter die Privatbrauerei Stauder, bereits ihr Interesse zur Zusammenarbeit bekundet. Nun will er einen Verein gründen, der die Gelder zur Umgestaltung zusammentragen soll.

Konkret schwebt dem 50-Jährigen eine kleine Parkanlage mit Bänken, Kunstwerken und 40 Außengastronomie-Plätzen vor, die auch den benachbarten Restaurants zu Gute kommen würden. „Der Bottroper Künstler Guido Hoffmann würde uns eine Steinskulptur zur Verfügung stellen, aus meiner Heimatstadt Pula würde ich eine 750 Jahre alte Olive geschenkt bekommen“, zählt Igor Albanese auf. Ideen gäbe es genug, um den Platz für wenig Geld zu einem Schmuckstück werden zu lassen.

Das Argument, durch den Umbau würde dringend benötigter Parkraum vernichtet, hält der Gastronom für abwegig. „Es sind nur fünf Parkplätze, die wegfallen würden“, kontert Igor Albanese und verweist auf die neu geschaffenen Parkboxen an der Martinstraße. Die seien nicht einmal zu 20 Prozent ausgelastet.