Unerwarteter Geldsegen
02.02.2012 | 17:17 Uhr 2012-02-02T17:17:00+0100
Bredeney/Margarethenhöhe. Aufgrund einer Klage gegen den Kunstrasenplatz in Burgaltendorf stehen den Sport- und Bäderbetrieben jetzt unerwartet Gelder für den Ausbau der Sportanlage am Fibelweg mit Kunstrasenplatz und Anlagen für Leichtathleten sowie Mittel für die erweiterte Sanierung des Regattahauses am Baldeneysee zur Verfügung.
Die gute Nachricht vorneweg: Gleich in zwei Sportstätten im Essener Süden wird nun doch noch in diesem Jahr nicht mehr eingeplantes Geld investiert. 360 000 Euro stocken die Sanierung des Regattahauses am Baldeneysee auf, weitere 200 000 Euro werden an der Sportanlage am Fibelweg auf der Margarethenhöhe verbaut
Eigentlich waren die dortigen Projekte aus Geldmangel verschoben worden. Dass die Mittel jetzt doch in 2012 da sind, liegt an der Klage eines Burgaltendorfer Bürgers vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster. Dieser will damit den Neubau der dort geplanten Kunstrasenanlage endgültig verhindern. Jetzt hat er sie zumindest erst einmal gestoppt. Die kalkulierten 850 000 Euro verteilen die Sport- und Bäderbetriebe (SBE) deswegen auf drei andere Projekte.
Mehr Möglichkeitenfür Leichtathleten
Der vor allem vom Tusem genutzte Sportplatz am Fibelweg bekommt damit doch noch in diesem Jahr ein Kunstrasenfeld sowie eine neue Laufbahn, Kugelstoß- und Weitsprunganlage. Im Mai, so der aktuelle Stand der Planungen, sollen die Bagger anrollen. Mit der Fertigstellung sei im September, spätestens Oktober zu rechnen, so die Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE).
450 000 Euro hatte die Verwaltung dafür ursprünglich schon im Etat eingeplant. Die fehlenden rund 200 000 Euro wollte der Tusem eigentlich durch Fremdmittel aufbringen. Doch daraus wurde nichts. Die Spendengelder einer großen Essener Stiftung blieben aus. Kein großes Problem, denn die Finanzierungslücke sollte eigentlich in 2013 von den SBE geschlossen und dann der Umbau begonnen werden. Jetzt wird das Projekt durch die unvorhergesehene Finanzspritze aus Burgaltendorf vorgezogen.
Doch die ersten Spiele der Saison 2012/2013 müssen die Tusem-Kicker wohl noch auf fremdem Platz austragen, denn vier bis fünf Monate werden die Arbeiten dauern. Dann dürften die Waschmaschinen rund um den Fibelweg weniger zu tun bekommen. Denn: Weniger Dreck und vor allem weniger Verletzungsgefahr - das verspricht der neue Kunstrasenbelag.
Auf dem sind dann auch die Leichtathleten des Vereins unterwegs. Um das Spielfeld herum wird eine zwei- oder dreispurige Laufbahn entstehen. Daneben ist eine breitere Sprintgerade geplant. Auch neu gebaut wird eine Kugelstoß- und Weitsprunganlage.
Durch den unerwarteten Geldsegen kann am Baldeneysee jetzt auch das Regattahaus weitergehend saniert werden. Eigentlich verschoben, wollen die SBE dort nun zeitnah den Altbau modernisieren. Die 360 000 Euro, mit denen das vorhandene Budget der Stadt von 790 000 Euro jetzt aufgestockt wird, werden in Instandsetzungsarbeiten an Dach und Fassade gesteckt. In erster Linie gehe es „um eine vernünftige energetische Dämmung“, mit der die Betriebskosten dauerhaft gesenkt werden sollen. Die Entkernung des Gebäudes ist bereits im Gange, die kompletten Arbeiten sollen im Frühsommer abgeschlossen werden.
In dem angrenzenden Neubau wird künftig übrigens das Bundesleistungszentrum Rudern und Kanu untergebracht werden. Insgesamt investieren Stadt, Land und Bund am Baldeneysee dabei rund 1,6 Millionen Euro.
10:06
hurra-es ist geld da.dann muss es auch verpulvert werden.ganz schön krank.
17:48
vielleicht bleibt auch ein bisschen geld über, um den Schwachsinn am regattaturm zu entfernen. der turm hat ja eine eigentliche funktion! es muss nicht aus jedem objekt ein an den haaren herbeigezogenen kunstwerk gemacht werden. mir wird schon bei mancher zollverein-kulturveranstaltung übel.