Tannenbaum-Müllhalde an der Rüttenscheider Sternschule

Der Grünstreifen gleicht einer (Baum-)Müllhalde. Auch Florist Sascha Seibert von „Cocos Blumenzauber“ (r.) bedauert, dass die Grünfläche verkommt.
Der Grünstreifen gleicht einer (Baum-)Müllhalde. Auch Florist Sascha Seibert von „Cocos Blumenzauber“ (r.) bedauert, dass die Grünfläche verkommt.
Foto: Knut Vahlensieck
Was wir bereits wissen
Die Bezirksvertretung hatte den Weihnachtsbaumverkauf mit Angebot auf anschließende Flächenpflege abgelehnt – stattdessen verkommt das Beet weiter.

Essen-Rüttenscheid..  Ironie des Schicksals: Der etwa 30 Quadratmeter große Grünstreifen vor der Sternschule verkommt aktuell zum illegalen Abladeplatz für ausgediente Weihnachtsbäume und Müll aller Art. Im Herbst hatte die Bezirksvertretung II den Antrag von Florist Sascha Seibert abgelehnt, der auf dem vom Gelände der Schule klar abgetrennten Beet Weihnachtsbäume hatte verkaufen wollen. Nur das Essener Bürgerbündnis stimmte zu, die restlichen Parteien fürchteten mit dem Verkauf auf dem Schulgelände einen Präzedenzfall zu schaffen. Dabei hatte der 34-Jährige, der „Cocos Blumenzauber“ mit Ehefrau Senada Seibert im vergangenen Frühjahr in direkter Nachbarschaft an der Klarastraße eröffnete, sogar angeboten, das unansehnliche Brennnesselbeet nach dem Verkauf mit Blumen zu bepflanzen und sich um die weitere Pflege zu kümmern (wir berichteten).

Gestern erreichte diese Zeitung eine Leserzuschrift: „In besagten Grünanlagen liegen jetzt 15 bis 20 alte Tannenbäume und eine alte Matratze. Der Eingang der Sternschule ist vermüllt“, heißt es darin. Tatsächlich ist das Beet alles andere als eine Visitenkarte für die Grundschule und das benachbarte Kulturzentrum, die dem Weihnachtsbaum-Verkauf damals ebenso wie die Immobilienwirtschaft offen gegenüber standen. „Hier sieht es immer so aus. Deswegen haben viele Hundehalter keine Hemmungen, wenn ihre Vierbeiner hier ihr Geschäft verrichten“, sagt Erzieherin Andrea Kern aus dem offenen Ganztag, die gestern die Kinder auf dem Schulhof beaufsichtigt.

Auch Sascha Seibert bedauert, dass die Grünfläche neben seinem Laden derart verkommt. Dass der Antrag ohne ein persönliches Gespräch oder einen Termin vor Ort abgelehnt wurde, kann er nicht nachvollziehen. Nachtragend ist er aber nicht. „Vielleicht unternehme ich im Herbst einen neuen Anlauf in Sachen Weihnachtsbaumverkauf. Wenn es klappt, bin ich gerne bereit, das Beet zu verschönern.“