Stadt prüft früheren Baustart für PH-Gelände in Rüttenscheid

Vorerst weiterhin im Dornröschenschlaf.
Vorerst weiterhin im Dornröschenschlaf.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Noch ist der Kaufvertrag für das Gelände nicht unterschrieben. Die Gespräche aber laufen – auch zwischen Stadt und Bezirksregierung.

Essen-Rüttenscheid.. Hinter vorgehaltener Hand wird seit Wochen über das Gelände der ehemaligen Pädagogischen Hochschule (PH) an der Henri-Dunant-Straße diskutiert. Bereits im Herbst war durchgesickert, dass sich ein potenzieller Investor aus Düsseldorf gefunden habe.

Klar ist, dass der Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigentümer, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW, zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht unterzeichnet ist. Gleiches gilt für den Rehasport-Verein VGSU, der in letzter Sekunde den Kauf-Zuschlag für sein seit Jahrzehnten gepachtetes, 3000 Quadratmeter großes Teilstück erhalten hatte. „Wir sind aber zuversichtlich, die Verhandlungen noch in diesem Monat über die Bühne zu bringen“, so VGSU-Vorsitzender Jürgen Schmagold.

Einzelheiten frühestens im März

Gerüchte, der Investor könnte aufgrund der Entwässerungsproblematik im Walpurgistal abspringen, dementierte dieser nun. Da das Abwasserbeseitigungskonzept nicht erfüllt werden kann, darf auch im Bereich der ehemaligen PH laut Auflage der Bezirksregierung frühestens ab 2018 gebaut werden. Das hatte im Dezember bereits Wohnbau-Investor Adams und Partner dazu veranlasst, vom Kauf des Van-Eupen-Geländes an der Veronikastraße zurückzutreten (wir berichteten).

Nach Angaben des Investors an der Henri-Dunant-Straße, der bis zur Vertragsunterschrift nicht öffentlich in Erscheinung treten will, stecke man noch in den Vertragsverhandlungen mit dem BLB. Frühestens im März könne man Einzelheiten bekannt geben, heißt es aus Düsseldorf. In der Landeshauptstadt machte sich der Investor bereits mit modernen Wohn-Neubauten – auch im Luxus-Segment – einen Namen.

Stadtsprecherin rechnet „in Kürze“ mit Bescheid

Die Stadt steht ebenfalls in Kontakt mit dem Entwickler. Derzeit werde in Absprache mit der Bezirksregierung geklärt, ob Teile des Geländes schon vor Fertigstellung des neuen Kanals mit Wohngebäuden bebaut werden dürfen, so Stadtsprecherin Nicole Mause. Da für das Gelände ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden muss, hätte dort ohnehin erst nach Erfüllung des Abwasserbeseitigungskonzepts gebaut werden dürfen. Die zeitliche Verzögerung zur Entwicklung des Geländes sei also „marginal“, so Nicole Mause.

Zur Frage, wann insgesamt mit einem Ergebnis der Gespräche zwischen Stadt und Bezirksregierung zur Abwasserproblematik im Essener Süden gerechnet werden könne, sagte die Stadtsprecherin, dass man „in Kürze“ mit einem Bescheid rechne.