Schule Natur im Grugapark – das grüne Klassenzimmer in Essen

Umweltpädagoge  Olav Möllemann (l.) und Forstwirt Martin Gülpen (2.v.l.) zeigen Thessa, Julian und Lilly einen Uhu. Die Kinder nehmen am Osterferienprogramm der Schule Natur teil.
Umweltpädagoge Olav Möllemann (l.) und Forstwirt Martin Gülpen (2.v.l.) zeigen Thessa, Julian und Lilly einen Uhu. Die Kinder nehmen am Osterferienprogramm der Schule Natur teil.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Die Schule Natur im Grugapark feiert 20. Geburtstag. Allein 2014 nutzten 37 000 Teilnehmer die Angebote, die nicht nur Kinder neugierig machen.

Essen.. Wie sieht ein Uhu aus der Nähe aus? Welche Wildkräuter eignen sich für die Küche? Und welche mikroskopisch kleinen Geheimnisse verbergen sich im Grugapark? Antworten auf all diese Fragen liefert die Schule Natur bereits seit 1995. Ursprünglich als reine Parkschule entstanden, sind die biologisch geschulten Mitarbeiter seit der Fusion von Grünflächenamt und Grugapark im Jahr 2002 in der gesamten Stadt unterwegs, um Kindern und Erwachsenen Natur und Umwelt zu erklären.

Folgen von Sturmtief Ela bis heute spürbar

Allein im vergangenen Jahr zählte das Team mehr als 37.000 Teilnehmer. „Dabei mussten wir nach dem Pfingststurm leider 200 Veranstaltungen absagen. Bis heute sind die Folgen von Ela für uns zu spüren – so etwa können wir mit den Schulklassen noch immer nicht in die Wälder“, erklärt Diplom-Forstwirt Martin Gülpen, der die Leitung der Schule Natur 1998 übernahm. Gülpen erklärt sich den Erfolg nicht zuletzt auch mit dem wachsenden Interesse an Umwelt-Themen. „Gerade Kinder sind neugierig, wollen die Welt um sie herum begreifen. Dadurch fällt es leicht, sie zu motivieren. Wir verstehen uns als außerschulischer Lernort, der auch Lust auf die Biologie machen soll“, erklärt Gülpen.

Den Grugapark bei Nacht erleben Das Aufgabenspektrum geht mittlerweile weit über das „grüne Klassenzimmer“ hinaus: So organisieren die rund 20 Mitarbeiter beispielsweise Geburtstage für Kinder und Erwachsene, Ferienprogramme, die Sonntagsführungen in Kooperation mit dem Freundeskreis Grugapark, Exkursionen im Borbecker Schlosspark und Fledermaus-Touren, bei denen die lautlosen Flieger mit Hilfe von Ultraschallempfängern geortet werden. Trotz des Sturms stellte die Schule Natur allein im vergangenen Jahr mehr als 1300 Veranstaltungen auf die Beine. „Unser Angebot ist immer größer und vielfältiger geworden, da die Nachfrage im Laufe der Jahre gestiegen ist“, sagt Gülpen.

Besucher können Team der Schule Natur kennenlernen

Dabei profitiert die Schule auch von zahlreichen Kooperationen, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben – etwa zur Universität Duisburg-Essen, zum Kreisimkerverband und der Kreisjägerschaft sowie dem Wildgatter Heissiwald. „Wir können auf ein großes Experten-Netzwerk setzen. Hinzu kommt, dass unsere meist freiberuflichen Kursleiter allesamt einen biologischen Hintergrund haben“, so Martin Gülpen.

Das Team der Schule Natur können Besucher am kommenden Samstag, 18. April, kennenlernen – dann wird der 20. Geburtstag auf der Kranichwiese im Grugapark gefeiert.