Schachtverfüllung an der Eschenstraße geht weiter

Derzeit laufen Restarbeiten neben der Strecke der S 6 in Stadtwald.
Derzeit laufen Restarbeiten neben der Strecke der S 6 in Stadtwald.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nachdem die S-6-Strecke wieder freigegeben ist, nutzt die Bezirksregierung die vorhandene Baustelle, um weitere Hohlräume zu sichern.

Essen-Stadtwald..  Die Baustelle an der Eschenstraße, wo Arbeiter im Auftrag der zuständigen Bezirksregierung seit Ende März alte Bergbauschächte verfüllen, wird noch einige Zeit bleiben. Nachdem der direkt unter der Strecke der S-Bahn-Linie 6 verlaufende Schacht bereits mit einem Gemisch aus Kalksteinmehl, Zement und Sand aufgefüllt und damit gesichert worden war, werden derzeit noch Restarbeiten in den Randbereichen der Gleise erledigt. Danach sollen noch die beiden weiteren dort verlaufenden Schächte der ehemaligen Kleinzeche Nikolaus verfüllt werden.

„Sechs bis acht Wochen wird die Eschenstraße wohl noch gesperrt bleiben. Wir nutzen die bereits eingerichtete Baustelle für die weiteren Arbeiten. Wenn die Gerätschaften schon einmal vor Ort sind. . .“, sagt Peter Hogrebe, bei der Bezirksregierung Arnsberg als Dezernent zuständig für die Gefahrenabwehr aus dem Altbergbau. Die S 6 zwischen Werden und Essen-Hauptbahnhof verkehrt seit einer guten Woche wieder planmäßig. Insgesamt habe man im Bereich der Eschenstraße 71 Bohrungen vorgenommen und durch die Bohrlöcher rund 500 Kubikmeter flüssigen Magerbeton in den Boden gepumpt. „Viel mehr Füllmaterial wird dort wohl auch nicht benötigt werden, auch wenn ursprünglich einmal von 700 bis 750 Kubikmetern die Rede war“, korrigiert Hogrebe die vor zwei Wochen genannten Zahlen nach unten. Für die Sicherungsarbeiten hatte die Bezirksregierung rund 200 000 Euro veranschlagt.

Auf der Eschenstraße, die mitten durch den Wald in der Nähe des Uhlenkrugs verläuft, ist also noch einige Wochen mit Behinderungen zu rechnen. „Die Arbeiten verlaufen bisher planmäßig“, sagt Hogrebe. „Wir prüfen aber parallel an anderen Stellen“, geht der Fachmann davon aus, dass noch etliche Sicherungsmaßnahmen an alten Schächten notwendig sein werden. Seine Abteilung kümmere sich um Schächte, wenn es keinen Rechtsnachfolger des Verursachers gebe, erläutert Hogrebe, der für das Risiko-Management zuständig ist. Eigentlich hatten die Schächte in Stadtwald auf der rund 700 Altschächte umfassenden Prioritätenliste der Bezirksregierung Arnsberg auf Platz 19 gestanden. „Als sich jedoch zwei kleinere Mulden in dem Bereich zeigten, sind wir sofort aktiv geworden, auch wenn sich dann herausstellte, dass die Mulden gar nichts mit dem Altbergbau zu tun haben“, sagt Hogrebe. Trotzdem sei es gut, dass man an solchen Stellen direkt tätig werde. „Sichern müssen wir früher oder später sowieso. Wir wollen ja präventiv arbeiten und nicht warten, bis etwas passiert.“ Im Bereich der Kleinzeche Nikolaus war Mitte des 19. Jahrhunderts Kohle oberflächennah abgebaut worden.