Publikum stimmt per Internet über Plakatkunstpreis ab

Den zweiten Preis beim studentischen Wettbewerb sicherten sich Benjamin Kivikoski und Philipp Staege mit „Im Goldrausch“.
Den zweiten Preis beim studentischen Wettbewerb sicherten sich Benjamin Kivikoski und Philipp Staege mit „Im Goldrausch“.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Interessengemeinschaft Rüttenscheid will die Verbindung zum Plakat Museum stärken und hat einen Publikumspreis im Rahmen des Plakatkunstpreises gestiftet. Das Museum, das mit 340 000 Werken im Folkwang angesiedelt ist, hat weltweite Bedeutung.

Rüttenscheid.. Die Interessengemeinschaft Rüttenscheid will die Verbindung zum Plakat Museum stärken und hat einen Publikumspreis im Rahmen des Plakatkunstpreises gestiftet. Das Museum, das mit 340 000 Werken im Folkwang angesiedelt ist, hat weltweite Bedeutung.

Das Deutsche Plakat Museum (DPM), das mit seinen 340 000 Werken im neuen Museum Folkwang angesiedelt ist, hat weltweite Bedeutung, doch die Integration in das Geschehen vor Ort könnte besser sein. Um die Rüttenscheider Einrichtung stärker im Stadtteil zu verankern, unternimmt die Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) seit längerem Anstrengungen. Aus dem nachbarschaftlichen Nebeneinander von Rüttenscheidern und Plakat Museum soll eine Liebesbeziehung werden.

Wichtigste Voraussetzung: Man muss sich gegenseitig besser kennenlernen. Deshalb hat die IGR einen Publikumspreis gestiftet. Der Preisträger wird von den Bürgern per Internet-Abstimmung gewählt und erhält einen iPod. Stimmen können bis zum 10. September abgegeben werden. Die Wahl läuft im Rahmen des internationalen Plakat-Festivals „Essen wird Plakativer“, das der vor kurzem verstorbene Inhaber des Plakat Kunst Hofs an der Annastraße, Viktor Seroneit, mitinitiierte.

Historische Plakate zur "Tour de Rü"

Bereits seit 14 Jahren wird jährlich der Plakatkunstpreis verliehen, wobei sich die Veranstaltung bisher eher an ein Fachpublikum richtete. Jetzt wurde sie zum Plakat-Festival erweitert und mit einer Ausstellung im Grillo-Theater, der Verleihung des Jazzkunstpreises „Jazzpott“ und der Vergabe eines Preises für Plakatpublizistik, einem studentischen Wettbewerb unter der Überschrift „Das liebe Geld“ und eben dem IGR-Publikumspreis kombiniert.

Vom Thema her dürfte die künstlerische Auseinandersetzung mit Geld gerade in Zeiten fallender Börsenkurse und Staatspleiten für viele Bürger interessant sein. „Die IGR arbeitet schon länger mit dem DPM zusammen, um den den Bürgern vor Ort bekannter zu machen“, erklärt der IGR-Vorsitzende Rolf Krane. Er verweist auf die „Tour de Rü“, die Oldtimer-Ausfahrt im Mai. bei der historische Plakate zum Thema Automobil aus dem Bestand des Museums aufbereitet und auf der IGR-Homepage gezeigt wurden. Die Bürger konnten diese als Nachdrucke erwerben.

Krane ermuntert die Bürger, noch für die Plakate unter www.igruettenscheid.de zu voten. Denn im Gegensatz zu den studentischen Preisträgern, die von einer Fachjury bereits bestimmt wurden, ist die Entscheidung beim Publikumspreis noch nicht gefallen.