Nachmittagsmarkt auf der Margarethenhöhe kommt gut an

Klaudia Stock (r.) kauft Gemüse bei Verkäuferin Tanja Jagusch am Stand von Wolfgang Wrede.
Klaudia Stock (r.) kauft Gemüse bei Verkäuferin Tanja Jagusch am Stand von Wolfgang Wrede.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Auf der Margarethenhöhe sind jetzt alle Standplätze besetzt. Kunden nehmen die neuen Öffnungszeiten an. Die Aufenthaltsqualität hat sich verbessert.

Essen-Margarethenhöhe..  Von Händlern und Kunden gut angenommen werden die neuen Öffnungszeiten des Marktes auf der Margarethenhöhe. Seit September 2014 wird am Mittwoch auch nachmittags verkauft. Standen vor einem halben Jahr noch mit viel Glück drei bis fünf Stände ziemlich verloren herum, sind jetzt alle Plätze besetzt. „Das Experiment Nachmittagsmarkt kann man getrost als sehr gelungen bezeichnen“, sagt Wolfgang Fröhlich, Geschäftsführer der für die Märkte zuständigen Essener Verwertungs- und Betriebs GmbH (EVB).

„Ich war ja skeptisch, aber jetzt muss ich zugeben: alles gut. Ich würde sagen, 100 Prozent besser“, erklärt Obst- und Gemüsehändler Wolfgang Wrede, der eigentlich schon im Ruhestand ist und das Geschäft an seine Tochter weitergegeben hat. Im vergangenen Jahr hatten sich Vertreter von EVB und dem Verband der Markthändler zusammengesetzt, um sich Rettungsmaßnahmen für die Märkte zu überlegen. „Wir wollten den Berufstätigen entgegenkommen, die ja vormittags meist keine Zeit für einen Marktbesuch haben“, erklärt Wolfgang Fröhlich. Ganz bewusst habe man für das Projekt Nachmittagsmarkt die Märkte in Frohnhausen, Bredeney und auf der Margarethenhöhe ausgewählt, die nicht mehr wirklich funktionierten.

Anfang September 2014 ging es los – mit unterschiedlichem Erfolg. Während der Nachmittagsmarkt auf der Margarethenhöhe sehr gut und der in Frohnhausen gut angenommen wurde, gab man in Bredeney schon nach vier Wochen auf. „Auf der Margarethenhöhe gibt es mittwochs jetzt 13 Händler, und wir haben noch weitere Anfragen, die wir ablehnen müssen“, so Fröhlich. „Wir wollen ja mehr Aufenthaltsqualität schaffen, und das geht nicht, indem man die Fläche komplett zustellt“, betont Andreas Koch vom Verband der Markthändler, der selbst Fleisch auf dem Markt verkauft und am Mittwoch für den Nachmittagsmarkt zusätzlich einen Imbiss-Stand mit Pommes, Currywurst und Frikadellen aufbaut. „Das lohnt, weil sich die Leute hier treffen, sich hinsetzen, ihre Mittagspause hier verbringen und insgesamt länger verweilen“, freut sich Koch.

„Wir schauen uns die Entwicklung noch bis Ende März an. Wenn es so gut weitergeht, kann eine entsprechende Satzungsänderung politisch auf den Weg gebracht werden“, erklärt Fröhlich. Bisher sei die Marktzeit noch bis 13 Uhr festgeschrieben.

Bei schlechtem Wetter werden die Sitzgelegenheiten unter den Arkaden aufgestellt. „Die Margarethe-Krupp-Stiftung übernimmt netterweise die abendliche Beleuchtung der Laubengänge, so dass das historische Ambiente gut zur Geltung kommt“, so Fröhlich. Da der Markt weiterhin um 10 Uhr beginne, hätten gerade ältere Leute die Chance, noch fürs Mittagessen einzukaufen und trotzdem pünktlich zu essen. „Oder sie nehmen sich fertiges Essen mit“, sagt Fröhlich, der sich freut, dass es auf dem Markt jetzt ein Vollsortiment an Lebensmitteln gibt. Textilstände dagegen fehlen aufgrund des begrenzten Platzes.

Für Suppe und Co. ist Sabine Hess, von Kunden liebevoll „Suppenbiene“ genannt, zuständig. Sie steht erst seit September mittwochs auf der Margarethenhöhe, hat diese Entscheidung keine Sekunde bereut. „Die Resonanz ist super“, freut sich Hess, die sonst auf dem Frohnhauser Markt zu finden ist. Die Händler selbst haben sich, teils mit Vereinen und Institutionen aus dem Stadtteil, einiges einfallen lassen, um Kunden zu gewinnen. „Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Institutionen mitmachen würden“, sagt Koch. Interessenten können sich bei ihm am Stand, unter 0171 67 43 729 oder per E-Mail an partyservice_a.koch@web.de melden.