Mit dem Soul Hell Café geht ein Stück Kiez aus Rüttenscheid

Vier Jahre Rock’n’Roll: Christian Voss und Daniela Loof schließen das Soul Hell Café am 17. und 18. August mit zwei lautstarken Partys.
Vier Jahre Rock’n’Roll: Christian Voss und Daniela Loof schließen das Soul Hell Café am 17. und 18. August mit zwei lautstarken Partys.
Mit Trauer reagieren viele Fans und Stammgäste des Soul Hell Café auf die angekündigte Schließung der Kiezkneipe am 18. August. Der Mietvertrag für das Ladenlokal wird nicht verlängert, weil es Vermietern und Nachbarn zu laut war.

Essen-Rüttenscheid.. Live-Konzerte in heimeliger Kiez-Atmosphäre und 100 Prozent Rockabilly gehören an der Kahrstraße bald der Vergangenheit an. Mit einem schwarzen Trauerplakat bittet das Soul Hell Café auf seiner Homepage am 17. und 18. August zum letzten Tanz.

Vor vier Jahren hatten Daniela Loof und Christian Voss ihre Stammkneipe übernommen, um sie vor dem Aus zu retten. Nun wird der Mietvertrag nicht verlängert, dem bei vielen Kneipengängern beliebten Duo blieb nichts anderes übrig. Dem Vermieter war es schlichtweg zu laut, er hätte lieber „etwas ruhigeres“ in den Räumen. Ein stiller Abschied kommt für Daniela Loof und Christian Voss nicht in Frage: Stattdessen kommen DJ Pfeifer, DJ Cocain, DJane Conny, DJ Wolliwood, DJ Spy, DJ Uli und DJ Yardshaker am Freitag, 17. August, zu einem „Last Battle of the DJs“ zusammen. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Live-Konzert mit Streetcountry-Band „Mr. Blue“

Das Soul wäre dabei nicht das Soul, wenn es nicht zum großen Finale noch mal live zur Sache gehen würde: Die Streetcountry-Band „Mr. Blue“ aus Gelsenkirchen wird der Kultkneipe mit rotzigem Rock’n’Roll den letzten Abend am Samstag, 18. August, ab 20 Uhr versüßen. Unterstützt werden sie dabei von DJ Spy. Auch an diesem Abend ist der Eintritt frei.

Daniela Loof bedauert das Aus: „Wir waren einzigartig auf der Rüttenscheider und immer offen für alle, das haben auch unsere Gäste immer geschätzt. Bei uns war halt jeder willkommen.“ Den Kopf in den Sand stecken wollen sie und ihr Geschäftspartner aber nicht. Zurzeit suchen beide eine geeignete Location für einen möglichen Nachfolger des Soul Hell Café - am liebsten in Rüttenscheid.