Mit dem Soul Hell Café geht ein Stück Kiez aus Rüttenscheid
28.07.2012 | 15:02 Uhr 2012-07-28T15:02:00+0200
Essen-Rüttenscheid. Mit Trauer reagieren viele Fans und Stammgäste des Soul Hell Café auf die angekündigte Schließung der Kiezkneipe am 18. August. Der Mietvertrag für das Ladenlokal wird nicht verlängert, weil es Vermietern und Nachbarn zu laut war.
Live-Konzerte in heimeliger Kiez-Atmosphäre und 100 Prozent Rockabilly gehören an der Kahrstraße bald der Vergangenheit an. Mit einem schwarzen Trauerplakat bittet das Soul Hell Café auf seiner Homepage am 17. und 18. August zum letzten Tanz.
Vor vier Jahren hatten Daniela Loof und Christian Voss ihre Stammkneipe übernommen, um sie vor dem Aus zu retten. Nun wird der Mietvertrag nicht verlängert, dem bei vielen Kneipengängern beliebten Duo blieb nichts anderes übrig. Dem Vermieter war es schlichtweg zu laut, er hätte lieber „etwas ruhigeres“ in den Räumen. Ein stiller Abschied kommt für Daniela Loof und Christian Voss nicht in Frage: Stattdessen kommen DJ Pfeifer, DJ Cocain, DJane Conny, DJ Wolliwood, DJ Spy, DJ Uli und DJ Yardshaker am Freitag, 17. August, zu einem „Last Battle of the DJs“ zusammen. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.
Live-Konzert mit Streetcountry-Band „Mr. Blue“
Das Soul wäre dabei nicht das Soul, wenn es nicht zum großen Finale noch mal live zur Sache gehen würde: Die Streetcountry-Band „Mr. Blue“ aus Gelsenkirchen wird der Kultkneipe mit rotzigem Rock’n’Roll den letzten Abend am Samstag, 18. August, ab 20 Uhr versüßen. Unterstützt werden sie dabei von DJ Spy. Auch an diesem Abend ist der Eintritt frei.
Daniela Loof bedauert das Aus: „Wir waren einzigartig auf der Rüttenscheider und immer offen für alle, das haben auch unsere Gäste immer geschätzt. Bei uns war halt jeder willkommen.“ Den Kopf in den Sand stecken wollen sie und ihr Geschäftspartner aber nicht. Zurzeit suchen beide eine geeignete Location für einen möglichen Nachfolger des Soul Hell Café - am liebsten in Rüttenscheid.
13:20
Für die Gäste ein Schock, ist wohl ein Witz.
Das die Bude zugemacht wurde, war schon lange überfällig.
Habe selbst dort in der Nähe gewohnt, Lärm ist noch der harmloseste Ausdruck, Krach bis in die Morgenstunden gegen 5 Uhr waren keine Seltenheit.
Extrem laute Musik, alle Fenster und Türen auf, draußen noch Stehtische, draußen nur lautes Geschreie und Gesaufe bis morgens früh.
Sperrstunde wurde immer ignorieret, Polizei stand laufend wegen Lärmbelästigung auf der Matte.
Während sich alle anderen Kneipen wie Ampütte, Zucca, Zweibar, etc. an die Gesetze hielten, meinten die Betreiber und deren Gäste, machen zu können was sie wollten.
Das der Pachtvertrag nicht mehr verlängert wurde war die logische Konsequens für diese rücksichtslosen Ignoranten und ist nur zu begrüßen.
Da kommt dann noch mehr demnächst auf Sie zu, wenn die ganzen Raucher die ganze Nacht von Staats wegen zum Draussen-Stehen verurteilt werden. Staatlich subventionierte Lärmbelästigung eben. Irgendwie lustig.
10:41
Die schlechteste der schlechten Nachrichten im Juli :-(
Toi toi toi für die Suche nach einem neuen Laden, hoffentlich bleibt ihr hier in der Nähe.
01:32
Lärmschutz ist ein Grundrecht!
Schallschutzwände kosten Millionen und Porsche und Co dürfen bei "LEISTUNGsABRUFUNG" dröhnen was des Zeug hält !
Der Sound sollte sich an " Simon and Garfunkel " orientieren.
Leise geht auch und als Hintergrung sehrwohl angenehm für ALLE:
09:48
Jetzt müssten die anderen Mieter diesen Vermieter eigentlich meiden! Hoffentlich findet Ihr was neues!