Leseclub im Falkenzentrum Süd eröffnet

Gisela Kühn (l.)  vom Verein zur Förderung der Kinder- und  Jugendliteratur eröffnete, verkleidet als Sams, den Leseclub mit.
Gisela Kühn (l.) vom Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur eröffnete, verkleidet als Sams, den Leseclub mit.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Der Club entstand in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Holsterhausen. Kinder sollen ohne Leistungsdruck Freude am Lesen entwickeln.

Essen-Holsterhausen..  Neue Anlaufstelle für Bücherfreunde: Das Falkenzentrum Süd an der Holsterhauser Straße 200 eröffnete gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek Holsterhausen und der Stiftung Lesen einen neuen Leseclub. Mit Freude und ohne Leistungsdruck lesen und so Spaß an der Beschäftigung mit Büchern entwickeln – das ist die Idee hinter den Leseclubs, die die Stiftung Lesen für sechs- bis zwölfjährige Kinder im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bundesweit einrichtet.

Mehrmals in der Woche können Kinder sich dort mit Edgar Backs, Florian Tilgner und Verena Gardemann treffen, die den Leseclub leiten. Im Rahmen vielfältiger Aktionen und Projekte wird den Kindern in Zukunft ein Nachmittagsprogramm geboten, das sie auf spielerische Weise für das Lesen begeistert. Im Mittelpunkt der Aktionen steht die vielseitige Beschäftigung mit Medien.

Während der regelmäßigen Öffnungszeiten des Leseclubs wird gelesen, gespielt oder auch mit digitalen Medien gearbeitet. Mit diesem Angebot sollen vor allem Kinder angesprochen werden, die normalerweise weniger gern lesen. Ziel ist es, deren Motivation zu steigern.

„In den Leseclubs werden die Kinder professionell betreut und ihre Lesekompetenz wird individuell und spielerisch gefördert“, so Angelika Actun vom Falkenzentrum Süd. „Die Investition in einen neuen Leseclub ist daher auch gleichzeitig eine Investition in die Bildungsfähigkeit der Kinder.“

Prominente Botschafter

Der zuständige Projektmanager bei der Stiftung Lesen, Wolf Borchers, ergänzt: „Je mehr Freude Kinder am Lesen entwickeln, desto besser können sie in der Regel später lesen. Lesefreude sollte daher so früh wie möglich geweckt werden. Wir hoffen, dass wir mit den unterschiedlichsten Partnern in ganz Deutschland noch viele weitere Clubs einrichten werden.“

Die Stiftung Lesen will den Zugang zu Büchern für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen einfacher machen. Als Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern – Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen – Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch.

Zu ihren Initiativen zählen der jährliche „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Zahlreiche Prominente unterstützen die Stiftung als Botschafter. Die Stiftung wurde 1988 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.