Kur vor Ort lädt Senioren zum Rollator-Tanz

Karsten Peipe (Kur vor Ort) und Gudrun Rosche (Kursleitung) freuen sich auf den Start des Tanzkurses.
Karsten Peipe (Kur vor Ort) und Gudrun Rosche (Kursleitung) freuen sich auf den Start des Tanzkurses.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im April startet ein besonderer Kurs für ältere Menschen im Grugapark. Neben dem körperlichen Training steht Geselligkeit im Vordergrund.

Essen-Rüttenscheid.. Einen Tanzkurs der etwas anderen Art können die Teilnehmer des Angebots „Tanzen im Sitzen und Rollatortanz“ ab Freitag, 24. April, in der großen Gymnastikhalle bei Kur vor Ort im Grugapark erleben. Dort wird der Rollator zum Tanzpartner. Musikalisch reicht das Repertoire von Twist-Stücken bis zu Klassikern wie „Griechischer Wein“. Unter der Leitung von Tanzlehrerin Gudrun Rosche lernen Senioren, sich zur Musik zu bewegen. Dabei geht die Leiterin auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Teilnehmers ein. Jeder tanzt mit seinem rollenden Partner im Rahmen seiner eigenen Fähigkeiten.

Gerade für Senioren sei Tanzen eine ideale Art der Bewegung, erläutert Gudrun Rosche. Herz und Kreislauf werden unterstützt, die Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit wird gefördert, die Muskulatur gestärkt.„Beim Lernen der Schrittfolgen wird zudem das Gedächtnis trainiert“. weiß Rosche. Sturzprophylaxe sei ein durchaus gewünschter Nebeneffekt.

Wie Menschen das Altern empfinden, hat sich in den letzten Jahren verändert. „Senioren mit Rollatoren sind aus dem Stadtbild gar nicht mehr wegzudenken“, sagt Karsten Peipe von Kur vor Ort und Mitverantwortlicher für den Rollatortanzkurs.

Senioren werden immer aktiver, die Scheu, sich mit dem Rollator in der Öffentlichkeit zu bewegen, schwindet. Stattdessen bekommen ältere Menschen, die nicht mehr gut laufen können, durch die Gehhilfe wieder etwas von ihrer Selbstständigkeit zurück. Sie können aktiv am Alltag teilnehmen, sind unterwegs und können demnächst auch wieder die Hüften kreisen lassen. „Das macht den Leuten Spaß“, weiß Gudrun Rosche aus ihrer Erfahrung mit anderen Rollator-Tanzgruppen.

„Selbstverständlich unterscheidet sich der Rollator-Tanz von anderen Tanzarten“, berichtet sie. „Oft werden die Senioren im Alltag nicht besonders gefordert, aber wenn sie dann tanzen, sieht man, dass sie beweglicher sind, als man denkt.“ Nach dem Aufwärmen im Sitzen starten die Teilnehmer dann mit einer richtigen Choreographie. „Nach den ersten Tippelschritten gibt’s dann auch schon mal einen Stau“, berichtet die Tanzlehrerin lächelnd. Häufig fangen die Senioren irgendwann sogar an, mitzusingen und zu klatschen. Die meisten Stücke hat Rosche jedoch bewusst ohne Gesang gewählt. „Sonst wird nur die Konzentration von den Tanzschritten abgelenkt“, erklärt sie.

Nach der Bewegung können die Tänzer dann bei einem Kaffee zum Austausch und Gespräch zusammenkommen. „Auch das soziale Gefüge soll gestärkt werden“, erläutert Peipe. Getanzt wird zehnmal eine Stunde. Start ist jeweils um 15 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro. Anmeldungen sind ab sofort unter 856 100 möglich. Einen weiteren Kurs soll es im Herbst geben.