Künstlerin gestaltet Gruga-Plakat

Künstlerin Anna Grafen präsentiert das Plakat.
Künstlerin Anna Grafen präsentiert das Plakat.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Anna Grafen war schon als Kind ein großer Fan des Parks. Der Verkaufserlös des Plakats soll einen Beitrag zur Wiederaufforstung leisten.

Essen-Rüttenscheid..  Im Januar wurden die ersten neuen Bäume eingepflanzt, doch noch sind längst nicht alle Schäden des Pfingststurms Ela im Grugapark behoben. Als Ela vor fast einem Jahr 350 Bäume im Park zerstörte, war für Künstlerin Anna Grafen klar, dass sie helfen möchte: „Ich bin in Essen aufgewachsen und war schon als Kind großer Gruga-Fan. Insofern ist es schlimm, wenn man sieht, wie viel der Sturm zerstört hat.“ Also wandte sie sich an die Parkleitung und schlug vor, ein Plakat zu gestalten und einen Teil des Erlöses für Reparaturen zu spenden.

Sieben Monate hat Anna Grafen an ihrem Bild gearbeitet und ist dabei immer wieder mit ihrer Kamera in den Grugapark gefahren, um Fotos zu machen, die ihr dann als Vorlage dienten. Entstanden ist ein Werk, das sich sehen lassen kann: Im Mittelpunkt steht der Grundriss des Parks, umgeben von Abbildungen der Attraktionen, wie dem Ronald McDonald-Haus oder auch den Pelikanen, die seit der Bundesgartenschau vor 50 Jahren dort leben. Die Liebe zum Detail war Grafen besonders wichtig: „Gerade die Kinder können auf dem Bild immer wieder etwas Neues entdecken. So, wie es im Park ja auch der Fall ist.“

Die Verantwortlichen des Grugaparks unterstützten die Künstlerin während des Entstehungsprozesses, wie Julia Trippler erklärt: „Wir haben uns gelegentlich getroffen und konnten unsere Ideen und Wünsche mit einbringen. Ohne Anna Grafen hätten wir das aber natürlich nicht umsetzen können.“ Trippler organisiert die Ausstellungen im Grugapark und hat bereits einen geeigneten Platz für das Plakat gefunden: „In unserem Infocenter sind häufig Kunstausstellungen, deshalb passt das Bild perfekt hier hin.“

Ein Euro des Kaufpreises von jedem Bild kommt der Neuanschaffung von zerstörten Bäumen zugute. Damit könne man natürlich nicht alle Schäden ersetzen, dennoch seien sie froh um jede Spende, betont Trippler. Gruga-Sprecher Eckhard Spengler erklärt, warum es so schwierig ist, neue Bäume einzusetzen: „Teilweise sind sehr seltene Baumarten zerstört worden, die man nicht einfach im Gartencenter kaufen kann. Außerdem sollen die Bäume schon gut aussehen, wenn wir sie einpflanzen, der Transport ist also auch nicht so leicht.“ So kann ein einzelner Baum Kosten von bis zu 10 000 Euro verursachen.

Zu erwerben sind die Plakate für 12,95 Euro im Infocenter des Grugaparks bei der Orangerie, bei der Mayerschen Buchhandlung in Rüttenscheid und auf der Internetseite von Anna Grafen. „Jeder, der möchte, kann sich jetzt den Grugapark ins Wohnzimmer hängen und dabei noch etwas Gutes für den Park tun“, freut sich die Künstlerin.