Klettergerüst der Kita Christus König bleibt vorerst gesperrt

Alternative Spielmöglichkeiten hat Kindergartenleitern Beate Entian, hier mit Mathilda, auf dem Außengelände der Kita Christus König geschaffen.
Alternative Spielmöglichkeiten hat Kindergartenleitern Beate Entian, hier mit Mathilda, auf dem Außengelände der Kita Christus König geschaffen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dekra stellte Mängel an neuem Gerät fest. Die Rutsche ist dagegen wieder nutzbar. Großvater beklagt fehlende Bewegungsmöglichkeiten.

Essen-Haarzopf..  Einen „Hilferuf“ per E-Mail schickte jetzt ein Großvater, dessen Enkel den katholischen Kindergarten der Gemeinde Christus König am Tommesweg besucht. „Eigentlich lässt sich nichts Negatives über den Kindergarten berichten, aber seit etwa vier Wochen haben sich die Spielbedingungen für die Kinder dort drastisch verschlechtert“, schreibt der Großvater, der anonym bleiben will, um seinem Enkel nicht zu schaden. Um jedes Spielgerät auf dem Außengelände hänge Flatterband, Rutsche und Schaukel seien gesperrt und auch das neue Klettergerüst sei nur drei Wochen in Benutzung gewesen. Jetzt sei es ebenfalls gesperrt. Dabei seien Bewegungsmöglichkeiten doch so wichtig, findet der Großvater,

Beim Kita-Zweckverband des Bistums Essen, dem der Kindergarten am Tommesweg angeschlossen ist, weiß man um die Situation. „In allen 271 Kitas, die unserem Verband angegliedert sind, werden die Außenspielgeräte jährlich von der Dekra überprüft“, erklärt Mirja Wolfs, stellvertretende Geschäftsführerin des Kita-Zweckverbandes. Damit komme man den gesetzlichen Vorschriften nach. Wenn das Dekra-Gutachten vorliege, kümmere man sich um die Beseitigung etwaiger Mängel.

Die Geräte der Kita Christus König seien Mitte Februar überprüft, der Bericht sei dem Zweckverband zugestellt worden. Das neue Klettergerüst, das zum Teil vom Förderverein mitfinanziert worden sei, sei von der Dekra in Bezug auf Abstände und Fallschutz beanstandet worden. „Jetzt gibt es einen Streit zwischen der Fachfirma, die das Gerät aufgestellt hat, und der Dekra, so dass ein Gegengutachten erforderlich wird. Deshalb kommt es jetzt zu Verzögerungen. Die Kinder sind die Leidtragenden, weil sie das Spielgerät derzeit nicht benutzen können“, sagt Mirja Wolfs. Sie könne verstehen, dass die Kinder, die sich lange auf das Gerät gefreut hätten, enttäuscht seien. Das gelte auch für die Eltern, gerade wenn der Förderverein zur Anschaffung beigetragen habe. Dennoch habe natürlich die Sicherheit der Kinder höchste Priorität, so Wolfs. Die Fachfirma sei um die Beseitigung der Mängel gebeten worden, zumal man sich noch in der Garantiephase befinde.

Die sogenannte Nestschaukel könne dagegen bespielt werden. Allerdings sei eine Beaufsichtigung durch Fachpersonal erforderlich, da die Schaukel weit ausschwinge und sichergestellt werden müsse, dass kein Kind in den Weg laufe. Deshalb sei der Bereich um die Schaukel weiträumig abgetrennt worden, um den Kindern zu signalisieren, dass man dort besonders achtgeben müsse. Wolfs: „Die Abtrennung soll durch Büsche aber noch schöner gestaltet werden.“

Die Rutsche sei gesperrt gewesen, weil durch die massiven Regenfälle der letzten Zeit der Erdboden verrutscht gewesen sei. Eine Firma habe den Bereich aber bereits wieder aufgefüllt, so dass die Rutsche wieder zum Spielen freigegeben sei. Zudem hätten die Erzieherinnen für Ersatzangebote gesorgt, indem sie beispielsweise Teile der Bewegungsbaustelle von innen nach außen verlagert hätten. Auch Malwände, ein Schachspiel und Spielgeräte wie Roller und Bobbycar stünden zur Verfügung. „Die Kita Christus König wurde mehrfach für ihr hervorragendes Bewegungskonzept gelobt. Gerade in den letzten zwei Jahren sind für die U-3-Betreuung Fördergelder von über 200 000 Euro in die Einrichtung geflossen. Die motorische Förderung läuft nach neuesten Erkenntnissen ab“, versichert Wolfs.