Kinderbetreuung wird weiter verbessert

Der Innenausbau ist abgeschlossen, aktuell bekommt das Außengeländer der neuen Kita St. Ludgerus den letzten Schliff.
Der Innenausbau ist abgeschlossen, aktuell bekommt das Außengeländer der neuen Kita St. Ludgerus den letzten Schliff.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Kindergartenjahr startet vielversprechend: Am 1. Juli beginnt der Umzug an der Franziskastraße. Evangelische Kitas werden Familienzentrum.

Essen-Rüttenscheid..  Der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote in Rüttenscheid geht weiter voran: Zum einen öffnet im nächsten Kindergartenjahr, das im August startet, die neugebaute Kita St. Ludgerus an der Franziskastraße mit rund 100 Plätzen. Und auch für die drei evangelischen Einrichtungen an der Isenberg-, Julien- und Lotharstraße brechen neue Zeiten an: Sie schließen sich zu einem Verbund-Familienzentrum zusammen.

Der Kita-Ausbau seit 2011 im Überblick

„Das bedeutet keine neuen Plätze oder bauliche Veränderungen in den Einrichtungen, sondern vielmehr ein verbessertes Angebot für alle Familien im Stadtteil“, erläutert Heike Tenberg, Fachbereichsleiterin der evangelischen Kitas in Essen, die Idee des Familienzentrums. Demnach laufen derzeit Gespräche zwischen den Einrichtungen, wo der Schwerpunkt der künftigen Arbeit liegen soll. In Rüttenscheid wurden bereits die Awo-Kita im Girardethaus und die städtische Kita an der Brassertstraße zu Familienzentren zertifiziert. Die Vermittlung von Tagesmüttern, Beratung in Erziehungsfragen oder auch verschiedene Bewegungskurse für Eltern und Kinder sind dort Leitfäden. „Wichtig ist, dass sich Familienzentren immer an alle Eltern und Kinder aus dem Stadtteil richten, also nicht nur an die Mütter und Väter der Kita“, sagt Tenberg. Wer Familienzentrum wird, entscheidet das Land, das die Zertifizierung in diesem Fall mit 13 000 Euro unterstützt. Der Ausbau der Familienzentren ist Bestandteil des 2008 vom Landtag beschlossenen Kinderbildungsgesetzes.

Betrieb startet am 10. August

Weit fortgeschritten ist indes auch der Bau der Kita an der Franziska-straße. Der Innenausbau sei bereits abgeschlossen, aktuell würden die Außenanlagen auf Vordermann gebracht, berichtet Mirja Wolf, stellvertretende Geschäftsführerin des zuständigen Kita-Zweckverbands im Bistum Essen. Bereits ab 1. Juli beginnt für die Erzieherinnen der Umzug. Seit dem Abriss der alten Kita im vergangenen Sommer war für die 59 Kinder und elf Erzieherinnen in der Kita St. Engelbert an der Beethovenstraße eine Übergangslösung geschaffen worden. Dort ist künftig wieder ein bisschen mehr Platz: „Wir können pünktlich am 10. August nach den Kindergartenferien in den neuen Räumen starten. Wenig später ist auch eine offizielle Einweihungsfeier geplant“, sagt Wolf. Die 100 Betreuungsplätze sind bereits vergeben, zwei Gruppen mehr finden Platz in dem bunten „Dorf für Kinder“. Dabei mietet der Kita-Zweckverband die Gebäude von der Gemeinde St. Ludgerus und Martin, die die Investitionskosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro komplett mit eigenem Risiko gestemmt hat.