„Keine Tiefgarage unterm Markt“
21.06.2010 | 17:17 Uhr 2010-06-21T17:17:00+0200
Rüttenscheid.Die Rüttenscheider Grünen sehen das Projekt Tiefgarage unter dem Rüttenscheider Markt sehr kritisch. Bislang seien „keine überzeugenden Pläne vorgelegt“ worden, heißt es. Zudem sehen die Grünen keinen Bedarf.
Die Rüttenscheider Grünen mischen sich in die Diskussion um Rüttenscheider Verkehrsprojekte ein. „Unser Ziel ist es, Rüttenscheid als lebenswerten Stadtteil zu gestalten“, so Matthias Klahold, Fraktionschef der Grünen in der Bezirksvertretung II. Dazu sei eine ausgewogene Planung notwendig, die Verkehrsteilnehmer und Anwohner berücksichtige.
Eine Tiefgarage unter dem Rüttenscheider Markt sehen die Grünen dabei sehr kritisch. Trotz jahrelanger Diskussionen seien in den vergangenen Jahren keine überzeugenden Pläne vorgelegt worden, die realistische Bauzeiten und eine durchgehend ansprechende Gestaltung, auch der notwendigen Übel, wie Ein- und Ausfahrten vorweisen konnten. „Wie auch andere Fraktionen in der BV lehnen die Grünen ohne ein durchdachtes Verkehrskonzept diesen Vorschlag ab. Dafür gibt es in der Bezirksvertretung auch eine Mehrheit,“ ist sich der Rüttenscheider Bezirksvertreter Moritz Balz sicher.
„Bestehender Parkraum wird nicht optimal genutzt“
„Solange bereits bestehender Parkraum zum Beispiel im Parkhaus in der Bertholdstraße, trotz bestehendem Parkleitsystem nicht optimal genutzt wird, sehen wir keinen Bedarf für eine Tiefgarage“, so Klahold.
Wichtiger seien Planungen für den Stern: Gerade mit dem Leerstand im Hertie-Gebäude müsse dieser Platz als Zentrum des Stadtteils entwickelt werden, fordern die Rüttenscheider Grünen. „Hier müssen wir auch in Zeiten knapper Kassen kreative Allianzen mit Initiativen und Gastronomen schmieden, die eine Umgestaltung und Belebung ermöglichen“, so Balz.
Zudem wünschen die Grünen mittelfristig eine Sperrung der durch den Autoverkehr stark beanspruchten Rüttenscheider Straße, nahe des Sterns, für einige Stunden am Samstagvormittag. Hier sei aber zunächst der Dialog mit den Rüttenscheidern gewünscht.
22:16
Ich verstehe die Aufregung und die paar Parkplätze auf der Rü nicht. Am Samstag fallen erheblich mehr Parkplätze auf dem Markt weg und da regt sich auch keiner auf. Und offensichtlich gibt es keine Probleme mit dem Publikums-Andrang oder?
Wenn ich natürlich aller Welt vorjammere es gibt keine Parkplätze dann darf ich mich nicht wundern, daß auch niemand mehr kommt.
Übrigens ich habe zur Zeit der Sperrung vor 10 Jahren direkt parallel zur Rü gewohnt. Da gab es nicht mehr Chaos als sonst.
21:25
@12 von mao
Die Rü könnte eine ernsthafte Alternative sein. Ich persönlich würde auf jeden Fall lieber dort einkaufen gehen als in den Konsumtempeln, die uns mittlerweile überall angeboten werden.
Das Aufrechnen von Parkhäusern gegen Schulen macht wenig Sinn. Mit der Argumentation dürfte man gar kein Gebäude mehr renovieren. Außerdem sind hier ja auch vor allem die Geschäfttsleute gefordert, die ihre Kundschaft nach Rüttenscheid locken möchte.
09:38
#11
Wer sucht auf der Rü freiwillig mit dem PKW einen Parkplatz?
Essen ist heruntergewirtschaftet, das sieht man an vielen Immobilien.
Wollen Sie denn lieber ein Parkhaus als eine Schule sanieren/neubauen?
00:17
Der Hinweis auf das Parkhaus Betholdstraße ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint. Wer betritt denn freiwillig dieses Gebäude? So sah es ja in den schlimmsten Zeiten im Ostblock nicht aus.
Tatsächlich ist die Rü ziemlich verkorkst. Weder als Fußgänger noch als Radfahrer oder Autofahrer fühlt man sich da so richtig wohl. Die Sperrung am Samstag ist keine schlechte Idee, wenn man aber nirgendwo sein Auto abstellen kann, fährt man doch lieber weiter in die Innenstadt.
22:28
Ja, Dorotheenstraße ist ein tolles Beispiel, da kann ein Schild samstags stehen, jeder bekloppt Autofahrer muss aber selber die 80 Meter bis zur Rü fahren, um zu sehen, dass für ihn es wirklich nicht weiter geht.
Insgesamt sind 2 Straßen betroffen, Emmastraße und Dorotheenstr.
Welche tollen Radwege in Rü meinen Sie denn? Doch nicht die alteMarkierung auf der Rü, längst schon nicht mehr Fahrradwege, da Schilder weg.
21:21
Wer ein bisschen nachdenkt oder bei der Rü-Sperrung vor ca. 10 Jahren das Chaos in den Seitenstraßen erlebt hat, der wird sich dreimal überlegen, ob er das wiederholen möchte.
Echt toll für Radler und Anwohner, wenn sich dort die Autos stauen, kolonnenweise bis kurz vor die Absprerrung an der Rü kriechen, um dann im größten Gedränge in einer Einbahnstraße kolonnenweise wieder zu wenden (Beispiel Dorotheenstr.). Eine echte Verbesserung der Verkehrslage.
Die Rü-Sperrung ist nur ein Prestigeprojekt für Bezirksbürgermeister Roy und für die Grünen, die uns auch schon die tollen Radwege in Rüttenscheid gebracht haben, die in der Praxis kein Radler benutzt. 20% Wählerstimmen gibts im Bezirk II dafür trotzdem ...
14:31
#7
Die Kaufmannschaft hat nur die irrige Befürchtung, dass bei einem Verbot der samstäglichen Essener Motorshow auf der Rü diese Snobs wegbleiben würden.
Fahrradfahrer, die haben kein Geld, sonst würden sie ja ihren SUV spazieren fahren, so die Denke.
Es ist auch stilischer, ein Ticket für Parken in der 2. Reihe zu kassieren, als in das Parkhaus Bertoldstraße zu fahren.
14:13
Jetzt mal ganz ehrlich, wer an Samstagen die Rüttenscheider hoch- oder runterfährt... der hat zuviel Zeit. Wir kommen immer per pedes oder mit der Bahn.
Zu dem Klumpatsch kommt es ja aber auch, weil einige Herrschaften zu faul sind, 100 m Fußweg zu machen und sich etwas in den Seitenstraßen/Parkhaus Bertholdstraße zu suchen. Vielen ist das Parkhaus zwar auch zu eng (Hallo Omma!), aber die sollten dann prinzipiell mit dem ÖPNV anreisen. Das und zu Fuß/Rad ist sowieso die beste Möglichkeit.
Dialog an sich ist ja prima, aber dann wird es ein ewiges Hickhack zwischen den Leuten; sperrt direkt und guckt nach ein paar Monaten wie es sich entwickelt hat. Weil großartig planen kann man sowas, denke ich nicht, weil die Leute doch am Ende immer anders reagieren als gedacht.
10:20
@ 4: Sie haben recht, bei einer Einbahnstraßenregelung könnten vormittags sogar die Geschäfte beliefert werden, wenn die Wagen auf einer Seite parken und damit der Verkehrsfluß nicht aufgehalten würde. Auf der Gemarkenstraße in Holsterhausen klappt das seit Jahren problemlos und KEIN Geschäftsinhaber/Gastronom meckert darüber. Aber vielleicht will die BV in Rüttenscheid das nicht nachmachen, weil sie sich für etwas Besonderes in einem besseren Stadtteil hält??
Selbst unser Radfreund Bürgemeister Fliß von den Grünen traut sich nicht nicht diesen heißen Topf anzufassen. Schade.
10:12
#2 Ich kann die Argumente gegen eine samstägliche Beschränkung der Rü auf Fußgänger und Fahrradfahrer nicht nachvollziehen.
Andere Städte haben in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass Fußgängerzonen angenommen werden.
In Essen bedeuten 350m Fußgängerzone für 6 Stunden den Untergang. Gastronomen würden profitieren, weil für Außenplätze eher Platz wäre, wenn nicht PKWs den Platz wegnehmen würden.
Andere positive Veränderungen nach Einschränken des MIV sieht man am Isenbergplatz, kein PKW-Verkehr schon hat man öffentliches Leben den ganzen Tag.