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Kanalsanierung im Mädchenviertel ab Jahresende

21.10.2014 | 09:00 Uhr
Kanalsanierung im Mädchenviertel ab Jahresende
Wegen Probebohrungen wurde an der Emmastraße bereits im Frühjahr ein großräumiges Halteverbot verhängt.Foto: Marc Friedrich

Essen-Rüttenscheid.   Der Bezirksvertretung II müssen die Pläne für die Kanalsanierung auf der Emma- und Hedwigstraße noch vorgelegt werden. Die Interessengemeinschaft Rüttenscheid hat nun einen umfangreichen Appell zur Minimierung der Baustellenfolgen verfasst. Darin wird u.a. gefordert, die Baustellenzeit zu überprüfen.

Droht Rüttenscheid ein noch größeres Park- und Verkehrschaos, wenn die Stadtwerke mit ihrer umfangreichen Kanalsanierung im Bereich Emma- und Hedwigstraße beginnen? Wie am Samstag berichtet, sollen dort voraussichtlich ab Ende Dezember die Abwasserkanäle sowie die Gas- und Wasserleitungen erneuert werden. Ursprünglich hätten die Arbeiten Ende Oktober starten sollen. Da die Bezirksvertretung II aber erst in ihrer nächsten Sitzung am 4. Dezember über die Pläne beraten kann, verzögert sich der Termin.

„Wir sind in diesem Fall nicht entscheidendes, aber beratendes Gremium. Stellen wir fest, dass die Baustelle in dem ein oder anderen Bereich noch optimiert werden kann, werden wir das Gespräch mit den Stadtwerken suchen“, so Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt. Das sei beispielsweise zuletzt auch im Fall der Kanalerneuerung in der Krawehlstraße passiert, wo die Stadtteilpolitiker sich für eine bessere Entlastung der Anwohner eingesetzt hätten.

Anwohner der Brigittastraße klagen über stockende Arbeiten

Von den Arbeiten sind große Teile des Mädchenviertels betroffen. Foto: hoffmann h

Rolf Krane, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR), mahnt für die Arbeiten im Mädchenviertel nun ebenfalls größte Sorgfalt bei der Planung an: „Wenn die Arbeiten wie angekündigt nur abschnittsweise laufen und zügig vonstatten gehen, dann werden sich die Probleme in Grenzen halten, dann kann der Stadtteil das stemmen. Die Maßnahmen sind ja wichtig und notwendig – allerdings plädiere ich dafür, einen genauen Zeitplan vorzulegen und diesen auch genau zu kontrollieren“, so Krane. An der Brigittastraße, wo noch bis Ende kommenden Jahres die Kanäle saniert werden, hätten Anwohner häufiger von stockenden Arbeiten oder einer zeitweise verwaisten Baustelle berichtet: „Viele Bürger dort sind unzufrieden, weil es nicht vorwärts geht. Wenn das spezifische Gründe hat, müsste man sie den Anliegern allerdings auch mitteilen“, so Krane. Auf der Facebook-Seite der IGR kommentiert etwa ein Nachbar: „Wieso dauert das alles so lange? In der Zeit bauen die in Holland ganze Fernstraßen über mehrere Kilometer.“

Mit einem umfangreichen Appell zur Minimierung der Baustellenfolgen wandte sich Krane jetzt u.a. an die Stadtwerke, den Bau- und Verkehrsausschuss sowie die Bezirksvertretung II. Darin schlägt er mehrere Maßnahmen vor, etwa ein Bonus-/Malussystem für die Baustellendauer sowie an Wochenenden und nachts die Freigabe von Stellflächen, wenn diese nicht dauerhaft als Lager für die Baustelle genutzt werden. Krane: „Das ist ein Problem des Bauherren, dass nicht ohne Not auf die Allgemeinheit abgewälzt werden darf.“

Jennifer Schumacher

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Kanalsanierung im Mädchenviertel ab Jahresende
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2014-10-21 09:00
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