Kanalbauarbeiten im Nachtigallental starten im Herbst

Claudia Köster (vorne rechts) von den Stadtwerken erläuterte den Bürgern die Maßnahme.
Claudia Köster (vorne rechts) von den Stadtwerken erläuterte den Bürgern die Maßnahme.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Vertreterinnen der Stadtwerke erläuterten die geplanten Bauabschnitte im Nachtigallental. Waldwege werden zeitweise gesperrt.

Essen-Margarethenhöhe..  Während einer Wanderung erfreut man sich normalerweise an der Natur, die einen entlang der Wege umgibt. Angesichts der bevorstehenden Baumaßnahmen wollte diese Freude bei den rund 25 Bürgern im Nachtigallental nicht so recht aufkommen. Sie waren der Einladung des CDU-Ortsverbandes Margarethenhöhe gefolgt, um sich über die Erneuerung des Abwasserkanals „Kesselbachsammler“ in ihrem Stadtteil zu informieren.

Brigitte Harti, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, verbringt ihre Freizeit gerne in dem Waldstück: „Ich gehe hier regelmäßig spazieren oder joggen. Deshalb wird die Zeit während der Baumaßnahmen wahrscheinlich unangenehm. Trotzdem bin ich froh, dass dieses Projekt dann in absehbarer Zeit auch abgeschlossen ist.“ Ihr war es daher ein besonderes Anliegen, den Bürgern direkt vor Ort zu zeigen, welche Maßnahmen getroffen werden.

Bereits seit einigen Jahren arbeiten die Stadtwerke und die Emschergenossenschaft im Bereich des Kesselbachs. „Der alte Abwasserkanal liegt in der Aue nur knapp unter der Erde und ist beschädigt. Für eine Sanierung wäre also ein erheblicher Eingriff in die Natur nötig gewesen“, erklärt Claudia Köster. Sie ist die Projektleiterin der Stadtwerke und begleitete die Wanderung mit ihrer Kollegin Yucai Bi-Giahparvar.

In zwei Bauabschnitten sollen die neuen Abwasserleitungen ab Herbst dieses Jahres verlegt werden. Der erste Abschnitt reicht von der verlängerten Fulerumer Straße nördlich des Friedhofs bis kurz vor die Einmündung des Weges am Restaurant Hülsmannshof. Er soll innerhalb von sechs Monaten fertiggestellt werden. Für den zweiten Abschnitt bis kurz vor dem Halbachhammer ist eine Bauzeit von zehn Monaten veranschlagt, da die Rohre unterirdisch verlegt werden.

Eigentlich sollten diese Arbeiten bereits 2013 durchgeführt werden, die Planungen konnten allerdings nicht vollendet werden. „Durch diverse Sturmschäden war das Waldstück zeitweise gesperrt. Um die baulichen Maßnahmen sinnvoll planen und vorbereiten zu können, müssen wir aber vor Ort sein, deshalb sind die Planungen ins Stocken geraten“, so Claudia Köster.

Mehrere Bäume werden gefällt

Die Rohre des alten Abwasserkanals bleiben an Ort und Stelle, nur die sichtbaren Schachtdeckel werden zurückgebaut. Damit die Baufahrzeuge die Gruben für die unterirdischen Leitungen erreichen, müssen noch mehrere Bäume gefällt werden. Die Begrünung werde nach Abschluss der Bauarbeiten aber wiederhergestellt. Auch die Waldwege sollen dann mit feinem Material bedeckt sein.

Die betroffenen Wege sind während der geplanten 16-monatigen Bauphase bis Frühjahr 2017 teilweise gesperrt. Die Umleitungen für Rad- und Fußwege schildern die Stadtwerke aus. Zeitweise kann es auch zu Halteverboten in der verlängerten Fulerumer Straße, der Altenau und dem Tommesweg kommen.

Im September berichten Claudia Köster und Yucai Bi-Giahparvar vor der Bürgerschaft Margarethenhöhe ein weiteres Mal über die Kanalbauarbeiten.