IGR-Chef Rolf Krane dirigierte Rü-Fest aus Krankenhaus heraus

Dichtes Gedränge herrschte beim Rü-Fest. Bild: Kerstin Kokoska
Dichtes Gedränge herrschte beim Rü-Fest. Bild: Kerstin Kokoska
Foto: Essen
Am Wochenende wurde vielerorts gefeiert. Rü-Fest-Organistor Rolf Krane steuerte die Party nach einem Sturz vom Krankenhaus aus.

Essen.. In zwei Wochen beginnen die Sommerferien. Die Zeit bis dahin nutzen viele Veranstalter für ihre Feste. So hatten die feierfreudigen Essener an diesem Wochenende die Qual der Wahl.

Von gemütlich und überschaubar beim Bürgerfest auf der Margarethenhöhe, über familientauglich im historischen Ambiente beim Burgfest in Burgaltendorf und jugendorientiert mit Bands und Bikes bei „Kray or die“ im Krayer Volksgarten bis hin zur Riesen-Partymeile beim Rü-Fest auf der Rüttenscheider Straße war da wohl für jeden Geschmack etwas dabei.

Die mit Abstand meisten Besucher tummelten sich auf der Rü. Auch wenn das Fest etwas schleppend begann – Regenschauer hielten offenbar einige kurzzeitig von der Anreise ab –, drängten sich nachmittags und abends dann doch die Massen zwischen Imbiss- und Verkaufsständen und diversen Bühnen. Rolf Krane, Vorsitzender des Veranstalters Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) und Organisator, hatte in diesem Jahr selbst nicht viel vom Fest. Gleich morgens war er nach eigenen Angaben gestolpert und im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Nase gefallen“, hatte sich eben diese angebrochen und dazu ein dickes Auge geholt, so dass er nicht nur die Festzeit, sondern auch noch den Tag danach im Krankenhaus verbringen musste – und die Veranstaltung per Handy von dort aus steuerte. Seine Helfer berichteten zwischenzeitlich von einer 20 bis 30 Meter hohen Wasserfontäne, die zwar nichts mit dem Rü-Fest, sondern mit einem Wasserrohrbruch am Gußmannplatz zu tun hatte, aber dennoch für Aufsehen sorgte.

Auch wenn die Polizei die Feiernden lobte – „sie haben sich verhalten wie Erwachsene, es gab keine besonderen Vorkommnisse“ – sorgten die Müll- und Glasscherbenberge und die abends vielfach angetrunkenen Besucher erneut für Kritik am wohl größten Stadtteilfest der Region.

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