Grünes Licht für ersten Gemeinschaftsgarten in Rüttenscheid

Der brach liegende Spielplatz am Haumannplatz, links die Sportfläche des DJK Holsterhausen, soll in einen Gemeinschaftsgarten verwandelt werden
Der brach liegende Spielplatz am Haumannplatz, links die Sportfläche des DJK Holsterhausen, soll in einen Gemeinschaftsgarten verwandelt werden
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Bezirkspolitiker haben grünes Licht für den ersten Gemeinschaftsgarten in Rüttenscheid gegeben. Ende April sollen die Arbeiten nahe des Haumannplatzes starten

Essen-Rüttenscheid..  Nun bekommt auch Rüttenscheid einen Gemeinschaftsgarten: Nachdem das Pflänzchen der „Transition Town“-Bewegung u.a. im Bergerhauser Siepental und an der Frohnhauser Diergardtstraße wächst und gedeiht, gab jetzt die Bezirksvertretung (BV) II grünes Licht für die Anlage Haumannplatz an der Ecke Pelmanstraße/Virchowstraße. Spätestens Ende April soll dort gebuddelt und gepflanzt werden.

„Der Haumannplatz wird zunächst ein vergleichsweiser kleiner Gemeinschaftsgarten. Als erstes werden wir nur die Grünfläche bebauen, haben aber auch die Option, uns auf einem Teil des Pflasters zu vergrößern“, berichtet Dominik Frieling, Mitorganisator und Mitglied der Gruppe „Gemeinschaftsgärten Essen“. Diese ist entstanden aus Aktiven der „Transition Town“-Bewegung („Stadt im Wandel“), die sich der Nachhaltigkeit in verschiedensten Lebensbereichen verschrieben hat. Für den großen Gemeinschaftsgarten im Siepental bekamen die Gärtner im vergangenen Jahr den Umweltpreis der Stadt (wir berichteten).

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Das Konzept ist dabei sehr einfach. Mit einem durchweg ökologischen Anbau wollen die Gärtner auch am Haumannplatz verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten anbauen. Obst soll unter anderem in Form von Johannis- und Brombeeren wachsen. Teil des Konzeptes ist, dass die Gärtner ihre Pflänzchen vom Einsähen bis zum Ernten begleiten. Dabei bezahlen sie nur das Saatgut und investieren ihre Arbeitszeit. Die Fläche stellt ihnen die Stadt kostenlos zur Verfügung.

Zweiter und fast noch wichtigerer Aspekt der Gärten ist die Gemeinschaft. „Jeder ist bei uns willkommen und kann mitmachen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem die Nachbarn und Interessierten sich regelmäßig treffen und kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen“, erläutert Dominik Frieling.

Grün und Gruga unterstützt Projekt

Das klappt bislang in den bisherigen Gärten so gut, dass beim monatlichen Treff aller Gärtner der Wunsch nach einem Standort in Rüttenscheid laut wurde. Und da Grün und Gruga in jüngerer Vergangenheit verschiedene Spielplätze aufgegeben hatte, schaute man einfach in diese Liste für den Stadtteil Rüttenscheid. „Wir haben Glück, dass die Stadt in dieser Frage so offen ist“, freut sich Frieling. Auch Grün und Gruga hat etwas vom Engagement der Hobbygärtner, schließlich übernehmen diese weitgehend die Pflege der Flächen. Momentan sind rund 15 Personen an einem Einsatz am Haumannplatz stark interessiert. Sie werden sicher nicht die einzigen bleiben.