Grün und Gruga lässt Ausstellung versehentlich abholzen

An dieser Stelle stand zuvor das Kunstwerk „Brief an Ela“. Eine koreanische Studentin hatte in Stempelschrift einen Brief an Ela auf einem Baumstumpf verfasst - was ebenso deutlich zu erkennen war wie das Hinweisschild.
An dieser Stelle stand zuvor das Kunstwerk „Brief an Ela“. Eine koreanische Studentin hatte in Stempelschrift einen Brief an Ela auf einem Baumstumpf verfasst - was ebenso deutlich zu erkennen war wie das Hinweisschild.
Foto: Bürgerverein
Was wir bereits wissen
Mit einer Ausstellung im Moltkeviertel erinnerte der Bürgerverein Moltkeviertel an den Pfingststurm. Am Freitag wurden die Kunstobjekte abgeholzt.

Essen-Moltkeviertel.. Mit Wut und Entsetzen hat der Bürgerverein Moltkeviertel zusehen müssen, wie die Anfang Juni eröffnete Ausstellung „Nach Ela“ abgeholzt wurde. Studenten der Hochschule der Bildenden Künste hatten dort mit sechs Kunstwerken an das Pfingstunwetter vor einem Jahr erinnert.

Die Aktion sollte außerdem ein Dankeschön für alle Helfer der Stadt sein. Darunter fand sich etwa auch ein Kunstwerk, das einen Baumstumpf integrierte – und als solches deutlich erkennbar war. Auch zahlreiche Hinweisschilder wiesen auf die Kunstaktion hin. Darüber hinaus hatte der Bürgerverein Grün und Gruga über das Projekt informiert.

Hintergrund war eine missverständliche E-Mail

Als am Freitag der Kettwiger Baumdienst im Auftrag von Grün und Gruga den Stamm ebenso abfräste wie weitere in die Ausstellung integrierte Stämme, trauten die Mitglieder des Bürgervereins ihren Augen kaum. Sie versuchten noch, die Mitarbeiter davon abzuhalten. Diese hätten aber auf ihren Auftrag verwiesen und sich nicht von der Arbeit abbringen lassen. Grün und Gruga bedauert den Vorfall.

Hintergrund sei ein Missverständnis gewesen. So habe eine Mail des Bürgervereins zu der Annahme geführt, die Ausstellung laufe nur im Juni. „Ich habe mich in aller Form bei dem Verein entschuldigt und ihn ermutigt, sein beeindruckendes Engagement fortzusetzen. Auch für die jungen Künstler tut mir diese Sache richtig leid“, sagte Julia Ruether, die bei Grün und Gruga für Kunst im öffentlichen Raum zuständig ist.