Genuss für alle Sinne
08.04.2009 | 12:02 Uhr 2009-04-08T12:02:00+0200Holsterhausen. Das Kulturhauptstadtjahr kann kommen - jedenfalls für Margrit Ast, die seit 25 Jahren ihr Pralinengeschäft „Brüsseler Markt” an der Gemarkenstraße betreibt.
Kultur heißt für sie Genuss mit allen Sinnen und so hält sie ab sofort die passenden Süßigkeiten bereit. Ganz neu im Sortiment sind Essener (Kultur-) Sehenswürdigkeiten wie Philharmonie, Münsterkirche, Villa Hügel oder Zeche Zollverein aus feiner belgischer Zartbitter-Schokolade, versehen mit dem jeweiligen Bauwerk als Zuckerdruck. „Die Motive habe ich selbst entworfen”, betont Margrit Ast, die vor 25 Jahren den ungeliebten Lehrerberuf an den Nagel hängte und sich seither mit Leidenschaft und Kreativität der süßen Seite des Lebens widmet. Zwölf Täfelchen mit sechs verschiedenen Aufdrucken gibt es pro Packung, die Margrit Ast gern mit einer Schleife in den Stadtfarben Gelb und Blau verziert.
Die Kulturhauptstadt-Motive hat eine Freundin für sie abfotografiert. „Am Computer haben wir sie dann entsprechend bearbeitet und in Auftrag gegeben”, sagt die Schokoladenexpertin, die ihre Ware bei vier verschiedenen belgischen Herstellern ordert und sie jeden Woche frisch an der Grenze abholt. Sie setzt darauf, dass Kulturhauptstadtbesucher gern süße Mitbringsel kaufen und den Daheimgebliebenen auf diese Art ihr Reiseziel und seine markanten Gebäude näherbringen wollen.
Neben den Schokoplättchen mit Motiv bietet sie auch ein „Holzbuch” mit Essener Bildern und einer kleinen Legende zur Stadtgeschichte an. Die Dose wird mit Pralinen gefüllt, ebenso wie eine Pralinentasche mit dem Zollverein-Motiv, dem „Eiffelturm des Ruhrgebiets”, oder ein Schokoladenbrikett, gefüllt mit dunklen Trüffeln.
Schon jetzt versorgt Margrit Ast viele Kunden von Stadt, Klinikum und Universität, die ihren auswärtigen Besuchern gern ein Präsent mit Erinnerungswert überreichen wollen. „Auch Austauschschüler, die zum Lernen der Fremdsprache ins Ausland gehen, bringen den Gasteltern gern Pralinen mit Essen-Motiven mit. Die sind interessanter und praktischer zu transportieren als Blumen”, weiß die Geschäftsfrau, die auch Süßigkeiten mit Motiven aus dem „alten Essen” wie dem alten Bahnhof oder Grillo-Theater offeriert.
„Natürlich kommt es nicht nur auf das Motiv an. Es muss auch gut schmecken”, legt sie Wert auf frische, gut gekühlte Ware. „Hier im Geschäft sorgt die Klimaanlage dafür, dass es auch im Sommer nie über 18 Grad ist.” So kam es Margrit Ast ganz gelegen, dass sie vor einiger Zeit ihr Ladenlokal auf die andere Seite der Gemarkenstraße verlegen konnte. „Jetzt steht die Sonne nicht mehr auf dem Schaufenster.”
In die Kulturhauptstadt setzt Ast große Hoffnungen: „Man muss aufgeschlossen sein und sich gut vorbereiten.” Die Essen-Präsente seien besonders attraktiv für Besucher von außerhalb, die aber eine Beziehung zur Stadt hätten. „Ich überlege, in Sachen Kulturhauptstadt-Pralinen mit Gastronomen und Hoteliers Kontakt aufzunehmen, die ja in erster Linie mit den Gästen zusammenkommen.”
Ihre Schokoladen-Spezialitäten isst Margrit Ast auch selbst gern. „Schließlich muss ich ja die Qualität kontrollieren”, schmunzelt sie. Zu verführerisch sind all die Leckereien in ihrem Laden. „Aber abends, da hat man oft Heißhunger auf einen Hering.”
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