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Einkäufer stärken sich im Gastrozelt

19.12.2011 | 17:28 Uhr
Einkäufer stärken sich im Gastrozelt
Hochbetrieb herrschte im Gastrozelt auf dem Wintermarkt am Rüttenscheider Stern.. Foto: Ulrich von Born/ WAZ FotoPool

Rüttenscheid.   Der Rüttenscheider Wintermarkt punktete einmal mehr mit kulinarischen Köstlichkeiten im Gastrozelt. Gastronomen und Hüttenbetreiber profitierten dabei auch vom verkaufsoffenen Sonntag im Stadtteil, den IGR-Chef Rolf Krane für extrem wichtig für die Kaufleute vor Ort hält.

Groß ist er ja nicht, der Wintermarkt, der jedes Jahr um den vierten Advent von der Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) am Stern organisiert wird. Aber beliebt ist er trotzdem, und das liegt weniger an den knapp 20 Hütten, in denen Händler Kunst, Schmuck, Textiles und Kulinarisches anbieten. Anziehungspunkt ist traditionell das Gastronomie-Zelt, in dem Rüttenscheider Wirte - zwei sind fürs Essen zuständig, einer zapft die Getränke - die Gäste verköstigen. Im warmen Zelt lässt es sich bei deftiger Kost auch aushalten, wenn es draußen kalt und nass ist. „Hier treffen sich Rüttenscheider und Rüttenscheid-Fans, hier kennt man sich oder lernt sich kennen“, sagt der IGR-Vorsitzende Rolf Krane.

Das Zelt war - dank neuem Zeltbauer - sogar zwei Meter länger als in den Vorjahren. Und schöner dekoriert, was vielen Besuchern sofort auffiel. „Die Zahl der Zeltbesucher ist stabil, aber in diesem Jahr war der Besuch zeitweise rekordverdächtig“, freute sich Krane. Ganz bewusst setzt die IGR auf drei einheimische Gastronomen, die sich um die Verpflegung kümmern und dabei jedes Jahr bei Speisen und Getränken abwechseln.

Auch die Hüttenbetreiber konnten zufrieden sein, spielte doch das Wetter - mal abgesehen von den beiden ersten Tagen - einigermaßen mit, so dass in sonnigen Phasen Familien mit Kindern sogar dafür sorgten, dass es zwischen den Hütten voller war als im Gastrozelt. „In diesem Jahr sind zum Glück die Leitungen nicht eingefroren“, erinnert sich Krane an unangenehme Erfahrungen der letzten Jahre. „Das freut die Organisatoren, auch wenn sich einige Besucher Schnee gewünscht hätten.“

Der Wintermarkt profitierte auch vom verkaufsoffenen Sonntag, der kurz vor Weihnachten nicht nur Rüttenscheider zum Geschenkekauf in die Geschäfte lockte. „Die zwei bis drei verkaufsoffenen Sonntage im Stadtteil sind extrem wichtig für die Geschäftsleute im Stadtteil“, spricht sich Rolf Krane angesichts der aktuellen politischen Diskussion ganz klar für verkaufsoffene Sonntage vor Ort aus. „Wird die Gesamtzahl der offenen Sonntage für Essen extrem beschränkt, fallen sie in den Stadtteilen komplett weg. Damit macht man die Stadtteile kaputt, die dann gegenüber der City und den großen Einkaufszentren deutlich benachteiligt würden.“

Derzeit können sich die Rüttenscheider Kaufleute über Arbeitsmangel wohl nicht beklagen. Auch deshalb sei es schwierig, Rüttenscheider Standbetreiber für den Wintermarkt zu finden, erklärt Krane: „Das ist eine Personalfrage. Die meisten haben in der Vorweihnachtszeit so viel zu tun, dass sie gar kein Personal für die Stände abstellen können.“

Die Attraktion für die ganz Kleinen war auf dem Wintermarkt das nostalgisch anmutende Fahrgeschäft „Disney-Jet“ mit Gondeln in Form von Micky Maus und Co.. „Sonst sind wir meist mit dem Kettenkarussell da“, sagt Schausteller Wolfgang Rehberg, der in seiner beheizten Bude die Fahrkarten verkauft. Er betreut das Fahrgeschäft gemeinsam mit seiner Frau. „Bei den ganz Kleinen kommt das immer noch gut an. Es geht so langsam rund, dass niemand Angst haben muss“, sagt Rehberg. Und der Fahrpreis sei mit 1,50 Euro für eine zweieinhalbminütige Fahrt bei leiser Musik auch eher niedrig, so dass Familien gern mal Station am „Disney-Jet“ machten.

Rehberg ist beim Rüttenscheider Wintermarkt, der in diesem Jahr Zehnjähriges feierte, von Anfang an dabei. Der Stoppenberger, Schausteller in zweiter Generation, hat die Fahrgeschäfte von seiner Mutter übernommen. „Früher konnte man besser davon leben, da waren wir deutschlandweit unterwegs“, sagt Rehberg. Heute stellt er seine insgesamt vier Fahrgeschäfte nur noch in Essen auf, war in diesem Advent schon auf den Weihnachtsmärkten in Kettwig und Werden zu Gast. Jetzt haben er und seine Frau erstmals Pause. „Der nächste Einsatz ist auf dem Ostermarkt in der City“, sagt Rehberg.

Elli Schulz

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2011-12-19 17:28
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