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Eine ungewöhnliche Mischung

21.12.2010 | 15:51 Uhr

Rüttenscheid.Ein Tanzereignis ganz besonderer Art erwartet die Besucher am Samstag, 5. März, 20 Uhr, in der Rü-Bühne im Girardet-Haus.

Die Rüttenscheider Tänzerin Mariam Ala-Rashi, 2009 Weltmeisterin in der Bauchtanz-Disziplin Tribal Fusion Solo, stellt für diesen Abend unter dem Motto „Ballett Oriental“ ein Programm auf die Beine, das auf höchstem Niveau orientalischen Tanz und klassisches Ballett vereinen soll. „Mein Anliegen ist es, das Niveau im orientalischen Tanz zu heben. Es soll ein sehr exklusiver Abend mit einigen der besten Tänzer Deutschlands werden“, sagt Mariam Ala-Rashi, die selbst ebenfalls in orientalischem Tanz und klassischem Ballett ausgebildet wurde. „Klassisches Ballett ist schon allein für die Haltung unbedingt erforderlich,“

Die Rüttenscheiderin ist eigentlich als Solo-Künstlerin weltweit unterwegs. „Die Verantwortlichen der Rü-Bühne kamen auf mich zu und fragten an, ob ich nicht das Theater für einen ganzen Abend bespielen wolle.“ Da sie ein solches Projekt sowieso irgendwann verwirklichen wollte, nahm sie das Angebot gern an, mobilisierte Kolleginnen und bekannte Musiker - die alle zusagten. Mit 99 Zuschauern, die in der Rü-Bühne Platz finden, bestehe keine Gefahr, dass der Abend zur Massenveranstaltung werde.

Zehn Künstler zwischen 15 und 33 Jahren werden das rund zweistündige Programm bestreiten, Musiker mit Trommeln und orientalischen Saiteninstrumenten, vier Ballerinas und drei Weltmeisterinnen im orientalischen Tanz. „Ich habe alle diese Künstler live gesehen und weiß, dass sie künstlerisch auf höchstem Niveau arbeiten“, erklärt Mariam Ala-Rashi ihre Auswahl. Sollte es weitere Veranstaltungen dieser Art geben, will die 29-jährige Profi-Tänzerin die Mitwirkenden möglicherweise durch ein Vortanzen auswählen.

Das Programm wird Solo-Auftritte und gemeinsame Choreographien beinhalten. „Die Solisten proben ihre Stücke erstmal allein, die gemeinsamen Nummern werden schon angeprobt und dann im neuen Jahr weiter perfektioniert“, blickt die Rüttenscheiderin voraus. „Was nicht sitzt, fliegt aus dem Programm“, betont Mariam Ala-Rashi. Die Einnahmen will sie nach Abzug ihrer Unkosten komplett an die Künstler auszahlen. „Ich setze mich dafür ein, dass Künstler anständig bezahlt werden. Das ist leider nicht immer und überall so“, weiß Mariam Ala-Rashi aus eigener Erfahrung.

Sollte „Ballett Oriental“ mit der Mischung aus klassischem Tutu und aufwendigen, reich verzierten orientalischen Kostümen beim Publikum ankommen, könnte sich die Künstlerin vorstellen, einen solchen Abend vielleicht jährlich zu wiederholen. „Ich will weg vom Mainstream, möchte den Besuchern etwas ganz Besonderes bieten, das Ballettfans und Freunde des orientalischen Tanzes gleichermaßen gut finden“, beschreibt sie ihre Motivation. „Ein Tänzer offenbart bei seinem Auftritt ganz viel von seiner Seele, lebt die Choreographie. Sie muss sozusagen im Inneren reifen.“

Im Rahmen von „Ballett Oriental“ wird es im Foyer der Rü-Bühne einen orientalischen Basar geben, bei dem unter anderem Mariam Ala-Rashis Mutter Cornelia Altewulf Kunsthandwerk anbietet. Ein Ägypter verkauft orientalische Kostüme, so dass sich Besucherinnen gleich entsprechend ausstatten könnten.

Wem der Abend im März gefällt, der kann drei der Tänzerinnen bereits am Samstag, 18. Juni, ebenfalls in der Rü-Bühne, wiedersehen. Dann stellt die orientalische Tanzband „The Violet Tribe“ ihr zweites Album „Grande Hotel“ vor. „Unsere Band ist ungewöhnlich, weil wir Tänzerinnen quasi unsere Musik selbst machen und dazu tanzen“, erläutert Mariam Ala-Rashi, selbst Mitglied der Band, die besonders in den USA viele Fans hat.

Elli Schulz

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