Ein Großteil der schlanken Evag-Masten steht

Die Kreuzung Wittering-/Brunnenstraße ist seit gut zwei Monaten dicht. Die Masten (hier zu sehen vor dem Bildwerk Eins) werden in diesem Bereich mit der Ampelanlage kombiniert.
Die Kreuzung Wittering-/Brunnenstraße ist seit gut zwei Monaten dicht. Die Masten (hier zu sehen vor dem Bildwerk Eins) werden in diesem Bereich mit der Ampelanlage kombiniert.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vier Jahre nach dem Bürgerprotest gegen die Riesen-Spargel der Evag sollen die neuen Fahrleitungenim Mai in Betrieb gehen.

Essen-Rüttenscheid..  Vier Jahre, nachdem die wuchtigen Fahrleitungsmasten der Evag den Zorn einiger Rüttenscheider Bürger hervorriefen, sorgen auch die neuen Träger für einige Ärgernisse entlang der Strecke der Linie 106.

Kurzer Rückblick: Der Bürgerprotest angesichts der Masten auf dem Bürgersteig hatte im Spätsommer 2012 dazu geführt, dass die Riesen-Spargel entlang der Friederiken- und Klarastraße wieder abgebaut wurden. Ein Ortstermin mit Politikern der Bezirksvertretung II sowie Vertretern von Evag und Stadt folgte.

Damals einigte man sich darauf, die Leitungen nach Möglichkeit und Einverständnis der Eigentümer an den Hausfassaden entlang der Friederikenstraße zu befestigen. Für die jeweils breitere Klara-, Wittering- und Moltkestraße einigte man sich auf feste Punkte, an denen die neuen Masten nun seit der Fertigstellung der neuen Schienenführung im vergangenen Jahr bereits seit einigen Monaten Stück für Stück installiert werden.

Kreuzung seit zwei Monaten dicht

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Vor allem an der Kreuzung zur Brunnenstraße gestaltete sich der Aufbau der Masten, die mit den Ampelanlagen kombiniert werden, offenbar schwieriger als gedacht. Ursprünglich hatte der Kreuzungsbereich nach zwei Wochen wieder freigegeben werden sollen. Mittlerweile ist die Einfahrt von der Wittering- in die Brunnenstraße seit dem 17. November dicht – schon knapp zwei Monate. Nach Angaben der Evag wird das vorerst auch so bleiben. „Der für die Ampelanlage zuständige Signal-Ingenieur der Stadt hat die Kreuzung noch nicht freigegeben. Voraussichtlich im Februar aber soll der Verkehr in diesem Bereich wieder regulär laufen“, so Jennifer Röder von der Evag. Die gesamte neue Fahrleitungsanlage, die sich auf der Strecke von der Moltkestraße bis zum Landgericht erstreckt, soll ihren Angaben nach im Mai in Betrieb gehen. Bis dahin müssen noch einige Masten aufgebaut werden, etwa aktuell an der Einmündung zum Dohmanns Kamp.

Obwohl deutlich schlanker und damit platzsparender als ihre Vorgänger – auch die neuen Masten stoßen nicht in allen Bereichen auf Gegenliebe. Etwa an einer Ecke an der Klarastraße, wo ein Exemplar unmittelbar neben einen Parkautomaten aufgestellt wurde und damit viel Platz einnimmt. In anderen Fällen, etwa am Rüttenscheider Stern, ist die Mastenführung nicht ganz nachvollziehbar. Vor dem Eiscafé Gioia etwa war wochenlang ein Berg Sand mit Warnbaken abgesperrt, einige der Absperrungen liegen noch immer auf dem Grünstreifen.

Das eigentliche Loch für den Masten hingegen wurde ein paar Meter weiter in einem Grünstreifen am Rande des Parkplatzes gegraben – von dem schlanken Spargel aber fehlt bislang jede Spur. Nach Angaben der Evag hält man sich an die damals mit Politik und Stadt abgesprochenen Vorgaben. Demnach waren die Masten vor allem im Bereich zwischen Cäcilien- und Brigittastraße notwendig, um die Fahrdrähte und Tragseile, die in der Friederikenstraße nur „eingehakt“ sind, nachträglich zu spannen.