Der Reiz der grünen Insel
19.03.2009 | 15:13 Uhr 2009-03-19T15:13:00+0100Rüttenscheid. In seinem neuen Buch „In Irland - Reiseerzählungen" berichtet Straeter nun über seine Erlebnisse auf der grünen Insel.
„Ihr müsst mal nach Irland fahren. Nicht immer nur nach Frankreich", hatten Freunde dem Autor vor einigen Jahren geraten. Nach anfänglichen Bedenken brachen Ulrich Straeter und seine Frau Ilse auf und schauten sich dieses Land, das bekannt ist für gutes Bier, grüne Wiesen und viel Regen, einmal genauer an.
„Wir waren von Anfang an begeistert von der offenen und herzlichen Art der Iren", sagt Ulrich Straeter bei der offiziellen Vorstellung des Buches. Passend zum Thema gab er in „Fritzpatrick's Irish Pub” im Girardet-Haus Auskunft über seine Erfahrungen auf der Insel der Heiligen und Gelehrten.
Nach den Reisebüchern „Schottland - schaurig schön - Eine Reise von Cornwall zu den Hebriden", „Bittersüßer Aperitif - Reisenotizen aus Südfrankreich" und „Wer über das Meer kommt, ist ein Dieb - Unterwegs in Sardinien und Korsika" berichtet der Autor nun über seine Erlebnisse in Irland. „Wir wussten nicht genau, was uns erwartet. Die irische Kultur war hier damals noch nicht so präsent", erzählt der 67-Jährige bei einem Pint Guinness. „Wir stellten uns die Frage: Was ist das Irische?” Bewaffnet mit einem guten Reiseführer und Heinrich Bölls „Irischem Tagebuch” machten sich Ulrich und Ilse Straeter 1977 zum ersten Mal in ihrem selbst ausgebauten VW-Bus auf den Weg nach Irland.
Schon zu dieser Zeit schrieb Ulrich Straeter die ersten Notizen nieder und verfasste einen Reisebericht. „Wir waren mehrere Wochen unterwegs. Dabei haben wir so viele Eindrücke gesammelt, dass ich einige Erlebnisse niederschreiben musste, um sie im Gedächtnis zu behalten", sagt Straeter. „Das Weiterfahren hat mich zum Schreiben gebracht."
Fasziniert von der Geschichte des Landes und der Gastfreundlichkeit der Menschen folgten drei weitere Reisen auf die grüne Insel. 1993 war das abenteuerhungrige Paar mit Fahrrad und Zelt in Irland unterwegs. Während dieser Reise verfasste Ulrich Straeter sein erstes Buch über Irland mit dem Titel „Zwischen Wind und Wetter - 1000 Kilometer Irland mit dem Fahrrad".
„Seit dieser Zeit hat sich aber einiges verändert", meint der Autor. „Deshalb entschlossen wir uns für einen weiteren Besuch auf der Insel und ein neues Buch." In der aktuellen Reiseerzählung schildert Ulrich Straeter vor allem eigene Erlebnisse während der vier Reisen, aber auch soziale Umstände. Er beschreibt Landschaften und Meeresküsten und gibt einen kleinen Einblick in die irische Geschichte. Seine Frau Ilse liefert Illustrationen, die sie während der Reise angefertigt hat. „Manchmal war es gar nicht so einfach, bei diesen Wetterbedingungen die Atmosphäre einzufangen", verrät die Grafikdesignerin und Malerin. „Einmal habe ich in einer Telefonzelle gezeichnet, um mich vor dem Regen zu schützen. Ein anderes Mal habe ich ein Aquarell im Auto angefertigt."
„Es ist aber nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen. Einige Situationen werden auch kritisch hinterfragt", sagt Ulrich Straeter. „Im Allgemeinen wollen wir aber unsere erfreulichen Erfahrungen mit diesem Buch weitergeben. Die schönen Landschaften und die Gastfreundlichkeit der Menschen sind einfach einmalig." Wie der Ire schon sagt: „It could be worse!” „Es könnte schlimmer sein!”
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