CDU Rüttenscheid steht vor Wechsel an der Spitze

Gerhard Grabenkamp (l.) ist Wunsch-Nachfolger des Rüttenscheider CDU-Vorstandes, der seit zwölf Jahren von Hans-Peter Huch (r.)
Gerhard Grabenkamp (l.) ist Wunsch-Nachfolger des Rüttenscheider CDU-Vorstandes, der seit zwölf Jahren von Hans-Peter Huch (r.)
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Was wir bereits wissen
Hans-Peter Huch will den Vorsitz des Rüttenscheider Ortsverbands abgeben. Designierter Nachfolger ist Fraktionsgeschäftsführer Gerhard Grabenkamp.

Essen-Rüttenscheid..  Nach zwölf Jahren an der Spitze der Rüttenscheider CDU gibt Hans-Peter Huch sein Amt am 25. Februar ab. Designierter Nachfolger ist CDU-Fraktionsgeschäftsführer Gerhard Grabenkamp, der bei der Jahreshauptversammlung vom Ortsverband bestätigt werden muss. Im Doppel-Interview sprechen beide über die Entwicklung des Stadtteils und die Herausforderungen der nächsten Jahre.

Herr Huch, warum ziehen Sie sich aus der Spitze zurück?

Hans-Peter Huch: Anfang des Jahres bin ich in Rente gegangen. Darüber hinaus bin ich ehrenamtlich für den Heissi-Wald und im Ausschuss Grün und Gruga tätig. Darauf würde ich mich gern konzentrieren. Als Beisitzer möchte ich ebenso wie mein bisheriger Stellvertreter Norbert Kleine-Möllhoff, der sich ebenfalls zurückzieht, aber weiter mitarbeiten.

Herr Grabenkamp, sind ein zeitintensiver Beruf wie der des Fraktionsgeschäftsführers und ein Ehrenamt wie das des Ortsverbandsvorsitzenden vereinbar?

Gerhard Grabenkamp: Grundsätzlich ist die Steuerung eines Ortsverbands ja kein Ein-Mann-Job. Das funktioniert nur, wenn man ein starkes Team hat. Und genau das ist in Rüttenscheid der Fall. Darüber hinaus bringt der Beruf als Fraktionsgeschäftsführer auch ein Netzwerk mit sich, das sich auch im Stadtteil einsetzen lässt.

Wo sehen Sie Themen-Schwerpunkte in Rüttenscheid?

Grabenkamp: Sicherlich wird in den nächsten Wochen und Monaten die Gewerbe- und Wohnflächenentwicklung ein Thema sein. Die Verwaltung hat es sich mit ihren Vorschlägen einfach gemacht, da sie nur bereits genannte Flächen eingebracht hat. Da hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht. So könnte ich mir ein unabhängiges Forum vorstellen, zu dem auch Bürger und private Eigentümer eingeladen werden. Schließlich ist die Entwicklungsmöglichkeit im Stadtteil beengt, das funktioniert im Dialog.

Den Sie sicher auch zum Sportplatz Veronikastraße führen wollen?

Grabenkamp: Natürlich wird darüber zu sprechen sein. Dort stehen die Interessen des Vereins den Interessen einer wachsenden Stadt gegenüber. Den Vorschlag pauschal abzulehnen, ohne mit allen Beteiligten am runden Tisch gesessen zu haben, ist mir zu kurz gesprungen.

Ein weiteres Dauer-Streitthema ist das Parken. Hat die Rüttenscheider CDU dort Lösungsansätze?

Huch: Wichtig wäre zunächst, den vorhandenen Parkraum gut zu nutzen. Das neue Parkhaus in der Bertoldstraße könnte speziell zu Marktzeiten besser frequentiert werden. Das Thema Anwohnerparken haben wir damals zurückgestellt, weil wir diese Lösung für diesen Teil der Rü nicht befürwortet haben.

Grabenkamp: Diese Meinung teile ich und bin strikt gegen das Anwohnerparken. Vielmehr gilt auch für dieses Thema, die Bürger und Gremien wie die Interessengemeinschaft mitzunehmen und mehr Transparenz zu schaffen – also ihnen nicht einfach eine Regelung zu servieren, sondern gemeinsam daran zu arbeiten. Dass wir künftig so arbeiten müssen, hat nicht zuletzt der Messeentscheid bewiesen.

Wo sehen Sie in der Stadtteilentwicklung die größte Herausforderung?

Grabenkamp: Die größte Herausforderung wird sein, Rüttenscheid so attraktiv zu halten, wie es ist. Es ist ein schöner und kreativer Stadtteil. Ich möchte nicht, dass hier künftig nur Elite wohnt, vielmehr sollte die gute Mischung beibehalten werden.