Bunte Tanzshow zugunsten verletzter Kinder

Lucy und Marielle Büchel bereiten die Tanzveranstaltung vor.
Lucy und Marielle Büchel bereiten die Tanzveranstaltung vor.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Tanzlehrerin Marielle Büchel organisiert eine Benefiz-Veranstaltung am 11. Januar in der Weststadthalle, die das Jugendamt zur Verfügung stellt.

Essen-Bredeney/Essen-West.. Den Tanzschülern eine zusätzliche Auftrittsmöglichkeit geben und gleichzeitig Geld für einen guten Zweck sammeln: Diese beiden Ziele verfolgt Marielle Büchel, Leiterin der Schule „Tanz im Hof“, mit der Benefizvorstellung, die sie am Sonntag, 11. Januar, 16 Uhr, in der Weststadthalle organisiert. Das Jugendamt unterstützt die Veranstaltung und stellt die Halle zur Verfügung. Der Erlös ist für das Friedensdorf Oberhausen bestimmt und soll der Arbeit mit Kindern zugute kommen, die durch Kriege traumatisiert oder verletzt wurden.

Die Idee zu der Benefizveranstaltung kam Marielle Büchel (61) bei der regulären Jahresvorstellung, bei der die Kursteilnehmer ihr Können präsentieren. „Die waren alle mit so großer Begeisterung und Leidenschaft dabei, dass mir sofort die Idee kam, das Ganze zu wiederholen. Da die Vorstellung mit dem Tag des Kindes zusammenfiel, lag es nahe, die zweite Aufführung zugunsten von Kindern zu machen, um deren Leid zu lindern“, so Büchel. So sei sie auf das Friedensdorf Oberhausen gekommen.

Auch Yoga gehört zum Programm

„Das Problem war, einen Raum zu finden, den wir möglichst kostenfrei nutzen können, der aber die erforderlichen technischen Möglichkeiten bietet. Die Eintrittsgelder sollen ja dem Friedensdorf zugute kommen. Die Gema-Gebühren sind sowieso schon hoch“, erklärt Marielle Büchel, die viele der Kostüme für die Aufführungen selbst näht.

180 Aktive werden das zweistündige Programm gestalten, bei dem es um „Celebrities“, also um Berühmtheiten jeder Art geht. Bei der Organisation der Benefizveranstaltung hilft der Leiterin Tochter Lucy Büchel, die in den Niederlanden Tanz studiert hat.

Marielle Büchel betreibt ihr Tanzstudio auf einem Hinterhof an der Meisenburgstraße seit 1979. Die gebürtige Französin hat an der Folkwang-Hochschule Tanz und Tanzpädagogik studiert und zwei Jahre lang in Paris unterrichtet. Der Liebe wegen kam sie nach Essen. „Mit dem Studio hier habe ich klein angefangen und es immer mehr vergrößert, habe erst allein gearbeitet und später Mitarbeiterinnen, meist auch Folkwang-Absolventinnen, eingestellt“, blickt Marielle Büchel auf die vergangenen 35 Jahre zurück.

Seit sechs Jahren bietet die Tanzlehrerin auch Yoga an. Ansonsten gehören klassisches Ballett, Kinder- und Jazztanz zum Programm. Die meist weiblichen Schüler sind zwischen vier und 70 Jahre alt. Eine Frau ist von Anfang an dabei. „Jungen sind eher eine Rarität bei uns“, sagt Büchel und lacht dabei. „Aber es gibt sie. Zwei von 200 etwa.“ Anders sei das beim Yoga, das zunehmend auch von Männern praktiziert werde.

Zusätzliche Spenden sind willkommen

Als vor einigen Jahren die Fitness-Studios immer mehr an Bedeutung gewannen und dieser Trend sich negativ auf die Schülerzahl auswirkte, entschloss sich Marielle Büchel, sich mit dem Yoga-Unterricht ein zweites Standbein zu schaffen. „Schlecht für die Schülerzahlen ist natürlich auch, dass die Schulkinder immer länger Unterricht haben und, wenn überhaupt, erst in den frühen Abendstunde kommen können, wenn auch die Erwachsenen trainieren wollen“, so die Tanzlehrerin.

550 Plätze stehen in der Weststadthalle, Thea-Leymannstraße 23, zur Verfügung. Kinder zahlen sieben, Erwachsene zwölf Euro Eintritt. Zusätzliche Spenden für das Friedensdorf sind willkommen.

Karten gibt es unter info@tanzimhof.de oder unter Telefon 41 31 16, Restkarten gegebenenfalls an der Abendkasse.